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Samstag, 20. Oktober 2012

England Renuion Trip

Dort wo mein Blog begonnen hat, möchte ich ihn auch beenden: Und zwar in England. Gute fünf Jahre nach Ende meines Freiwilligendienstes war die Zeit nun definitiv reif, um alte wie neue Freunde zu besuchen.

An einem sonnigen Samstagmorgen begann meine einwöchige Reise, welche mich von Liverpool nach Dewsbury über Sheffield nach Bristol und letztlich nach London führte. Englischen Boden betrat erstmalig wieder auf dem Rollfeld des John Lennon Airport, von dem ich weiter nach Dewsbury fuhr - dem Ort, an dem ich meinen Freiwilligendienst absolviert hatte. Am Bahnhof wurde ich von einer ehemaligen Arbeitskollegin abgeholt, in deren Haus ich freundlicherweise zwei Nächte verbringen durfte.

Der Sonntag startete mit einem reichhaltigen English Breakfast, dessen Kalorien wir uns - das heißt meine Arbeitskollegin, ihr Mann und ich - bei einem zweistündigen Spaziergang um Haworth wieder abliefen. Haworth ist ein kleines Dorf in Yorkshire, in dem die schriftstellerisch-begabten Geschwister Brontë lebten. Für einen Museumsbesuch reichte die Zeit zwar nicht aus, dafür aber für einen englischen Tee und ein Stück Kuchen in Emma's Café. Anschließend fuhren wir wieder zurück zum Haus meiner Arbeitskollegin, in dem ich mit dem Sohn und seiner Freundin ein paar Spiele auf der Wii spielten. Währenddessen bereitete meine sehr gastfreundliche und fürsorgliche Arbeitskollegin ein Roast Beef Dinner zu, welches wir abends gemeinsam aßen.

Am Montagmorgen stattete ich mit meiner Kollegin dem Dewsbury College (jetzt: Kirklees College) einen Kurzbesuch ab. Dort traf ich und unterhielt mich mit weiteren Arbeitskollegen; von meinen ehemaligen Schülern waren leider kaum noch welche da. Das gleiche traf auf meinen Landlord zu, der in der Nähe des Colleges wohnte. Immerhin konnte ich ihm eine kurze Nachricht hinterlassen. Wie viele Male bereits zuvor während meines Freiwilligendienstes holte mich auch an diesem Tag ein Rollenspieler mit seinem Auto von meiner ehemaligen Wohnung ab und wir machten uns auf den Weg nach Sheffield. Dort angekommen trafen wir auf weitere ehemalige Rollenspieler in "The Old Queens Head". In dieser Pub sowie in "The Fat Cat" tranken wir ein paar Ale, bevor ich einen kurzen Gastauftritt in ihrer D&D 3.5 Runde hatte. Zum Ausklang des Abends aßen wir noch ein scharfes Curry in einem indischen Restaurant.

Am Dienstag stand der Peak District auf dem Programm. Während meines Freiwillgendienstes hatte ich es nur in die Ausläufer dieses Nationalparks geschafft, diesmal ging es aber direkt ins Herz, nämlich nach Edale. In diesem beschaulichem Örtchen startete und endete meine fünfstündige Wanderung, die es ganz schön in sich hatte: Ich verletzte mich leicht am Knie und Arm, als ich von einem Stein abrutschte, bekam nasse Füße beim Überqueren der unzähligen kleinen Bachläufen, wurde auf dem Plateau des Kinder Scouts fast vom Wind weggeblasen, musste durch schwarzen Schlamm waten und verlief mich fast, da es kaum Wegweiser gab. Abgesehen davon war es aber eine schöne Wanderung in fast unberührter Natur, speziell das letzte Stück von der Jacobsleiter zurück nach Edale.

Mittwoch gings dann mit dem Zug nach Bristol, wo ich mich mir der englischen Masterstudentin traf, die ich vor einem knappen Jahr in Zürich kennengelernt hatte. Gemeinsam begaben wir uns zunächst zu meiner Unterkunft im Stadtteil Bedminster. Dort hatte ich für die nächsten drei Tage ein Zimmer gemietet, welches sich in der Wohnung von einer Chinesin und einem Polen befand. Nachdem ich meine Sachen abgestellt hatte, führte mich die Engländerin über eine weitflächige Rasenfläche namens "The Downs", entlang der Avon Gorge zur Clifton Suspension Bridge und schließlich nach Clifton, wo wir den Abend in einem italienischen Restaurant ausklingen ließen.

Da der Engländerin ein Vorstellungsgespräch in Nottingham bevorstand, musste ich Bristol und Umgebung an den nächsten beiden Tagen auf eigene Faust erkunden. Am Donnerstag begann meine Sightseeingtour in der Bristol Cathedral, führte entlang der Harbourside zum Queen Square und über den St. Nicholas Market zum Castle Park, in dem ich eine kurze Sandwich-Pause einlegte. Weiter ging es zum Old Market, durch den St. Matthias Park sowie das Shopping Quarter zu den Christmas Steps. Nachdem ich diese Treppen mit lustigen Namen hinaufgestiegen war, schaute ich mir das Bristol Museum und die Art Gallery an. Danach erklomm ich den nahegelegenen Cabot Tower im Brandon Hill Park. Bevor ich zu meinem Appartement zurückkehrte, machte ich noch einen Abstecher in den Victoria Park.

Am Freitag fuhr ich mit dem Zug in das benachbarte Bath. Dieses Städtchen ist bekannt für seine heißen Thermalquellen, die bereits von den Römern entdeckt und geschätzt wurden. Bevor ich mir diese genauer anschaute, besichtigte ich den Prior Park Landscape Garden - einen Park in typisch englischem Stil am Rande der Stadt. Anschließend lief ich zurück ins Stadtzentrum und besuchte die eindrucksvolle Bath Abbey, die Guildhall und die Art Gallery. Nun ging ich in die bereits erwähnten Roman Baths, in denen man zwar nicht baden, aber von denen man zumindestens ein Schlückchen probieren konnte. Als ich mit der Besichtigung und Verkostung fertig war, dämmerte es bereits und ich musste mich beeilen, um noch einen Blick auf den berühmten Häuserbogen "Royal Crescent" zu werfen.

Samstagvormittag traf ich mich erneut mit der englischen Masterstudentin in Bristol. Viel Zeit vor meiner Abreise verblieb allerdings nicht, sodass wir lediglich einen Blick in die St. Mary Redcliffe Kirche und auf den St. Nicholas Market werfen konnten. Bald schon darauf saß ich im Zug nach London, wo ich mich in Scotland-Yard-Manier durch das U-Bahnnetz hangelte, um schließlich den Expresszug nach London Stansted zu nehmen. Am Flughafen ankommen, musste ich noch eine Gebühr von £50 bezahlen, da ich mir online keine Boardkarte gelöst hatte (danke, Ryanair!). Dadurch ließ mir aber nicht die schöne Woche vermiesen, die leider viel zu schnell verflogen war. Ich hoffe, meine nächste Reise auf die Insel schaffe ich früher als in fünf Jahren.

