Montag, 7. Dezember 2009

Geburtstagsfeier, Weihnachtsgeschenke und das verlorene Symbol

Mein Wochenende begann diesmal - wie es sich auch gehört - am Freitagabend. Gemeinsam mit meinem Zimmernachbarn war ich auf einer Geburtstagsfeier, die von italienischen Erasmus-Studenten organisiert wurde. Einige von ihnen hatte ich an einem der ersten Abende in Wien kennengelernt. Die Feier fand in einem anderen Wohnheim nahe der Uni statt und war gut besucht gewesen. Es gab den ganzen Abend über leckere Sachen zu essen, angefangen bei Pasta, über Crêpes, bis hin zu Cremetorte. Trotz der unterschiedlichen Nationalitäten verlief die Verständigung ohne Probleme, entweder auf Deutsch, Englisch oder Italienisch. Hier ein Foto von der versammelten Mannschaft:


Am Samstag habe ich mich auf den Weg in die Innenstadt gemacht, um erste Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Nicht verwunderlich, dass ich dort nicht der einzige war, der diese Idee hatte. Es ging zwar in den Geschäften alles ein bisschen langsamer voran als sonst, trotzdem war es nicht weiter störend. Im Gegenteil, man hatte sogar Zeit sich in Ruhe die passenden Geschenke zu überlegen und auszusuchen. Ein weiteres Schmankerl boten die sehr schön ausgeschmückten und beleuchten Straßen, z.B. am Stephansplatz:


Um mich von den Vortagen zu erholen, habe ich den Sonntag ein bisschen ruhiger angehen lassen. Was würde sich dafür nicht mehr eignen als ein gutes Buch? In der Tat hatte ich ein sehr gutes Buch zur Hand, nämlich "Das verlorene Symbol" von Dan Brown. Mit aller Bescheidenheit lässt sich sagen, dass es sich hierbei um den besten Thriller handelt, den ich je gelesen habe. Von der ersten Seite an ist das Buch spannungsgeladen, sodass es schwierig ist, es wieder aus der Hand zu legen. Wie auch bei den Vorgängern gibt es die ein oder andere sehr überraschende Wendung im Handlungsverlauf. Browns Kunst, wissenschaftliche Erkenntnisse und detaillierte Beschreibungen in die Story einzubauen, ohne dass diese langweilig wird, sucht seinesgleichen. Kein anderes, mir bekanntes Buch erfüllt die Hauptfunktionen Unterhaltung, Wissen und Moral so gut wie "Das verlorene Symbol". Daher kann ich nur jedem wärmstens empfehlen, dieses Buch zu lesen!

Dienstag, 1. Dezember 2009

Eislaufen, Vortrag und das Lusthaus

An diesem Samstag hatte ich erneut eine meiner spontanen Ideen: Warum nicht mal Eislaufen gehen? Gedacht, getan - und schon fand ich mit Schlittschuhen unter den Beinen und mit den Armen hin- und herwackelnd auf einer Eisfläche wieder. Das letzte Mal, dass ich Schlittschuhlaufen war, fiel mir daraufhin ein, lag ungefähr vier Jahre zurück. Wie aber bei vielen Dingen, die man nicht mehr verlernt, sobald man sie einmal erlernt hat, ging es nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ganz gut voran. Nun konnte ich auf der ziemlich großen und nicht so überfüllten Eisbahn meine Runden drehen. Diese befand sich in der Nähe vom Stadtpark, also gehörte fast noch zur Innenstadt. Die künstliche Eisfläche war gut beleuchtet, zudem bildeten das angrenzende Hotel und das Konzerthaus eine schöne Kulisse. Eigentümer des Ganzen ist der Wiener Eislaufverein. Trotzdem durfte man auch als Nicht-Mitglied das Eis betreten.


