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Donnerstag, 27. September 2012

Das 10. Semester

Das letzte Semester meines Studiums stand ganz im Zeichen meiner Masterarbeit. Auch wenn ich nicht - wie es in anderen Studiengängen der Fall ist - unbedingt auf Bücher angewiesen war, arbeitete ich vorrangig in Bibliotheken. Dort hatte ich meine Ruhe und war umgeben von Gleichgesinnten. Montags und freitags hielt ich mich meist in der Bibliothek der Wirtschaftsinformatik und im Physikgebäude auf, dienstags und donnerstags in der Zentralbibliothek, und mittwochs in der Geo-Bibliothek. Zwischendurch hatte ich mehrere Treffen mit meinen beiden Prüfern am Institut für Geoinformatik und mit meinen beiden Betreuern bei 52°North.

Im April schrieb ich eine vorläufige Einleitung und die Grundlagenkapitel. Die Analyse und konzeptionellen Kapitel folgten im Mai und im Juni. Von Mitte Juni bis Ende August programmierte ich dann eine prototypische Webapplikation, die den praktischen Teil meiner Arbeit darstellte. Zwischendurch hatte ich meine mündliche Masterarbeitsverteidigung und eine Präsentation über mein Externes Semester. In den letzten beiden Augustwochen führte ich noch eine Benutzerumfrage durch, um die entwickelte Applikation zu testen. Das Fazit und den Ausblick verfasste ich im September. Abgegeben habe ich die Arbeit schließlich am 27. September.

Gewohnt habe ich während dieser Zeit in einem Studentenwohnheim an der Steinfurter Straße. Mein ehemaliges Wohnheim an der Boeselagerstraße wurde leider abgerissen, daher musste ich in dieses ausweichen. Zwar lag das neue Wohnheim näher an der Innenstadt, dafür befand es sich an einer ziemlich lauten Kreuzung. Wie schon in Zürich und Wien teilte ich mir Küche und Bad mit mehreren Mitbewohnern. Es gab 16 Leute auf dem Flur, von denen viele während des Semesters wechselten. Mit einigen hatte ich mehr, mit anderen hingegen weniger bis keinen Kontakt. In den ersten beiden Wochen nach meiner Ankunft richtete ich mir mein Zimmer so gut es ging ein und besorgte mir fehlende Einrichtungsgegenstände, wie Bettzeug, Wäscheständer und Geschirrtücher. Einen Internetanschluss bekam ich erst in der vierten Woche. Anders als bei vorherigen Anbietern hatte ich während der gesamten Zeit allerdings keinen einzigen Ausfall zu beklagen.

Zu Ostern kamen mich meine Eltern und mein Bruder besuchen. Sie brachten mir noch ein paar Sachen nach, die ich alleine nicht transportieren habe können. Am Ostersonntag fuhren wir zum Schloss Darfeld, wo wir bei schönem Wetter eine 12km lange Wanderung unternahmen. Ostermontag war das Wetter bescheidener. Dennoch besichtigten wir den Nationalpark Hohe Mark, Haltern am See und das Schloss Nordkirchen. Anderthalb Wochen später stand mein Geburtstag an. Ich feierte mit sieben Gästen in meinem Wohnheim und servierte ihnen Schweizer Spezialitäten (u.a. Rivella). Den späteren Abend ließen einer der Gäste und ich in einem Münsteraner Club ausklingen.

Ende April fand die traditionelle Geoparty im Triptychon statt, an der ich nun zum dritten Mal teilnahm. Zum Vorglühen trafen ich mich mit einem Kommilitonen aus dem nachfolgenden Jahrgang bei einer anderen Kommilitonin. Auf der Party selbst waren jedoch nicht mehr allzu viele bekannte Gesichter zu sehen. Daher war es nicht verwunderlich, dass sich an einem Abend Ende Mai ein weiteres Treffen mit einigen Kommilitonen aus meinem Semester ergab, wo wir uns in der Ziege und im Blauen Haus über den aktuellen Stand unserer Masterarbeiten austauschten.

Um einen freien Kopf zu bekommen, ging ich alle ein bis zwei Wochen joggen. Ich hatte mir zu Beginn des Semesters neue Laufschuhe gekauft, da die alten bestimmt schon zehn Jahre auf den Sohlen hatten. Mit den neuen Schuhen gelang es mir, erstmalig die 10km Marke zu knacken. Hiervon motiviert, entschied ich mich im Juni am Leonardo-Campus-Run teilzunehmen. Ein Übungspartner aus dem ersten Semester, mit dem ich immer noch befreundet war und mit dem ich ab und zu joggen ging, hatte mich auf dieses Event hingewiesen. Ich meldete mich für eine Strecke von ebendiesen 10km an und absolvierte sie in einer Zeit von 56 Minuten. Damit lag ich zwar noch weit von den schnellsten Läufern entfernt, aber der Run mit allem Drumherum war in jedem Fall eine Erfahrung wert gewesen. Ebenfalls im Juni fand die Fußball-Europameisterschaft statt. Die Vorrundenspiele verfolgte ich per Public Viewing im Viva Sportscafé, in meinem Studentenwohnheim und in der Mensa am Aasee. Die Finalspiele schaute ich mir in Ruhe auf meinem Zimmer an.