Samstag, 15. September 2012

Konferenz in Kiew

Im Anschluss an mein Praktikum in der Schweiz hatte ich einen wissenschaftlichen Artikel geschrieben, in dem ich die Ergebnisse meiner dortigen Arbeit zusammenfasste. Für den Artikel verdiente ich mir nicht nur zwei Credit Points im Rahmen meines Studiums, sondern reichte ich ihn auch bei einer Konferenz in Kiew ein, deren Thema gut dazu passte. Im Gegensatz zu anderen Konferenzen gab es keine allzu strenge Qualitätsprüfung, sodass bald klar wurde, dass es für mich und meinen Projektleiter, der den Artikel mehrmals gegengelesen und verbessert hatte, nach Kiew ging.

Hinzu flog ich mit der Lufthansa vom Flughafen Düsseldorf. Auf dem Kiewer Flughafen Boryspil angekommen, wartete ich auf meinen Projektleiter, der zwei Stunden nach mir aus Zürich kam. Zufällig trafen wir auch einen tschechischen Professor, der ebenfalls an der Konferenz teilnahm. Wir teilten uns ein Taxi, welches uns in einen Kiewer Außenbezirk brachte. Von dort aus fuhren wir mit der U-Bahn in Richtung Innenstadt. Nach einer schier endlosen Rolltreppenfahrt gelangten wir wieder ans Tageslicht und liefen weiter zu unserem Hotel. Abends waren wir noch in einem Restaurant essen.

Am nächsten Tag begann die Konferenz. Da der Konferenzort aus einem uns nicht bekannten Grund verlegt worden war, mussten wir eine knappe halbe Stunde mit der gut ausgelasteten U-Bahn dorthin fahren. An der Konferenz nahmen ungefähr 40 Wissenschaftler teil, die nacheinander Vorträge hielten. Mein Projektleiter und ich waren am Nachmittag des ersten Tages an der Reihe. Da die meisten Teilnehmer vorrangig ukrainisch und russisch sprachen, übersetzte ein Dolmetscher die Präsentationen vom und ins Englische. Jetzt weiß ich ungefähr, wie sich es sich wohl anfühlen muss, als Politiker an einer UNO-Vollversammlung teilzunehmen.

Aber auch unsere kleine Konferenz trug einen Beitrag zur Völkerverständigung bei: Am Ende des ersten Tages fand ein Dinner statt, bei dem der ukrainische Konferenzleiter reihum die Teilnehmer aus anderen Nationen mit Ansprachen begrüßte und zu ein paar Worten ermunterte. Natürlich durfte ein Gläschen hochprozentigen Alkohol dazwischen nicht fehlen. Im Anschluss an diesen offiziellen Teil bot uns der Organisator der Konferenz an, das Stadtzentrum Kiews zu zeigen. Da mein Projektleiter und ich bisher noch nicht viel von Kiew gesehen hatten, nahmen wir die Einladung dankend an. Zwei weitere Teilnehmer aus Litauen und Moldawien begleiteten uns. Zunächst liefen wir die zentrale Straße Chreschtschatyk entlang, die mich stark an die Frankfurter Allee in Berlin erinnerte (nur ungefähr doppelt so groß). Am Majdan Nesaleschnosti, dem Platz der Unabhängkeit, bogen wir in eine Straße, die uns zur Sophienkathedrale führte. Von dort aus liefen wir zu der schön beleuchteten St.-Andreas-Kirche.

Am Freitag setzte sich die Konferenz in gleicher Weise fort. In den jeweiligen Pausen wurden wir mit typisch ukrainischen Gerichten und Süßigkeiten versorgt. Nach einer abschließenden Diskussion war die Konferenz dann kurz nach Mittag zu Ende. Danach stand eine weitere geführte Innenstadt-Tour auf dem Programm, diesmal von einer professionellen Stadtführerin. Da vorab noch ein bisschen Zeit blieb, gingen wir noch kurz in einem ukrainischen Supermarkt ein paar Souvenirs kaufen. Die Stadtführung ging vom Goldenen Tor über den Sophienplatz zum Alten Kiew, weiter zur   St.-Andreas-Kirche und letztendlich zum Michaelsplatz. Im Anschluss an die Tour gingen wir mit dem tschechischen Professor, einem Teilnehmer aus Australien und unserem Dolmetscher in ein ukrainisches Restaurant essen. Am nächsten Vormittag machte ich mich vielen neuen Eindrücken auf den Rückflug nach Dortmund.

Montag, 13. August 2012

Kurztrip nach Zürich und Berlin

Nachdem klar war, dass ich meine erste Arbeit in Zürich antreten werde, habe ich mich umgehend auf die Wohnungssuche begeben. Aufgrund der Wohnungsknappheit ist es generell ein schwieriges Unterfangen. Über das Internet ist es sogar noch um einiges schwieriger, da Bewerbungsformulare bei vielen Wohnungen nur Vorort bei Besichtigungsterminen ausgegeben werden. Nichtsdestotrotz versuchte ich mein Glück und schrieb mein Wohnungsgesuch auf einer Internetseite aus. Nur ein paar Tage später meldete sich eine junge Dame, die ihre Wohnung aufgrund einer Amerikareise für 5 Monate untervermieten möchte. Da die Parameter der Wohnung soweit stimmten, schrieben wir uns ein paar Mails mit dem Ergebnis, uns in Zürich zu treffen, um dort alles weitere zu besprechen.


Acht Stunden dauerte die Zugfahrt von Münster nach Zürich. Umsteigen musste ich dabei nicht. So konnte ich entspannt an meiner Masterarbeit weiterschreiben. In Zürich holte mich meine Vermieterin in spe vom Hauptbahnhof ab und wir fuhren gemeinsam zu ihrer Wohnung. Nach einem Rundgang klärten wir alle Formalitäten und regelten Organisatorisches. Dies ging schneller als erwartet, sodass ich noch Zeit für einen kleinen Einkauf sowie einen kurzen Spaziergang entlang des Zürichsees hatte. Übernachtet habe ich bei einem Arbeitskollegen, der mir den Schlüssel für seine Wohnung gegeben hat. Am nächsten Tag machte ich noch einen kurzen Abstecher zum Grand Hotel Dolder und flog im Anschluss mit Flugzeug nach Berlin.