Den Sonntag verbrachte ich vorrangig mit der Vorbereitung auf meinen ersten englischen Vortrag in der Universität. Im Rahmen des studienrichtungsübergreifenden Kurses "Technical English Presentation" musste jeder Teilnehmer ein fünfminütiges Referat zu einem Thema seiner Wahl halten. Als ein anschauliches Beispiel der Geoinformatik hatte ich mir hierfür Dijkstra's Algorithm herausgesucht, mit dem sich leicht kürzeste Wege in einem Graphen finden lassen. Unglücklicherweise fiel mein Vortrag auf den gleichen Tag wie die Zwischenprüfung in diesem Kurs, sodass ich dafür noch zusätzlich lernen musste. Eine nicht gerade sehr angenehme Situation, aber mit der richtigen Organisation durchaus zu schaffen. Zwischendurch bin ich zur Entspannung im Prater spazieren gewesen. Dort bin ich vom Stadion aus die Hauptallee bis zum Ende gelaufen, wo sich das sogenannte Lusthaus befindet.

Montag, 23. November 2009

Projektmanagement, Prüfungen, 2012 und Christkindlmarkt

Um an die Struktur meines vorigen Posts anzuknüpfen und diesen quantitativ zu erweitern, kommen hier die vier erwähnenswertesten Vorkommnisse der letzten beiden Wochen in je vier Sätzen:

Am 6. und 7. November (Freitag und Samstag) hatte ich den ganzen Tag einen Blockkurs in Projektmanagement, sodass leider nicht viel von diesem Wochenende übrig blieb. Nichtsdestotrotz war der Kurs inhaltlich interessant und von den beiden Dozenten gut vorgetragen. Es war zwar ziemlich anstrengend, sich die ganze Zeit über zu konzentrieren (und zudem Österreichisch anzuhören), trotzdem denke ich, dass die ein oder andere vermitteltete Arbeitsmethode mir in Zukunft recht hilfreich sein wird. Damit man nicht gleich alles wieder vergisst, musste ich schon in der vergangenen Woche eine Klausur dazu ablegen.

Heute war dann die nächste Prüfung am Start, und zwar bestand diese aus einem sogenannten Abgabegespräch zu einer Reihe selbst geschriebener Programmen in Informatik. Obwohl dies meine erste mündliche Prüfung an der Uni war, ist sie ganz gut verlaufen. Es lag vielleicht daran, dass der Prüfer glücklicherweise nicht so streng war (meine Programme waren aber auch nicht schlecht ;). Aufgrund der gründlichen Vorbereitung hierfür fiel das vorangegangene Wochenende eher mau aus und außer ein paar Besorgungen und einem kleinen Spaziergang in der Umgebung war nicht viel drin.

Voriges Wochenende war da schon mehr los. Am Samstag hatte ich mich spontan entschieden ins Kino zu gehen und mir den vielversprechendsten Film anzugucken, der derzeit läuft: das Weltuntergangsdrama 2012. Die große Leinwand des Saals als auch die neue digitale Filmtechnik ließen die Effekte dabei gut rüberkommen. Inhaltlich brauche ich, glaube ich, nicht viel zu berichten, jedenfalls war der Film - auch Dank der ein oder anderen witzigen Stelle - durchaus sehenswert.

Am Sonntag, den 15. November, war ich - so früh wie noch nie in einem Jahr - auf einem Weihnachtsmarkt. Auf dem Wiener Rathausplatz hatte der diesjährige Christkindlmarkt bereits seine Pforten geöffnet und lockte mit vielen, leckeren Düften die Besucher an. Im Vergleich zu Deutschland kamen mir die angebotenen Gegenstände in nahezu jedem Stand sehr schön arrangiert und beleuchtet vor. Hier ein schönes Foto des Ganzen:


Montag, 2. November 2009

Nationalfeiertag, Studentenproteste und Halloween

Hier jeweils drei Sätze zu den drei Main-Events der letzten Woche:

Am 26. Oktober war der österreichische Nationalfeiertag. Neben zahlreichen Traditionen wie Kranzniederlegungen präsentiert ebenso das österreichische Bundesheer auf dem Heldenplatz vor der Hofburg verschiedene Fahrzeuge, Einsatzgeräte und Arbeitsroutinen. Die hab ich mir - als einer unter vielen, neugierigen Besuchern - mal angeschaut.