Die englische Masterstudentin aus Zürich, die immer noch in Hamburg arbeitete, kam mich auch im Juni besuchen. Wir besichtigten gemeinsam die Innenstadt, den Saal des Westfälischen Friedens, den Markt am Domplatz, den zufällig an dem Wochenende stattfindenden Send und den Botanischen Garten. Danach fuhren wir mit dem Rad, das ich vorab von einer Kommilitonin für sie besorgt hatte, zu den Rieselfeldern. Auf dem Weg dorthin machten wir einen kurzen Zwischenstopp in einer englischen Wohnsiedlung, von der es aufgrund der Besatzungszeit nach dem zweiten Weltkrieg gleich mehrere in Münster gab. Zurück fuhren wir entlang des Dortmund-Ems-Kanals zur Mensa am Aasee und von dort zum Bahnhof.

Ansonsten kam es während des Semesters noch zu einigen kleineren Begebenheiten: Den Abend am Tag nach meiner mündlichen Masterarbeitsverteidigung zelebrierte ich mit dem oben genannten Übungspartner in der Atelier-Bar. Ein Brettspiel- und zwei Rollenspielabende kamen mit meiner ehemaligen Truppe zustande. Da ich es nicht zu ihrem Geburtstag geschafft hatte, trank ich zur Wiedergutmachung mit einer Rollenspielerin an einem Sonntagnachmittag in der Roestbar Zwo einen Kaffee. Anfang September fuhr ich mit dem Rad zur Burg Hülshoff, jener Burg, wo die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff aufgewachsen war. Hier besichtigte ich den Park und das in der Burg befindliche Museum, welches Details zu dem Leben und dem Schaffen der Dichterin preisgab.

Das war im Großem und Ganzen alles, was in Münster während meines zehnten Studiensemesters geschah. Meine Kurztrips nach Düsseldorf, Amsterdam, Berlin, Darmstadt, Stralsund, Zürich und Kiew in dieser Zeit habe ich übersichtshalber in separate Blogposts ausgelagert.

Montag, 13. August 2012

Kurztrip nach Zürich und Berlin

Nachdem klar war, dass ich meine erste Arbeit in Zürich antreten werde, habe ich mich umgehend auf die Wohnungssuche begeben. Aufgrund der Wohnungsknappheit ist es generell ein schwieriges Unterfangen. Über das Internet ist es sogar noch um einiges schwieriger, da Bewerbungsformulare bei vielen Wohnungen nur Vorort bei Besichtigungsterminen ausgegeben werden. Nichtsdestotrotz versuchte ich mein Glück und schrieb mein Wohnungsgesuch auf einer Internetseite aus. Nur ein paar Tage später meldete sich eine junge Dame, die ihre Wohnung aufgrund einer Amerikareise für 5 Monate untervermieten möchte. Da die Parameter der Wohnung soweit stimmten, schrieben wir uns ein paar Mails mit dem Ergebnis, uns in Zürich zu treffen, um dort alles weitere zu besprechen.


Acht Stunden dauerte die Zugfahrt von Münster nach Zürich. Umsteigen musste ich dabei nicht. So konnte ich entspannt an meiner Masterarbeit weiterschreiben. In Zürich holte mich meine Vermieterin in spe vom Hauptbahnhof ab und wir fuhren gemeinsam zu ihrer Wohnung. Nach einem Rundgang klärten wir alle Formalitäten und regelten Organisatorisches. Dies ging schneller als erwartet, sodass ich noch Zeit für einen kleinen Einkauf sowie einen kurzen Spaziergang entlang des Zürichsees hatte. Übernachtet habe ich bei einem Arbeitskollegen, der mir den Schlüssel für seine Wohnung gegeben hat. Am nächsten Tag machte ich noch einen kurzen Abstecher zum Grand Hotel Dolder und flog im Anschluss mit Flugzeug nach Berlin.


Für den Abend war bereits ein Abendessen bei meinen Großeltern eingeplant. Auch am folgenden Tag ging es munter weiter. Meine Cousine feierte ihren 10. Geburtstag und es gab wie üblich Kaffee und Kuchen. Fast alle meiner näheren Verwandten waren dort versammelt und es war schön, sie alle wiederzusehen. Die Zeit verging wie immer viel zu schnell. Am Nachmittag des nächsten Tages saß ich bereits wieder im Zug in Richtung Münster.

Samstag, 31. März 2012

Milder März

Nach dem Winterurlaub verbrachte ich vier Wochen in Berlin. Einen Tag nach unserer Rückkehr stand gleich der Geburtstag meiner Mutter an, bei dem sich wie üblich die Verwandtschaft bei uns versammelte. Mein Bruder war auch mit von der Partie, sodass es während der vier Wochen eigentlich nie wirklich langweilig wurde. 

Den größten Teil meiner Zeit in Berlin schrieb ich an einem wissenschaftlichen Artikel, der die Erkenntnisse meines Praktikums in Zürich zusammenfasste. Diesen konnte ich sowohl in mein Studium einbringen als auch bei einer Konferenz einreichen. Nebenbei begann ich, erste Literatur für meine Masterarbeit zu sammeln, die mein letztes Studiensemester ausfüllen sollte. Als Hobbyprojekt baute ich mir einen Server zusammen und richtete ihn ein. Darüberhinaus behob ich bei beiden meiner Großeltern Computerprobleme und passte eine Nacht auf meinen Opa auf, da meine Oma ausnahmsweise außer Haus war.