Für den Abend war bereits ein Abendessen bei meinen Großeltern eingeplant. Auch am folgenden Tag ging es munter weiter. Meine Cousine feierte ihren 10. Geburtstag und es gab wie üblich Kaffee und Kuchen. Fast alle meiner näheren Verwandten waren dort versammelt und es war schön, sie alle wiederzusehen. Die Zeit verging wie immer viel zu schnell. Am Nachmittag des nächsten Tages saß ich bereits wieder im Zug in Richtung Münster.

Montag, 30. Juli 2012

Kurztrip nach Stralsund

Während die meisten Leute im Sommerurlaub waren, musste ich weiterhin meine Masterarbeit schreiben. Ein bisschen Erholung davon gönnte ich mir jedoch an diesem Wochenende. Meine Eltern hatten sich für ein ein paar Tage ein Apartment in Stralsund gemietet, um dort ein Teil ihres Urlaubs zu verbringen. Das Apartment war groß genug, dass vier Personen darin Platz fanden. So fuhr ich mit meinem Bruder, der passenderweise gerade seine letzte Klausur überstanden hatte, nach Stralsund. Wie schon bei unserer letzten gemeinsamen Zugfahrt (siehe: Das 8. Semester) waren wir nicht unbedingt vom Glück verfolgt. Diesmal mussten wir den Wagen aufgrund einer defekten Klimaanlage wechseln. Aber auch im Ausweichabteil war es nur unwesentlich kühler als in einer Sauna.

Gut durchgekocht erreichten wir Stralsund, wo uns unsere Eltern bereits erwarteten. Dort wehte glücklicherweise ein frisches Lüftchen, sodass wir bald wieder Normaltemperatur erreichten. Am Abend gingen wir in ein Fischrestaurant essen und schlenderten noch ein wenig am Hafen entlang und durch die Stralsunder Altstadt. Während die anderen bereits in ihren Betten waren, schaute ich mir im Fernsehen die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London an. Als England-Fan war dies natürlich ein Muss. Zudem war es das erste Mal, dass ich mir eine Eröffnungsfeier in voller Länge angeschaut habe. Am nächsten Tag war ich dementsprechend müde. Es stand allerdings nichts Anstrengendes auf dem Programm. Dank schönen Wetters waren wir zuerst am Stand von Dierhagen Strand baden. Danach aßen wir in Ahrenshoop Mittag. Am Nachmittag waren wir in Prerow baden und liefen die lange Seebrücke einmal auf und ab.

Am Sonntag regnete es leider bis in den frühen Nachmittag. Wir verbrachten daher viel Zeit im Auto, schafften es aber dabei fast ganz Rügen zu umrunden. Wir fuhren über die Rügenbrücke, nahmen die Wittower Fähre und machten einen kurzen Fischbrötchen- Stopp in Lohme. Im Anschluss daran ging es nach Sellin. Dort besichtigten den Ort und die Seebrücke. Auf einem Waldweg entlang der Steilküste konnten wir einen Blick auf die berühmten Rügener Kreidefelsen werfen. Von Sellin aus machten wir uns auf den Rückweg nach Stralsund, bei dem uns sogar noch der Rasende Roland begnetete. Am Montag musste ich leider schon nach Münster zurückfahren. Vor meiner Abreise bestiegen wir noch den Kirchturm der St. Marienkirche, von dem sich ein schöner Rundumblick über Stralsund und die Umgebung bot.

Samstag, 12. Mai 2012

Blumen aus Amsterdam

An diesem Samstag bin ich ungewöhnlich früh aufgestanden. Auf dem Tagesplan stand nämlich ein Kurztrip nach Amsterdam. Dort wollte ich mich mit dem englischen Mädchen, das ich in der Schweiz kennengelernt hatte, zum Sightseeing treffen. Als kleines Kind war ich auf einem Hollandurlaub mit meinen Eltern schon einmal in Amsterdam gewesen; konnte mich aber nur noch an die vielen Grachten und Fahrradfahrer erinnern. Also machte ich mich mit dem Zug, besser gesagt mit den Zügen, da ich zweimal umsteigen musste, auf in Richtung Amsterdam. Die Fahrt dauerte zwar über drei Stunden, dafür war die Bahnfahrkarte sehr günstig gewesen.

Auf dem Hauptbahnhof in Amsterdam angekommen, wartete meine englische Bekanntschaft bereits. Sie war aus Leiden angereist, einer niederländischen Stadt in der Nähe von Amsterdam, wo sie anderthalb Wochen im Rahmen ihres Masterstudiums verbrachte. Eine deutsche Doktorandin aus ihrer Forschungsabteilung begleitete sie. Mit uns waren an diesem Tag viele andere Touristen in Amsterdam unterwegs. Vom Bahnhofsplatz liefen wir zunächst zur Oude Kerk und danach zum Dam Square, wo sich der Königspalast und die Nieuwe Kerk befindet. Wir schauten kurz ins Shoppingcenter Magna Plaza hinein und holten uns ein Sandwich beim benachbarten Albert Heijn Supermarkt. Unsere Mittagspause verbrachten wir gemütlich an der Herengracht. 

Anschließend besichtigten wir die in der Nähe befindliche Westerkerk. Danach liefen wir vorbei am Anne Frank Huis, vor dem eine lange Schlange war, zum Begijnhof, einem friedlichen Hof umgegeben von schönen Häusern. Von dort aus spazierten wir zum berühmten Blumenmarkt, wo ich eine Packung Tulpenzwiebeln anlässlich des bevorstehenden Muttertages gekauft habe. Daraufhin ruhten wir uns kurz am Rembrandtplein und an der Amstel aus. Wir schlenderten weiter über einen Antiquitätenmarkt, wo diesmal meine beiden Begleiterinnen ein paar Gegenstände erstanden. Im Anschluss daran ergatterten wir mit viel Glück eine Privatführung im Turm der Zuiderkerk, von dem man einen schönen Überblick über Amsterdam erhielt.

Zurück auf dem Erdboden liefen wir weiter zum Museumsquartier. Wir nahmen dabei einen Weg über die Keizersgracht und Prinsengracht. Beim Museumsquartier angekommen, schauten wir uns die großen Buchstaben "I am Amsterdam" sowie die davor posierenden Touristen an. Mit Straßenbahn fuhren wir zurück zum Hauptbahnhof und aßen zum Abendbrot in einer Tapas Bar. Bevor sich unsere Wege trennten, machten wir noch einen Abstecher ins berühmtberüchtigte Rotlichtviertel; natürlich ohne bestimmte Mittelchen zu erstehen oder gewisse Dienste in Anspruch zu nehmen.