Am Mittwochabend des 28. Oktobers fanden die österreichischen Studentenproteste ihren Höhepunkt. Über 10.000 Studenten demonstrierten in Wien gegen Studiengebühren und Zulassungsbeschränkungen an österreichischen Universitäten. Da mich diese Angelegenheiten nicht direkt betreffen, hab ich mich dezent zurückgehalten und die Aufmärsche aus sicherer Entfernung von zu Hause über das Internet verfolgt.

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Am Samstag war dann Halloween. Gemeinsam mit meinem englischen Zimmernachbarn bin ich auf eine Feier gegangen, die von Kommilitonen seiner Seminargruppe veranstaltet wurde. Es gab leckeres Essen - einen großen Truthahn und ein schauriges Dessert - und gute Unterhaltung.

Samstag, 24. Oktober 2009

Parents in Vienna

Letztes Wochenende haben mich meine Eltern und mein Bruder in Wien besucht, um mir einige Sachen nachzubringen, die ich beim ersten Mal, aufgrund der 20kg Gepäckbeschränkung in Flugzeugen, nicht mitnehmen konnte. Natürlich wollten sie auch meine neue Wohnung sehen und sich einige Sehenswürdigkeiten in Wien anschauen:

Nach ihrer Ankunft gegen Mittag sind wir deshalb gleich zum berühmten Schweizerhaus im Prater Stelze (österr. Schweinshaxe) essen gegangen. Nachdem wir alle Sachen in meiner Wohnung und ihrer Pension verstaut hatten, blieb noch Zeit für einen abendlichen Spaziergang durch die Innenstadt, entlang des Rathauses, am Stephansdom vorbei, bis hin zum Schwedenplatz. Von dort fuhren wir mit der U-Bahn zur Donauinsel, wo wir uns in einem dort befindlichen Kino den Film "Verblendung" angeschaut haben.

Am nächsten Tag ging es auf Wanderschaft in der näheren Umgebung Wiens. Und zwar hatten wir uns dafür den Stadtwanderweg am Bisamberg herausgesucht, der durch eines der vielen Weinanbaugebiete führt. Unterwegs kehrten wir in einem Berggasthof ein und probierten Sturm, den Wein der diesjährigen Ernte. Nachmittags waren wir mit neuerlichem Appetit in einem Café Topfen- und Apfelstrudel essen. Zum Abschluss sind wir noch ein bisschen durch Innenstadt gelaufen, an der Hofburg vorbei, zum Museumsquartier. Leider war es schon zu spät, um in ein Museum zu gehen.

Dafür haben wir uns am folgenden Tag eine schöne Kunstausstellung zum Thema Impressionismus in der Albertina angeschaut. Der anschließende Besuch eines Schnitzelhauses darf natürlich bei keinem Wienaufenthalt fehlen. Danach sind wir über den nahegelegen Naschmarkt gelaufen und spontan auf den Kahlenberg gefahren. Dort blieben wir aufgrund des kühlen Wetters jedoch nicht allzu lange. Stattdessen wärmten wir uns lieber in einem Heurigen (einem Weinlokal) am Fuße des Berges wieder auf.

Am letzten Tag trafen wir uns zum Mittagessen im Café und Restaurant "Einstein. Gut gefüllt machten wir uns dann mit der neuen Bim (österr. Straßenbahn) auf den Weg zu Schloss Schönbrunn. Dort spazierten wir durch den Park bis hinauf zur Gloriette, wo wir in dem darin befindlichen Café Heiße Schokolade und Wiener Melange tranken. Da sich der Besuch dem Ende neigte, blieb nunmehr Zeit, sich mit Mozartkugeln und Mannerwaffeln einzudecken.