An den Wochenenden traf ich mich mit meinen Schulfreunden: Einen Abend verbrachte ich mit meinem besten Schulfreund und seiner Freundin in einem American Diner, einer Sushi Bar, einem Irish Pub und zuletzt im Flamingo Club. Mit drei Schulfreunden von meinem ersten Gymnasium habe ich mich zum Kaffeetrinken im Friedrichs 106 getroffen. An einem weiteren Abend schlürften mein bester Schulfreund, ein Schulfreund von meinem letzten Gymnasium und ich ein paar Cocktails im Aarti und im benachbarten Que Pasa. 

Die englische Masterstudentin, die ich in Zürich kennengelernt hatte, kam mich ebenfalls an einem Wochenende in Berlin besuchen. Vom Hauptbahnhof liefen wir entlang des Bundeskanzleramts, des Reichstags, des Brandenburger Tors und des Holocaust-Mahnmals zum Potsdamer Platz, ließen uns dort mit dem Panorama-Lift in luftige Höhen befördern, schlenderten durch das Sony-Center und über den Gendarmenmarkt, aßen dort ein Sandwich von der Friedrichstraße, kreierten eine Schokolade in der Rittersport-Welt, passierten die Prachtstraße Unter den Linden, besichtigten den Berliner Dom und die Nikolaikirche, spazierten über den Alexanderplatz und fuhren mit dem 100er Bus bis zum Zoo. Von dort ging es mit der S-Bahn zurück zum Hauptbahnhof.

Freitag, 6. Januar 2012

Weihnachtsurlaub in Berlin

22. Dezember: Ankunft in Berlin

23. Dezember: vorweihnachtliche Besorgungen (z.B. Currywurst von Konnopke abholen), abends Kino

24. Dezember: mittags Tante, Onkel und Cousinen Geschenke vorbeigebracht, nachmittags mit Eltern Weihnachten zu Hause gefeiert

25. Dezember: mittags Entenbraten, nachmittags Kaffeetrinken mit Großtante und Cousine meiner Mutter

26. Dezember: mittags Gans im Restaurant "Bechsteins" in Erkner gegessen, nachmittags Kaffeetrinken bei Großeltern

27. Dezember: Carcassonne- und Black Stories-Spielerunde

28. Dezember: vormittags Opa zu Besuch, nachmittags kleinere Besorgungen im Eastgate

29. Dezember: Shopping in den Schönhauser Allee Arcaden

30. Dezember: Shopping in Eiche

31. Dezember: Silvester zusammen mit Großeltern und Onkel und Tante gefeiert

1. Januar: Geburtstagsfeier meiner Oma

2. Januar: in der Stadt mit ehemaligem Mitbewohner vom Freiwilligendienst getroffen

3. Januar: Schulfreundin besucht

4. Januar: Opa besucht

5. Januar: kleinere Erledigungen am Springpfuhl (z.B. bei der Sparkasse)

6. Januar: Rückflug nach Zürich

Montag, 8. August 2011

Das 8. Semester

Im Gegensatz zum vorangegangen, eher theorielastigen Semester, war mein achtes Semester mehr praktischer Natur. Ich hatte zwei Studienprojekte am Start, drei Seminare, eine Vorlesung sowie eine Vorlesungsreihe. Zudem war ich Tutor im Kurs Referenzsysteme, den ich im Vorjahr besucht hatte. Alles zusammen füllte meine Woche gut aus. Sehr angenehm war dabei der Umstand, dass ich meistens bis 9 Uhr (aus)schlafen konnte, da die frühesten Kurse erst um 10 Uhr begannen.

Während des Semesters war abseits der Uni natürlich auch einiges los. So fanden sich gleich am Montag in der zweiten Woche alle Masterstudenten zum Grillen am Aasee ein. Meinen Geburtstag feierte ich am Samstag in derselben Woche im kleinen Rahmen in meiner Wohnung. Am Tag darauf besann ich mich, meine Laufschuhe wieder aus dem Schrank zu holen und mit dem Joggen zu beginnen. Dies machte ich mir daraufhin zu meiner wöchentlichen Gewohnheit und konnte mich so von anfänglichen 4 km auf bis zu 9,6 km steigern. Das Wetter war diesen Frühling und Frühsommer für Münsteraner Verhältnisse ausgesprochen gut, was diese sportliche Aktivität zusätzlich förderte. Auch mit dem Fahrrad konnte ich einige schöne Touren in der Umgebung Münsters unternehmen. Gerne hätte ich dabei das ein oder andere Motiv aufgenommen, doch durch den Verlust meines Smartphones im Winterurlaub war dies mir leider nicht vergönnt gewesen.

Über die vier Osterfeiertage fuhr ich zu meiner Familie nach Berlin. Auf der Hinfahrt habe ich mich mit meinem Bruder getroffen. Der Zug, den wir nahmen, hatte am Ende aufgrund von Bauarbeiten und eines "Personenschadens" sage und schreibe drei Stunden Verspätung. Nichtsdestotrotz traf ich mich am gleichen Abend mit drei Schulfreunden aus meinem ehemaligen Mathe-LK und wir ließen die Nacht gemütlich in einer Bar und einem Klub am Hackischen Markt ausklingen. Meinen Bruder hatte es leider nicht ganz so gut erwischt und musste die Feiertage krank im Bett verbringen. Da Ostern ziemlich spät in diesem Jahr lag, ergab sich endlich wieder die Gelegenheit, einen Geburtstag innerhalb der Familie mitzufeiern, und zwar den der Cousine meiner Mutter. Hier fand sich die gesamte nähere Verwandtschaft zusammen, sodass ich einige lang nicht mehr gesehene Gesichter wiedersah und die neuesten Neuigkeiten erfuhr. Meinen Osteraufenhalt rundete ich mit meiner Mutter in den "Gärten der Welt" ab, welche seit meinem letzten Besuch den ein oder anderen Garten hinzubekommen hatten.