Montag, 30. April 2012

Kurztrip nach Düsseldorf

Ein Vorteil beim Schreiben einer sechsmonatigen Masterarbeit ist, dass man sich seine Zeit frei einteilen kann. Ich versuchte allerdings so weit es ging, den üblichen Arbeitsrhythmus von meinem Praktikum, also unter der Woche zu arbeiten und das Wochenende dann frei zu haben, beizubehalten. Im ersten Monat war dieser Rhythmus - bedingt durch meine Anreise, Ostern und meinen Geburtstag - jedoch um einen Tag nach hinten verschoben.

So fuhr ich am Nachmittag des letzten Samstags im April nach Düsseldorf, um dort meinen Bruder zu besuchen. Meine Mutter, die durch den 1. Mai in den Genuss eines verlängerten Wochenendes kam, war auch dort. Wir beide übernachteten in einem Hotel in der Nähe des Wohnheims von meinem Bruder. Nach einigem Überlegen entschieden wir uns am nächsten Tag, einen Ausflug in den nordöstlichen Teil Düsseldorfs zu machen. Dort schauten wir uns zunächst ein paar Tiere im Wildpark Grafenberg an. Weiter ging es durch den Aper Wald zur Haltestelle Oberrath, wo wir in ein Restaurant einkehrten. Nach unserer Mahlzeit durchquerten wir Oberrath und liefen vorbei an einer Strafvollzugsanstalt zum Silbersee. Von dort aus spazierten wir zum benachbarten Grünen See und in den Erholungspark Volkardey. Schließlich fuhren wir mit der Straßenbahn wieder zurück zum Wohnheim meines Bruders.


Am Montagvormittag ging ich mit meiner Mutter in der Düsseldorfer Innenstadt shoppen. Meinen Bruder hatten wir bereits verabschiedet, da er vorlesungsbedingt in der Uni zugegen sein musste. Der Vormittag verging relativ schnell, sodass sich nach einem kleinen Mittagessen auch die Wege meiner Mutter und mir bald trennten. Sie fuhr mit dem Zug nach Berlin zurück und ich in Richtung Münster.

Samstag, 17. März 2012

Kurztrip nach Hamburg

Obwohl Hamburg nur anderthalb Stunden mit dem Zug von Berlin entfernt liegt, war ich noch nie so wirklich dort gewesen. Dies sollte sich heute ändern. Anlass war ein Wiedersehen mit meiner englischen Bekannten, die sich für fünf Monate in Hamburg aufhielt, um für die dortige Universität zu arbeiten. Wir trafen uns am Hauptbahnhof, von dem wir durch die Fußgängerzone zum eindrucksvollen Rathaus liefen. Das Rathaus war nicht nur von außen schön anzusehen, sondern auch von innen gut bestückt, wie wir auf einer Führung durch die Räumlichkeiten feststellten.

Danach gingen wir zum zur Zeit in Restaurierung befindlichen Nikolaiturm. Dort angekommen, ließen wir uns mit dem Fahrstuhl in luftige Höhen befördern, um einen ersten Eindruck von Hamburg aus der Vogelperspektive zu bekommen. Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, liefen wir weiter zum Botanischen Garten. Auf dem Weg dorthin machten wir einen kurzen Mittagsstopp in einem Studentencafé. Im Botanischen Garten selbst drehten wir eine kleine Runde, auf der wir viele Frühblüher bewundern konnten. Im Anschluss daran machten wir uns auf den Weg zur St. Michealis Kirche, eines der Wahrzeichen der Stadt Hamburg, allerdings besser bekannt unter dem Namen "Michel". Auch dort begaben wir uns auf den Aussichtsturm, nachdem wir das Kircheninnere besichtigt hatten.

Vom Michel aus liefen wir zu den Landungsbrücken, machten eine kurze Pause am Hafen und durchquerten den Elbtunnel. Danach fuhren wir ein kurzes Stück mit der U-Bahn zur Speicherstadt. An einer Kreuzung begneteten uns eine Reihe getuneter Autos, die ebenso gut im Film "The Fast and the Furious" mitspielen hätten können. In der Speicherstadt informierten wir uns Infoboxen über die Fertigstellung der Elbphilharmonie sowie anderer Baustellen. Bevor ich mich wieder in den ICE nach Berlin setzte, aßen wir noch einen kleinen Happen in der Europa Passage. Insgesamt legten wir an diesem Tag ganze 16km zurück.

Mittwoch, 29. Februar 2012

Frostiger Februar

Der Februar war kalt - sehr kalt - und weiß - sehr weiß. Und langsam war die Zeit gekommen, von Zürich und der Schweiz Abschied zu nehmen. Zuerst musste ich mich aber von meiner englischen Bekanntschaft verabschieden, da sie nach ihrem zweieinhalbmonatigen Praktikum die Heimreise antrat. Ich lud sie in eine Bar ein, die ihren Namen trug, und wir gingen in die Confiserie Teuscher, wo sie ein paar Abschiedsgeschenke erwerben konnte. Außerdem spielte ihr noch ein paar Stücke auf dem Klavier vor, die ich mir während der Zeit hier angeeignet hatte.

Am ersten Wochenende des Februars schloss ich mich meinem französischen Zimmernachbarn und drei seiner Freunde zum Wandern in die Flumserberge an. Dort gab es einen Winterwanderweg, der von Tannenbodenalp zur Seebenalp und wieder zurück führte. Trotz strahlenden Sonnenscheins lagen die Temperaturen bei -20°C, sodass jedes Foto eine ziemliche Überwindung kostete. Dennoch bin ich im Nachhinein froh, dass ich mehrmals den Griff zum Fotoapparat gewagt habe, da sich die Resultate durchaus sehen lassen können.

Am folgenden Wochenende besuchten mich ein Schulfreund und seine Freundin aus München. Sie kamen am frühen Samstagmittag an und nach einer kleinen Stärkung in meinem Wohnheim fuhren wir zu einem Parkplatz am Fuße des Üetlibergs. Von dort aus liefen wir zur verschneiten Ruine Friesenberg und weiter zur verschneiteren Bergspitze. Im Restaurant Gmüetliberg wärmten wir uns kurz auf. Danach ging es bergabwärts - teilweise schneller als uns lieb war, da die Wege sehr vereist waren. Heil unten angekommen, fuhren wir zu ihrem Hotel und danach ins Stadtzentrum. Dort gönnten wir uns zum Ausklang des Tages ein Fondue bei passendem Ambiente im Walliser Keller. Am nächsten Tag machten wir einen Rundgang durch die Stadt und schauten uns die einzelnen Sehenswürdigkeiten an. Da die Temperaturen weit unterhalb des Gefrierpunkts lagen, tranken wir zum Aufwärmen einen Tee im Kunsthaus und einen Kaffee im Starbucks. Bereits am Nachmittag begaben sie sich wieder auf die Heimreise nach Deutschland.