Zu Himmelfahrt war es dann umgekehrt: Meine Eltern kamen zu Besuch nach Nordrhein-Westfalen.
Zuerst schauten sie gemeinsam mit meinem Bruder die Loreley am Rhein an. Einen Tag später trafen wir uns alle in Dortmund, wo wir uns ein Mietauto mieteten. Mit dem machten wir uns auf ins sagenumwobene Sauerland. Sagenumwoben deshalb, da schon in meiner Humangeografie-Vorlesung im dritten Semester immer ein leichtes Raunen durch den Saal ging, als der Professor das Sauerland erwähnte. Scheinbar sehen es hier viele Leute als eine Art grünes Paradies - im Gegensatz zum grauen Pott. Die Landschaft ist zwar recht nett anzuschauen, so mein persönlicher Eindruck, allerdings konnte ich mit den dortigen Erhebungen nicht so richtig identifizieren. Für Hügel (wie in England) sind sie zu groß und für Berge (wie in den Alpen) sind sie zu klein. Auf der Autobahnfahrt dorthin kamen sie mir zudem ziemlich gestaucht vor. Trotz alledem war der Aufenthalt, wenn auch nur kurz, eine willkommene Abwechslung zum Studienalltag. Am Nachmittag spazierten wir auf die Nordhelle, abends liefen wir entlang des angestauten Biggesees. Am nächsten Tag wanderten wir auf die Hohe Bracht. Die Nacht verbrachten wir in einer Hotelpension in Attendorn.

In den Pfingstferien war ich wiederum in Berlin. Mein Bruder hatte, obwohl er im selben Bundesland wie ich studiert, komischerweise keine Ferien. Daher musste ich mich wohl oder übel alleine auf den Weg machen. Im Zug (der diesmal sogar überpünktlich ankam) stand noch nicht wirklich fest, was ich in der mir zur Verfügung stehenden Zeit machen werde. Bald jedoch musste ich feststellen, dass dies die ereignisreichsten Pfingstferien meines Studiums werden sollten. Angefangen hat es mit einem Bowlingabend mit meinem besten Schulfreund und dessen Freundin in der Nähe vom Nollendorfplatz. Am Tag darauf waren meine Eltern und ich mit einer Arbeitskollegin meiner Mutter und deren Mann in Bernau Spargel essen. Zur besseren Verdauung spazierten wir noch an der Stadtmauer entlang, landeten aber letztendlich an unserer Ausgangsposition in einem Café. Die aufgenommenen Kalorien strampelten wir uns am nächsten Tag auf einer 40 km langen Radtour ab. Wir sind in die Stadt hinein bis zur Warschauer Straße gefahren, danach durch den Treptower Park und entlang des Teltowkanals bis nach Adlershof und von dort aus wieder zurück. Am Montag fand dann die fast schon zum Standardrepertoire meiner Ferien gehörende Rollenspielrunde statt. Allerdings gehörte sie mit vier Mitspielern eher zu einer der kleineren. Dienstag musste ich mich verstärkt mit Unikram auseinandersetzen, da auf diesen Tag die Deadline für einen vorläufigen Bericht fiel. Am Mittwochabend war ich kurz mit meinem Vater bei meinem Opa zu Besuch. Donnerstag war ich wiederum mit meinen anderen Großeltern verabredet. Wir waren zuerst in Neu Helgoland essen und haben danach eine kleine Schiffsrundfahrt über den Müggelsee unternommen. Am Freitagabend habe mich mit einem guten Schulfreund getroffen, den es arbeitsbedingt nach München verschlug. Da ich in Sachen Umzug in eine andere Stadt schon einige Erfahrungen gesammelt hatte, konnte ich ihm den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg geben. Samstag wären noch zwei weitere Treffen möglich gewesen. Ich habe mich jedoch dafür entschieden, vor meiner Rückreise noch ein wenig Energie zu tanken. So habe ich den Tag in Ruhe zu Hause verbracht.

Das war auch gut so, denn die finalen vier Wochen des Semesters standen bevor. In diesen musste soviele Präsentationen halten wie noch nie, und zwar gleich fünf an der Zahl. Dafür war nur eine Klausur fällig, die wahrscheinlich auch letzte meines Studiums. Des Weiteren musste ich noch zwei je fünfseitige Abschlussberichte verfassen sowie zwei Studienprojekte inklusive Dokumentation fertigstellen. Letzteres geschah allerdings in der dreiwöchigen "Nachstudienzeit" des Semesters. Nebenbei hatte ich es gewagt, zum ersten Mal Blut zu spenden. Ich war natürlich vorher ein wenig aufgeregt. Da ich mich aber im Vorfeld umfassend informiert habe und das Praxisteam sehr routiniert zu Werke ging, lief alles reibungslos ab. Ich hoffe, dass ich so einem Menschen helfen konnte und denke, dass ich zu gegebener Zeit wieder gehen werde.

An den letzten Wochenenden standen dann diverse Abschiedsfeiern an. Die erste war von einer Geografiestudentin, die es nach Dänemark zog, und drei ihrer Mitbewohnerinnen organisiert. Wie Mädchen nun mal sind, verließ keiner der vielen Gäste die Feier durstig oder gar hungrig. Mit meinem Informatik-Übungspartner aus dem ersten Semester war ich noch einmal abschließend joggen und anschließend in einem Münsteraner Club namens "Cuba Nova" das Tanzbein schwingen. Ich selbst habe meine Abschiedsfeier im BARzillus gefeiert. Ich muss sagen, dass es einer der nettesten Abend war, die ich in Münster verbracht habe. Den fünf Anwesenden sei dafür herzlich gedankt. Am folgenden Tag hieß es dann Koffer packen - allerdings sehr gemütlich, sodass am Nachmittag noch ein Kinobesuch drin war. Während des Semesters hatte ich es nur ein einziges Mal ins Kino geschafft. Meine Eltern kamen am nächsten Tag mit dem Auto, welches wir nun nach und nach randvoll beluden. Mein Bruder war auch kurzzeitig da und nahm ein paar Sachen für sich mit. Wie auch schon vor zwei Jahren hieß es nun Münster Lebewohl zu sagen. Bei meiner Abfahrt hatte ich allerdings das Gefühl, dass es wohl nicht das letzte Mal gewesen war.

Mittwoch, 19. Mai 2010

Zurück in Münster

Meine Rückkehr nach Münster hatte ich mir eigentlich relativ unkompliziert vorgestellt. Dem war aber leider nicht so, da mich eine Reihe von Aufgaben erwarteten, die sich infolge des Umzugs ergaben. Zum einen hatte es mein Vormieter nicht so mit der Sauberkeit, sodass ich zunächst meine neue Wohnung einer Grundreinigung unterziehen musste. Gott sei Dank haben mich meine Eltern, die die ersten Tage Vorort waren, dabei tatkräftig unterstützt.

Danach mussten ein paar Dinge neu eingerichtet und konfiguriert werden. Dies betraf das Fernsehen, bei dem mein alter DVB-T Player seinen Dienst verweigerte und ein neu gekaufter nur eine begrenzte Anzahl von Programmen empfing. Ursache dafür ist wahrscheinlich die ungünstige Lage meiner Wohnung zum Sendemasten. Eine Verbindung des Players mit der Dachantenne bewirkte keine Verbesserung, dafür aber eine externe Antenne mit eingebauten Verstärker. Um alle Programme zu empfangen, muss ich sie jedoch aus dem Fenster halten.

Auch das Internet war nicht vorhanden. So habe ich in den ersten fünf Wochen viel Zeit in den Instituten und der Bibliothek verbracht, um wenigstens die wichtigsten Dinge online zu erledigen. Mein ehemaliger Anbieter hatte es leider nicht geschafft, einen Anschluss einzurichten. Daher bin ich auf den hausinternen Anbieter ausgewichen, der zwar etwas teurer ist, dafür aber alles gut und schnell hinbekommen hat.

Mit meinem neuen Smartphone, das ich zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, musste ich mich auch eingehend beschäftigen, um die vielen Funktionen zu erforschen. Zu nennen wären dort an erster Stelle das mobile Internet und das eingebaute GPS. Und ich bin längst noch nicht damit fertig. Meinen Geburtstag habe ich übrigens in einer sehr kleinen Runde in einer Münsteraner Bar gefeiert.

Von Seiten der Uni mussten erst die Kurse dieses Semesters ins Rollen gebracht werden. Die Anrechnung meiner Kurse aus Wien verlief - nebenbei bemerkt - ohne weitere Probleme. Ansonsten fanden mehrere kleinere Treffen mit Kommilitonen und Arbeitskollegen statt, bei denen Planungen für die zu realisierenden Projekte besprochen wurden. Meine Freizeit war dementsprechend dünn gesäht. Immerhin konnte ich einige der wärmeren Tage zum Joggen nutzen, obwohl insgesamt das Wetter deutlich zu kalt für die Jahreszeit war. Ganz cool war noch die Geoparty gewesen, bei der eine zeitlang zwei unserer Professoren die DJs waren und ein paar Scheiben auflegten.

Montag, 11. Januar 2010

2010 - Aufbruch in ein neues Jahrzehnt

Auch dieses Mal standen viele verschiedene Punkte auf dem Programm meiner Weihnachtsferien. Die TU Wien gönnte mir immerhin ganze drei Wochen, allerdings musste ich ziemlich viel Zeit davon für's Lernen oder zum Berichte schreiben aufwenden. Glücklicherweise wurde ich in diesem Jahr von irgendwelchen Krankheiten verschont, sodass ich fast alles geschafft habe, was ich mir vorgenommen hatte. Zudem boten die folgenden Ereignisse einen guten Ausgangspunkt, um ausgeruht in das neue Jahrzehnt zu starten:

18. Dezember: Geburtstagsfeier meines Onkels
20. Dezember: gemütliche Rollenspielrunde
24. Dezember: Weihnachten nachmittags bei meiner Tante in Biesdorf und abends bei meinen Großeltern in Köpenick
25. Dezember: 1. Weihnachtsfeiertag bei uns
26. Dezember: 2. Weihnachtsfeiertag bei meinem Opa in Marzahn
29. Dezember: Computerprobleme bei meinem Opa und meiner Tante behoben
31. Dezember: kurzer Besuch meines besten Freundes, Silvester bei einer Schulfreundin gefeiert
1. Januar: "Avatar" im Kino angeschaut
2. Januar: nachmittags Geburtagsfeier meiner Oma, abends Treffen mit Freunden im Barato (nähe Samariterstraße)
7. Januar: Treffen mit Freund aus meiner Grundschulklasse im Vegas (in der Geißenweide)
9. Januar: Abflug bei stürmischen Wetter