An meinem letzten Wochenende in Zürich lieh ich mir von meiner Zimmernachbarin einen Schlitten aus. Damit düste ich zweimal die 5km lange Schlittelbahn des Üetlibergs hinunter. Da der Schlitten nicht das beste Modell war, musste ich mehrere Male absteigen und ihn ziehen. Trotzdem haben die beiden Abfahrten viel Spaß gemacht. Am Sonntag zog ich nochmal die Wanderschuhe an und fuhr mit dem Zug nach Einsiedeln, das mir im Herbst so sehr gefallen hatte. Ich stapfte vom Kloster Einsiedeln zum Friherrenberg, weiter nach Chälen und von dort hinunter zum Sihlsee nach Grossbach. Weil es schon langsam zu Dämmern begann, fuhr ich mit einem mit Karnevalisten gefüllten Bus (die sich glücklicherweise ruhig verhielten) zurück nach Einsiedeln.

In der letzten Woche kaufte ich noch ein paar Souvenirs und Geschenke, meldete ordnungsgemäß meine Wohnung ab und verabschiedete mich von meinen Zimmer- und Arbeitskollegen. In der Woche zuvor hatte mich meine Projektgruppe zu einem Abschiedsessen (natürlich Züri Geschnetzeltes) im Restaurant Linde-Oberstrass eingeladen. Zudem bekam ich mehrere Geschenke, u.a. ein Mini-Raclette, diverse Karten und Atlanten, und ein paar Reka-Schecks. Von diesen machte ich Gebrauch, als wir einen ganzen Tag zum Skifahren in den Flumserbergen verbrachten. Das Skigebiet ist zwar nicht allzu groß - für einen Tag reicht es aber locker aus. Skier und Skischuhe bekam ich von meinem Projektleiter gestellt, der zufällig dieselbe Schuhgröße wie ich hat. Insgesamt zu neunt düsten wir die Pisten hinunter und machten mehrere gemütliche Pistenstopps in den lokalen Skihütten.

Zusammenfassend lässt sich mein Praktikum mit zwei Eigenschaften beschreiben, die ebenfalls auf die Schweiz zutreffen: paradiesisch und perfekt.

Montag, 31. Oktober 2011

Goldener Oktober

Der Oktober in Zürich gestaltete sich in vielerlei Hinsicht goldig. Den Anfang machten warme Temperaturen und ungewöhnlich schönes Herbstwetter. Ich erinnere mich gerne zurück, wie ich im T-Shirt, mit Sonnenbrille und einem guten Buch in der Hand auf einer Parkbank am Zürichsee mich von der Sonne bescheinen lassen habe. Da der Altweibersommer bekanntlich im September stattfindet, musste es sich hierbei wohl um den Altherrensommer handeln.


Ich habe allerdings nicht nur herumgesessen, sondern war auch viel unterwegs . Zum Beispiel habe ich einen längeren herbstlichen Spaziergang nach Weinegg und Seefeld unternommen, vorbei am Dolder Grand Hotel. Bei diesem muss man bestimmt einige Goldreserven besitzen, um dort abzusteigen. Auch meine Museumstour habe ich fortgesetzt. So war ich im focusTerra - dem Museum der Erdwissenschaften - sowie im Völkerkundemuseum. Bei ersterem waren sogar echtes Gold und weitere Edelsteine als auch ein bisschen Mondstaub ausgestellt, den Astronauten auf einer Apollo-Mission eingesammelt haben. Weniger spektakulär, aber dennoch für eine Abwechslung gut waren das Stadtarchiv - mit einem großen Stadtmodell von Zürich um 1800 - und die Archäologische Sammlung.


Mitte Oktober kamen mich meine Eltern für ein Wochenende besuchen. Ausgerechnet in dieser Zeit fielen die Temperaturen in einen herbstlich-winterlichen Bereich. Dafür blieb es aber trocken, sodass wir trotzdem unser geplantes Programm in die Tat umsetzen konnten. Am Vormittag des ersten Tages machten wir zunächst einen kleinen Rundgang durch die Stadt. Nachmittags ging es dann auf den Uetliberg und von dort aus weiter in Richtung Hotel meiner Eltern. Am folgenden Tag liehen wir uns Räder aus und fuhren damit nach Baden. Baden ist ein kleines, mittelalterliches Städtchen ungefähr 20km von Zürich entfernt, welches man bequem die Limmat abwärts erreichen kann. Dort angekommen schauten wir uns ein bisschen in der Stadt um, guckten uns die Therme an und stiegen auf eine alte Burgruine. Rückzu nahmen wir eine alternative Route, die uns mehr durch das Land führte. Am Abend hieß es dann schon Abschied zu nehmen, da meine Eltern meinem Bruder in Düsseldorf auch noch einen Besuch abstatten wollten.


Auf Arbeit lief alles seinen gewohnten Gang. Ich beschäftigte mich weitesgehend mit Kartengeometrien und Metadaten. Frischen Wind in unsere Arbeitsgruppe brachte eine Doktorandin aus Tschechien, die für einen Monat Forschung - größtenteils Literaturstudium - für ihre Dissertation nachging. In diesem Zusammenhang nahm mein Projektleiter sie und mich zu einer Professorin an der Universität nach Irchel mit, bei der einerseits ihre Doktorarbeit, andererseits unser Projekt besprochen wurde. An einem Abend in der Woche ergab sich ein nettes Treffen mit Arbeitskollegen aus einer anderen Arbeitsgruppe in einem Züricher Café. Ansonsten bekam ich noch von der ETH eine kostenlose Grippeimpfung spendiert. Im Gegenzug hatte ich eine Woche zuvor Blut gespendet (mein zweites Mal).


Am letzten Oktoberwochenende habe ich mich auf den Weg nach Einsiedeln gemacht. Dort gibt es ein Kloster zu besichtigen, dessen Innengestaltung wahrscheinlich schon den ein oder anderen Besucher zum Christentum übertreten ließ. Als ich ankam, fand gerade eine Messe statt, was diesen Eindruck noch verstärkte. Nach einer Stunde des göttlichen Segens fand ich schließlich doch den Ausgang und schaute mich noch ein wenig in der Umgebung um. Zum einen waren da die angrenzenden Stallungen, ein Denkmal für den heiligen Benedikt und ein kleiner Klosterladen. In der Stadt selbst war ich auf Anraten meines Projektleiters in einer Lebkuchen-Bäckerei, welche schon über Generationen hinweg Pilger mit Wegzehrung ausstattet. Ein Museum im hinteren Teil der Bäckerei dokumentierte dies. Auch ich habe mir eine Kleinigkeit für meine anschließende Wanderung mitgenommen. Und zwar ging es auf dem Jakobsweg - allerdings in umgekehrter Richtung - nach Pfäffikon am Zürichsee. Den ganzen Weg über boten sich wunderschöne Motive, die sich mit Worten nicht beschreiben lassen, deshalb möchte ich den Post mit einem Verweis auf das obige Fotoalbum beenden.

Sonntag, 28. August 2011

Die ersten zwei Wochen in Zürich

Für mein drittes Semester in meinem Masterstudium ist ein sechsmonatiges Praktikum vorgesehen. Laut Studienordnung können wir dieses an einer beliebigen Universität oder einem beliebigen Unternehmen absolvieren. Seit längerem habe ich mit dem Gedanken gespielt, die Gelegenheit für ein Auslandssemester in der Schweiz zu nutzen. Zum einen bin ich großer Fan der Berge und zum anderen ist die Schweiz für mich eine Art Mutterland der Geoinformatik.

Wie es der Zufall wollte, kam im Februar diesen Jahres eine E-Mail mit einer Stellenausschreibung von der ETH über unseren Institutsverteiler. Diese war zwar für erfahrene Softwareentwickler gedacht - wie ich nachher erfuhr, aber einen Praktikanten konnten sie auch noch gebrauchen. So bin ich also in Zürich gelandet. Die Wohnungssuche gestaltete sich im Endeffekt relativ unkompliziert, da ich einen Platz in einem Studentenwohnheim ergattern konnte. Dem voraus gingen aber mehrere Bewerbungen, die ich aufgrund der frühen Zusage wohl zu einem günstigen Zeitpunkt abschickt habe.

Bevor es aber mit dem Praktikum losging, habe ich erstmal Urlaub in Zürich gemacht. Dies kann ich nur jedem empfehlen, der ähnliches vorhat. So kann man einerseits die Gegend kennenlernen und andererseits organisatorische Dinge erledigen (wie die Wohnung anzumelden oder ein Bankkonto zu eröffnen). In der folgenden Auflistung, die meine ersten zwei erlebnisreichen Wochen in Zürich repräsentieren soll, habe ich mich jedoch nur auf ersteres beschränkt. Man kann sagen, dass ich jeden Tag etwas anderes unternommen habe:

Freitag, 12. August:
- Spaziergang durch Innenstadt zum Zürichsee

Samstag, 13. August:
- Wanderung auf den Käferberg (562m)
- Streetparade

Sonntag, 14. August:
- Landesmuseum Zürich besucht
- im Limmat geschwommen

Montag, 15. August:
- "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Teil 2" im Kino geguckt

Dienstag, 16. August:
- Wanderung auf den Zürichberg (676m)
- Kunsthaus Zürich besucht

Mittwoch, 17. August:
- Radtour um den Zürichsee (75km)

Donnerstag, 18. August:
- am Zürichhorn gelegen und gebadet

Freitag, 19. August:
- Wanderung auf den Adlisberg (701m)

Samstag, 20. August:
- Spaziergang zum Irchelpark

Sonntag, 21. August:
- mit dem Rad zur ETH-Hönggerberg gefahren

Montag, 22. August:
- Stadtrundgang mit meinem Bruder, der eine Woche zu Besuch kam

Dienstag, 23. August:
- Wanderung auf den Uetliberg (869m) und entlang des Planetenwegs

Mittwoch, 24. August:
- Zoologisch-Paläontologisches Museum besucht

Donnerstag, 25. August:
- Fahrradtour zum Zuger See (80km)

Freitag, 26. August:
- am Arboretum gelegen und gebadet
- Botanischen Garten besucht

Samstag, 27. August:
- Ausflug nach Winterthur

Sonntag, 28. August:
- Fahrradtour zum Greifensee (35km)

Da mein Vater mir seinen Fotoapparat ausgeliehen hat, gibt es endlich wieder ein paar Fotos zu sehen:

Montag, 8. August 2011

Das 8. Semester

Im Gegensatz zum vorangegangen, eher theorielastigen Semester, war mein achtes Semester mehr praktischer Natur. Ich hatte zwei Studienprojekte am Start, drei Seminare, eine Vorlesung sowie eine Vorlesungsreihe. Zudem war ich Tutor im Kurs Referenzsysteme, den ich im Vorjahr besucht hatte. Alles zusammen füllte meine Woche gut aus. Sehr angenehm war dabei der Umstand, dass ich meistens bis 9 Uhr (aus)schlafen konnte, da die frühesten Kurse erst um 10 Uhr begannen.

Während des Semesters war abseits der Uni natürlich auch einiges los. So fanden sich gleich am Montag in der zweiten Woche alle Masterstudenten zum Grillen am Aasee ein. Meinen Geburtstag feierte ich am Samstag in derselben Woche im kleinen Rahmen in meiner Wohnung. Am Tag darauf besann ich mich, meine Laufschuhe wieder aus dem Schrank zu holen und mit dem Joggen zu beginnen. Dies machte ich mir daraufhin zu meiner wöchentlichen Gewohnheit und konnte mich so von anfänglichen 4 km auf bis zu 9,6 km steigern. Das Wetter war diesen Frühling und Frühsommer für Münsteraner Verhältnisse ausgesprochen gut, was diese sportliche Aktivität zusätzlich förderte. Auch mit dem Fahrrad konnte ich einige schöne Touren in der Umgebung Münsters unternehmen. Gerne hätte ich dabei das ein oder andere Motiv aufgenommen, doch durch den Verlust meines Smartphones im Winterurlaub war dies mir leider nicht vergönnt gewesen.

Über die vier Osterfeiertage fuhr ich zu meiner Familie nach Berlin. Auf der Hinfahrt habe ich mich mit meinem Bruder getroffen. Der Zug, den wir nahmen, hatte am Ende aufgrund von Bauarbeiten und eines "Personenschadens" sage und schreibe drei Stunden Verspätung. Nichtsdestotrotz traf ich mich am gleichen Abend mit drei Schulfreunden aus meinem ehemaligen Mathe-LK und wir ließen die Nacht gemütlich in einer Bar und einem Klub am Hackischen Markt ausklingen. Meinen Bruder hatte es leider nicht ganz so gut erwischt und musste die Feiertage krank im Bett verbringen. Da Ostern ziemlich spät in diesem Jahr lag, ergab sich endlich wieder die Gelegenheit, einen Geburtstag innerhalb der Familie mitzufeiern, und zwar den der Cousine meiner Mutter. Hier fand sich die gesamte nähere Verwandtschaft zusammen, sodass ich einige lang nicht mehr gesehene Gesichter wiedersah und die neuesten Neuigkeiten erfuhr. Meinen Osteraufenhalt rundete ich mit meiner Mutter in den "Gärten der Welt" ab, welche seit meinem letzten Besuch den ein oder anderen Garten hinzubekommen hatten.