Montag, 7. Dezember 2009

Geburtstagsfeier, Weihnachtsgeschenke und das verlorene Symbol

Mein Wochenende begann diesmal - wie es sich auch gehört - am Freitagabend. Gemeinsam mit meinem Zimmernachbarn war ich auf einer Geburtstagsfeier, die von italienischen Erasmus-Studenten organisiert wurde. Einige von ihnen hatte ich an einem der ersten Abende in Wien kennengelernt. Die Feier fand in einem anderen Wohnheim nahe der Uni statt und war gut besucht gewesen. Es gab den ganzen Abend über leckere Sachen zu essen, angefangen bei Pasta, über Crêpes, bis hin zu Cremetorte. Trotz der unterschiedlichen Nationalitäten verlief die Verständigung ohne Probleme, entweder auf Deutsch, Englisch oder Italienisch. Hier ein Foto von der versammelten Mannschaft:


Am Samstag habe ich mich auf den Weg in die Innenstadt gemacht, um erste Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Nicht verwunderlich, dass ich dort nicht der einzige war, der diese Idee hatte. Es ging zwar in den Geschäften alles ein bisschen langsamer voran als sonst, trotzdem war es nicht weiter störend. Im Gegenteil, man hatte sogar Zeit sich in Ruhe die passenden Geschenke zu überlegen und auszusuchen. Ein weiteres Schmankerl boten die sehr schön ausgeschmückten und beleuchten Straßen, z.B. am Stephansplatz:


Um mich von den Vortagen zu erholen, habe ich den Sonntag ein bisschen ruhiger angehen lassen. Was würde sich dafür nicht mehr eignen als ein gutes Buch? In der Tat hatte ich ein sehr gutes Buch zur Hand, nämlich "Das verlorene Symbol" von Dan Brown. Mit aller Bescheidenheit lässt sich sagen, dass es sich hierbei um den besten Thriller handelt, den ich je gelesen habe. Von der ersten Seite an ist das Buch spannungsgeladen, sodass es schwierig ist, es wieder aus der Hand zu legen. Wie auch bei den Vorgängern gibt es die ein oder andere sehr überraschende Wendung im Handlungsverlauf. Browns Kunst, wissenschaftliche Erkenntnisse und detaillierte Beschreibungen in die Story einzubauen, ohne dass diese langweilig wird, sucht seinesgleichen. Kein anderes, mir bekanntes Buch erfüllt die Hauptfunktionen Unterhaltung, Wissen und Moral so gut wie "Das verlorene Symbol". Daher kann ich nur jedem wärmstens empfehlen, dieses Buch zu lesen!

Freitag, 24. Juli 2009

Ein Nachtrag zum 4. Semester

Um mein viertes Semester nicht vollständig zu vergessen, kommt hier ein Nachtrag mit den wichtigsten Ereignissen während dieser Zeit:

Das Semester ging relativ schnell in die Vollen, was bei fünf zu absolvierenden Kursen und zusätzlicher Arbeit am Institut nicht allzu verwunderlich ist. Am 1.Mai-Wochenende standen zudem Exkursionen in den Teutoburger Wald, den Süden und den Norden von Münster an. Dort untersuchten wir an ausgewählten Standorten die Bodenbeschaffenheit, die Pflanzenwelt und einige Tierarten. Im Anschluss daran musste in Gruppenarbeit ein Protokoll verfasst werden, welches die aus der Exkursion gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse zusammenfasste. Aufgrund der Fülle an Informationen gestaltete sich dies langwieriger als erwartet und zog sich fast bis in die Klausurlernphase.

Dieses Mal galt es drei Klausuren zu bestreiten, die glücklicherweise gut verteilt lagen. Zwischendurch ging es auf eine weitere interessante Exkursion, und zwar nach Gelsenkirchen. Hier setzten wir uns mit dem Strukturwandel des Ruhrgebiets auseinander und ich hielt dort einen Vortrag über die Multifunktionsarena auf Schalke. Für denselben Kurs musste ich nach Ende der Klausurphase noch eine kleine Hausarbeit über Gentrification verfassen. Danach war nur noch eine abschließende Programmieraufgabe fertig zu stellen und schon war ich bereit für den darauffolgenden Urlaub. Während des Semesters habe einen Teil meiner Motivation jeden Freitagnachmittag in einem Thai-Bo-Kurs zurückgewinnen können. Wer mit Thai-Bo nicht so vertraut sein sollte, findet auf YouTube genügend Anschauungsmaterial dazu, z.B. hier. Nicht vergessen zu werden sollte auch nicht der bürokratische Aufwand für mein kommendes Auslandsstudium, für das ich unzählige Formulare ausfüllen und Bescheide einreichen musste.