Zu Himmelfahrt war es dann umgekehrt: Meine Eltern kamen zu Besuch nach Nordrhein-Westfalen.
Zuerst schauten sie gemeinsam mit meinem Bruder die Loreley am Rhein an. Einen Tag später trafen wir uns alle in Dortmund, wo wir uns ein Mietauto mieteten. Mit dem machten wir uns auf ins sagenumwobene Sauerland. Sagenumwoben deshalb, da schon in meiner Humangeografie-Vorlesung im dritten Semester immer ein leichtes Raunen durch den Saal ging, als der Professor das Sauerland erwähnte. Scheinbar sehen es hier viele Leute als eine Art grünes Paradies - im Gegensatz zum grauen Pott. Die Landschaft ist zwar recht nett anzuschauen, so mein persönlicher Eindruck, allerdings konnte ich mit den dortigen Erhebungen nicht so richtig identifizieren. Für Hügel (wie in England) sind sie zu groß und für Berge (wie in den Alpen) sind sie zu klein. Auf der Autobahnfahrt dorthin kamen sie mir zudem ziemlich gestaucht vor. Trotz alledem war der Aufenthalt, wenn auch nur kurz, eine willkommene Abwechslung zum Studienalltag. Am Nachmittag spazierten wir auf die Nordhelle, abends liefen wir entlang des angestauten Biggesees. Am nächsten Tag wanderten wir auf die Hohe Bracht. Die Nacht verbrachten wir in einer Hotelpension in Attendorn.

In den Pfingstferien war ich wiederum in Berlin. Mein Bruder hatte, obwohl er im selben Bundesland wie ich studiert, komischerweise keine Ferien. Daher musste ich mich wohl oder übel alleine auf den Weg machen. Im Zug (der diesmal sogar überpünktlich ankam) stand noch nicht wirklich fest, was ich in der mir zur Verfügung stehenden Zeit machen werde. Bald jedoch musste ich feststellen, dass dies die ereignisreichsten Pfingstferien meines Studiums werden sollten. Angefangen hat es mit einem Bowlingabend mit meinem besten Schulfreund und dessen Freundin in der Nähe vom Nollendorfplatz. Am Tag darauf waren meine Eltern und ich mit einer Arbeitskollegin meiner Mutter und deren Mann in Bernau Spargel essen. Zur besseren Verdauung spazierten wir noch an der Stadtmauer entlang, landeten aber letztendlich an unserer Ausgangsposition in einem Café. Die aufgenommenen Kalorien strampelten wir uns am nächsten Tag auf einer 40 km langen Radtour ab. Wir sind in die Stadt hinein bis zur Warschauer Straße gefahren, danach durch den Treptower Park und entlang des Teltowkanals bis nach Adlershof und von dort aus wieder zurück. Am Montag fand dann die fast schon zum Standardrepertoire meiner Ferien gehörende Rollenspielrunde statt. Allerdings gehörte sie mit vier Mitspielern eher zu einer der kleineren. Dienstag musste ich mich verstärkt mit Unikram auseinandersetzen, da auf diesen Tag die Deadline für einen vorläufigen Bericht fiel. Am Mittwochabend war ich kurz mit meinem Vater bei meinem Opa zu Besuch. Donnerstag war ich wiederum mit meinen anderen Großeltern verabredet. Wir waren zuerst in Neu Helgoland essen und haben danach eine kleine Schiffsrundfahrt über den Müggelsee unternommen. Am Freitagabend habe mich mit einem guten Schulfreund getroffen, den es arbeitsbedingt nach München verschlug. Da ich in Sachen Umzug in eine andere Stadt schon einige Erfahrungen gesammelt hatte, konnte ich ihm den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg geben. Samstag wären noch zwei weitere Treffen möglich gewesen. Ich habe mich jedoch dafür entschieden, vor meiner Rückreise noch ein wenig Energie zu tanken. So habe ich den Tag in Ruhe zu Hause verbracht.

Das war auch gut so, denn die finalen vier Wochen des Semesters standen bevor. In diesen musste soviele Präsentationen halten wie noch nie, und zwar gleich fünf an der Zahl. Dafür war nur eine Klausur fällig, die wahrscheinlich auch letzte meines Studiums. Des Weiteren musste ich noch zwei je fünfseitige Abschlussberichte verfassen sowie zwei Studienprojekte inklusive Dokumentation fertigstellen. Letzteres geschah allerdings in der dreiwöchigen "Nachstudienzeit" des Semesters. Nebenbei hatte ich es gewagt, zum ersten Mal Blut zu spenden. Ich war natürlich vorher ein wenig aufgeregt. Da ich mich aber im Vorfeld umfassend informiert habe und das Praxisteam sehr routiniert zu Werke ging, lief alles reibungslos ab. Ich hoffe, dass ich so einem Menschen helfen konnte und denke, dass ich zu gegebener Zeit wieder gehen werde.

An den letzten Wochenenden standen dann diverse Abschiedsfeiern an. Die erste war von einer Geografiestudentin, die es nach Dänemark zog, und drei ihrer Mitbewohnerinnen organisiert. Wie Mädchen nun mal sind, verließ keiner der vielen Gäste die Feier durstig oder gar hungrig. Mit meinem Informatik-Übungspartner aus dem ersten Semester war ich noch einmal abschließend joggen und anschließend in einem Münsteraner Club namens "Cuba Nova" das Tanzbein schwingen. Ich selbst habe meine Abschiedsfeier im BARzillus gefeiert. Ich muss sagen, dass es einer der nettesten Abend war, die ich in Münster verbracht habe. Den fünf Anwesenden sei dafür herzlich gedankt. Am folgenden Tag hieß es dann Koffer packen - allerdings sehr gemütlich, sodass am Nachmittag noch ein Kinobesuch drin war. Während des Semesters hatte ich es nur ein einziges Mal ins Kino geschafft. Meine Eltern kamen am nächsten Tag mit dem Auto, welches wir nun nach und nach randvoll beluden. Mein Bruder war auch kurzzeitig da und nahm ein paar Sachen für sich mit. Wie auch schon vor zwei Jahren hieß es nun Münster Lebewohl zu sagen. Bei meiner Abfahrt hatte ich allerdings das Gefühl, dass es wohl nicht das letzte Mal gewesen war.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Semesterferien (Part III) – Düsseldorf

Die letzte Woche meiner Semesterferien verbrachte ich in Düsseldorf. Mein Bruder hat dort mit seinem Studium begonnen und ist - wie ich vor drei Jahren - in eine neue Wohnung gezogen. Bekannterweise gibt es hierbei jede Menge zu erledigen, zum Beispiel müssen allerlei neue Einrichtungsgegenstände besorgt werden. Daher sind meine Eltern und ich angereist, um ihn dabei tatkräftig zu unterstützen. Unsere gemeinsame Einkaufstour durch verschiedene Geschäfte nahm gleich einen ganzen Tag in Anspruch.