Glücklicherweise war neben der Arbeit noch ein wenig Zeit für freizeitliche Aktivitäten. So war ich während meines Semesters ganze sechs Mal im Kino. Der herausragendste Film war dabei eindeutig Star Trek 11. Des Weiteren habe ich mich mit Leuten meiner Skigruppe aus meinem diesjährigen Winterurlaub getroffen. Noch mit Erinnerungen an unsere dortigen Après-Ski-Feiern haben wir diesmal die Münsteraner Clubszene aufgemischt. An einem anderen Abend war ich auf einer sehr netten Geburtstagsfeier eingeladen, wo sich die Gelegenheit ergab, wieder einmal Tischtennis zu spielen. Für einen einwöchigen Abstecher Anfang Juni nach Berlin hat es ebenfalls gereicht. Dort standen die üblichen Treffen mit Verwandten und Freunden an. Einzig besonderes Highlight war der Besuch der Landesgartenschau in Oranienburg.

Dienstag, 14. April 2009

Der Rest meiner Semesterferien

Die letzten Wochen meiner Semesterferien waren wieder einmal keine Ferien im eigentlichen Sinne, sondern sehr stark von der Vorbereitung auf die letzte Klausur meines dritten Semesters geprägt. Für diese musste man einerseits sehr viele Fakten aus der Vorlesung auswendig kennen, andererseits noch zusätzlich jede Menge an Begleitliteratur lesen. Der ganze Aufwand hat sich jedoch glücklicherweise gelohnt und ich hab mit einem sehr guten Ergebnis bestanden.

Vielleicht lässt sich dies auch auf die schöne Atmosphäre in Berlin zurückführen, wo ich fast den gesamten März verbracht habe. Abseits vom Lernen standen hier ein paar Ereignisse zur Ablenkung an wie die Geburtstage meiner Mutter und einer Schulfreundin. Darüber hinaus habe ich mich noch mit meinen Großeltern und einigen anderen Schulfreunden getroffen. Zudem haben mir meine vielen kleinen Spaziergänge durch Marzahn immer wieder geholfen, einen klaren Kopf zu bekommen.

Auch die Erholungszeit nach der Klausur war sehr schön gewesen, da mich meine Eltern und mein Bruder in Münster über die Osterfeiertage besucht haben. Wir haben zwei lange Radtouren durch das Münsterland unternommen und wir waren im Teutoburger Wald - auf den Spuren von Arminius - wandern. Am letzten Tag waren wir im Rock&Pop Museum in Gronau, einer Stadt an der holländische Grenze.

Heute hat mein neues Semester angefangen. Hoffe mal, dass es nicht ganz so stressig wird wie das letzte.

Sonntag, 4. Januar 2009

Drivin‘ home for Christmas

Meine diesjährigen Weihnachtsferien in Berlin sind nicht so suboptimal verlaufen, wie ich die ganze Zeit über gedacht habe, sondern waren im Nachhinein doch ganz ok gewesen. Hier eine kleine Chronologie der wichtigsten Ereignisse:

20. Dezember: Ankunft, Geburtstagsfeier meines Onkels
21. - 23. Dezember: mit fiebriger Erkältung im Bett gelegen
24. - 28. Dezember: von Krankheit langsam wieder erholt
24. Dezember: nachmittags Kaffee und Kuchen mit Großeltern, abends Bescherung über Webcam
25. - 28. Dezember: Internetausfall
26. Dezember: Weihnachtsessen bei Großeltern
30. Dezember: Rollenspielrunde, die aufgrund des Fehlens mehrerer Mitspieler nicht zustande kam, Improvisation mit anderen Spielen
31. Dezember: Treffen mit deutschen Volunteers, die ich in England kennengelernt hatte, geplatzt, stattdessen im Sony Center am Potsdamer Platz ins Kino gegangen, danach bei Großeltern ins neue Jahr gerutscht
1. Januar: 80. Geburtstag meiner Oma
2. Januar: mit Freunden in einem Studentenclub gefeiert
4. Januar: Rückfahrt

Die zeitlichen Freiräume habe ich größtenteils mit Uni-Kram, kleineren Spaziergängen bei eisigen Temperaturen und Filme anschauen gefüllt. An dieser Stelle noch:

Allen treuen Lesern meines Blogs ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2009!

Sonntag, 6. Januar 2008

Die Ferien sind vorüber

Jedesmal, wenn sich die Ferien dem Ende neigen, bekomme ich ein komisches Gefühl im Bauch. Dieses Mal war es um einiges stärker, da ich einerseits wieder zum Studium nach Münster fahren musste und andererseits eine sehr schöne Zeit in Berlin mit meiner Familie und meinen Freunden verbracht hatte:

Gleich nachdem mich meine Eltern und mein Bruder vom Bahnhof abgeholt hatten, fuhren wir auf die Geburtstagsfeier meines Onkels, wo ich meine Verwandtschaft in versammelter Runde wiedergesehen habe. An den nächsten beiden Tagen gab es noch einige Weihnachtsvorbereitungen zu erledigen, am Sonntagnachmittag blieb aber trotzdem noch Zeit für einen Kinobesuch in "Der Goldene Kompass" übrig. Dann stand auch schon die Weihnachtszeit vor der Tür: Heiligabend feierten wir bei uns, an den Feiertagen darauf ging es zu meinen beiden Großeltern. Es gab traditionell viel zum Essen: Currywurst, Pute und Gans sowie jedesmal Kaffee und Kuchen. Als der Festschmaus vorüber war, habe ich mich am Samstag mit meinen alten Schulfreunden zu einer Rollenspielrunde zusammengefunden, Silvester feierte ich gemeinsam mit meinem besten Schulfreund, Neujahr hatte meine Oma Geburtstag. Nicht nur in den folgenden Tagen, sondern schon die ganze Zeit nebenbei musste ich mich Aufgaben fürs Studium widmen. Als Motivation diente das Computerspiel "Loki", das mein Bruder und ich über Netzwerk spielten.

Mal sehen, was das neue Jahr mit sich bringt. Im Januar sind erst einmal die letzten Vorlesungen und Übungen, im Februar stehen dann die ersten Klausuren an. Im März geht es in den Skiurlaub und danach in die Semesterferien.

Freitag, 6. Juli 2007

Two Parties on Two Days

An diesem Abend bin ich auf eine der berüchtigten Just.B.Fabulous Partys gegangen, welche alle paar Monate von Fabian, einem Mitschüler aus meiner Jahrgangsstufe, seit unserer erfolgreichen Abiparty organisiert werden. Anlass war der Geburtstag von ihm und Florian, seinem Zwillingsbruder, der ihm zum Verwechseln ähnlich aussieht. Die Feier fand in der Spreebar statt, die nur 7 Gehminuten von dem S-Bahnhof Warschauer Straße entfernt liegt. Dort hingeführt hat mich Eric, mit dem ich mich schon Springpfuhl getroffen hatte. An der Spreebar angekommen, mussten wir erst mal 15 Minuten im Regen warten, bevor es endlich losging; zum Glück hatte ich vorsorglich meinen Regenschirm eingesteckt. Die Stimmung verbesserte sich jedoch gleich nach dem Einlass, kein Wunder bei Freibier und BBQ4free. Nach und nach füllte sich der Club und es trafen auch einige alte Mitschüler ein, mit denen ich über das vergangene Jahr und die Pläne für die kommenden Jahre plauderte. Mit zunehmend lauter werdender Musik gestaltete dies sich immer schwieriger, sodass das Tanzen in den Mittelpunkt rückte. Noch relativ früh in der Nacht beschlossen Eric, ich und noch ein paar andere den Rückweg nach Hause anzutreten, damit wir für morgen einigermaßen ausgeruht sind.

Am Samstagnachmittag ging es auch schon weiter mit feiern, und zwar stand der 70. Geburtstag meiner Oma an, kombiniert mit dem Hochzeitstag von ihr und meinem Opa. Dazu hat sich meine gesamte Verwandtschaft in dem Clubraum eines Marzahner Hochhauses zusammengefunden. Als erstes gabs Kaffee und Kuchen, danach die Geschenke. In Zusammenhang damit wurden mehrere Lieder und Gedichte, teilweise selbst geschriebene, der Jubilarin vorgetragen. Zudem führten meine Eltern und Großeltern einige Line-Dance-Tänze auf. Die Zeit verging dabei rasend schnell, sodass bald das Abendbrot anstand. Im Anschluss daran folgte Pierre, gespielt von meiner Tante, ein französische Maler, der Leute in seinen sprachlichen Bildern verwendet, wie "eine große Dürre bricht über Euch hinein", symbolisiert von einer großen schlanken Frau, die mit ausgebreiteten Armen auf einem Stuhl steht. Dann war es für meinen Bruder und mich soweit, ein paar Stücke auf dem Keyboard vorzuspielen - ganz im Sinne von den heutigen Live-Earth-Konzerten. Ich eröffnete das ganze mit einem Swing und einem Blues, mein Bruder konterte mit seiner "Blues Rock Session", die ich mit meinem abschließenden "What a wonderful world" ausgleichen konnte - um es aus einer sportlichen Sichtweise zu schildern. Die ganze Vorführung verlief glücklicherweise ohne auffällige Patzer. Gegen Ende des Abends hat mein Opa noch eine kleine Umfrage und paar Witze gemacht; danach musste meine Oma mit verbundenen Augen Küchengeräte ertasten, was sie fehlerlos gemeistert hat. Nach der Geschichte, wie sich meine Großeltern kennengelernt hatten, war es auch schon Zeit nach Hause zu fahren.

Montag, 16. April 2007

My Birthday

Genau heute vor 20 Jahren, um 12 Uhr mittags, habe ich zum ersten Mal das Licht der Welt erblickt. Diese Tatsache bot Grund genug, alle Verwandten zusammen zu trommeln und meinen Geburtstag zu feiern. Das erste Ereignis dazu fand im Landhaus "Marzahner Krug" statt. Meine Grosseltern haben mich dort gemeinsam mit meinen anderen Grosseltern zum Mittagessen eingeladen. Es gab eine grosse Auswahl an typisch deutschen Gerichten und ebenso gross waren auch die Portionen. Ich habe mir beispielsweise gruene Bandnudeln mit Schweinemedaillons bestellt.
Wieder zurueck zu Hause, trudelten am spaeteren Nachmittag immer mehr Verwandte ein, sodass wir letztendlich 16 Personen zum Abendessen zaehlten. Es gab mit Kaese ueberbackenes Huehnchen mit Tomaten- und Zucchinischeiben, Bagels und Dänisches Dreiecksbrot sowie jede Menge Aufschnitt und diverse Obststueckchen. Als alle mit dem Essen fertig waren, konnte ich endlich meine Geschenke auspacken: ein neues Tagebuch, eine "Benjamin Bluemchen"- Umhaengetasche, viele Sweets und ein paar Geldscheine. Zum Abschluss der Feierlichkeit trug mein Grossvater ein selbstgedichtetes Gedicht ueber mein bisheriges Leben vor.
Am Ende dieses Eintrags moechte ich mich noch einmal recht herzlich bei allen anwesenden Gaesten und den zahlreichen Gratulanten bedanken.