Am folgenden Tag mussten meine Eltern arbeitsbedingt schon abreisen, sodass wir leider außer einem kleinen Stadtrundgang nichts weiter unternehmen konnten. Ich hingegen blieb noch vier Tage länger, um Düsseldorf und die umliegenden Städte näher zu erkunden. Da ich in dem Sinne noch keinen richtigen Urlaub gehabt hatte, war dies ein schöner Ausklang meiner Semesterferien. Nachfolgend sind die interessantesten Sehenswürdigkeiten aufgelistet, die ich in den jeweiligen Städten innerhalb des angegebenen Zeitraums besichtigt habe. In dem Fotoalbum gibt es die dazu passenden Fotos.

Düsseldorf

Düsseldorf (2 Tage): Königsallee, Rheinuferpromenade, Rheinturm, Medienhafen, Altstadt, Heinrich-Heine-Haus, Schloss Benrath
Ratingen (1/2 Tag): Blauer See, Stinkenberg, Poensgenpark, Stadtzentrum
Köln (1 Tag): Dom, Römisch-Germanisches Museum, Altstadt, diverse Kirchen und Römerbauten, RTL Zentrale, Rheinbrücke
Wuppertal (1/2 Tag): Stadtzentrum, Schwebebahn, Zoo

Freitag, 28. August 2009

¡Hola!

Nach einem längerem Zeitraum ohne neuen Beiträge kommt nun endlich ein druckfrischer Post zu meinem diesjährigen Sommerurlaub:

La Palma

Diesmal ging's mit meiner Family auf die kanarische Insel "La Palma". Diese befindet sich im Atlantischen Ozean und ist vulkanischen Ursprungs. Der geografischen Lage nach würde man die Kanaren eher Afrika zuordnen, da sie aber zu Spanien gehören, waren wir so gesehen noch in Europa.

Trotz dieser Einordnung ließ sich das Klima nicht beirren: fast jeden Tag war es sonnig und warm. Hierzu sei angemerkt, dass wir uns meist auf dem südwestlichen Teil der Insel aufhielten. Im nordöstlichen Teil hingegen stauten sich öfters Wolken an den Gebirgskämmen, die durch die Passatwinde dort gegen gedrückt wurden.

Für die Vegetation auf dieser Seite ist das jedoch von Vorteil, da durch die höhere Luftfeuchtigkeit mehr Wasser zur Verfügung steht. Daher konnten sich hier tropenähnliche Pflanzen und Bäume ausbilden, wohingegen der westlichen Part fast ausschließlich von der kanarischen Kiefer geprägt ist. In vielen Gebieten La Palmas wurden Bananenplantagen angelegt, die aufgrund der klimatischen Bedingungen relativ schnell wachsen.

Ein Faktor ist dabei die hohe Intensität der Sonneneinstrahlung, die wir schon kurz nach unserer Ankunft spürten. Mit genügend Sonnencreme oder im Schatten ließ es sich aber aushalten. Eine Abkühlung bot das Meer, in dem wir oft badeten. Der Sand von den Stränden La Palmas ist übrigens schwarz.

Wenn wir uns mal dort nicht entspannten, waren wir auf einer unseren fünf sehr schönen Wanderungen. Die erste war eine geführte und ging mitten in die Caldera - einem großen, erodierten Vulkankessel. Die zweite verlief in über 2000m Höhe am Kraterrand entlang; die dritte führte an mehreren kleineren Vulkanen im Süden vorbei. Bei den beiden letztgenannenten Touren hatte man einen hervorragenden Ausblick auf den umliegenden Ozean und einige Nachbarinseln. Beim vierten Ausflug waren wir im sogenannten Märchenwald, der aus urwaldlichen Bäumen und Farnen besteht. Zum Abschluss stiegen wir noch auf einen Berg im Zentrum der Insel, von dem sich ein herrliches Panorama bot.

Ein weiteres schönes Erlebnis war eine Bootstour entlang der Küste. Dort ging es in eine ehemalige Piratenhöhle, in der auch die Szene aus dem sechsten Harry Potter Film hätte spielen können. Nachdem wir sie wieder unbeschadet verlassen haben, folgte danach der Ritt auf einer Gummiboot-Banane, die hinter einem Schnellboot her gezogen wurde. Abschließend sahen wir noch einige Delfine, die munter das Schiff begleiteten.

An einem anderen Tag waren wir auf einer Bustour im Norden der Insel unterwegs. An mehreren Stationen machten wir Halt für kurze Aussichten oder kleinere Spaziergänge. Zum Mittagessen gab es traditionelle kanarische Küche: eine Getreidesuppe als Vorspeise, Ziege als Hauptgericht und eine leckere Süßspeise als Dessert. Aber auch ansonsten haben wir in verschiedenen Restaurants immer gut gegessen.

Das aus technischer Hinsicht wohl interessanteste Highlight unseres Urlaubs war der Besuch der beiden Spiegelteleskope und des größten Spiegel-Observatoriums der Welt. Auf einer Führung erklärten uns dort Wissenschaftler - teils auf Deutsch, teils auf Spanisch - deren Funktionsweise. Aufgrund der geringen Bewölkung, Luftverschmutzung und Beleuchtung eignet sich der Standort gut, um Sterne zu beobachten. Die Millionen Lichtpunkte am Nachthimmel waren auch für uns als Laien sehr faszinierend.

So, nun ist es in meinem Text dunkel geworden, d.h. es wird höchste Zeit Schluss zu machen. Der Post ist länger geworden, als ich dachte, aber daran sieht man, wie viel es auf der Insel zu entdecken gibt. Kann jedem empfehlen mal einen Urlaub auf La Palma zu verbringen!

Dienstag, 14. April 2009

Der Rest meiner Semesterferien

Die letzten Wochen meiner Semesterferien waren wieder einmal keine Ferien im eigentlichen Sinne, sondern sehr stark von der Vorbereitung auf die letzte Klausur meines dritten Semesters geprägt. Für diese musste man einerseits sehr viele Fakten aus der Vorlesung auswendig kennen, andererseits noch zusätzlich jede Menge an Begleitliteratur lesen. Der ganze Aufwand hat sich jedoch glücklicherweise gelohnt und ich hab mit einem sehr guten Ergebnis bestanden.

Vielleicht lässt sich dies auch auf die schöne Atmosphäre in Berlin zurückführen, wo ich fast den gesamten März verbracht habe. Abseits vom Lernen standen hier ein paar Ereignisse zur Ablenkung an wie die Geburtstage meiner Mutter und einer Schulfreundin. Darüber hinaus habe ich mich noch mit meinen Großeltern und einigen anderen Schulfreunden getroffen. Zudem haben mir meine vielen kleinen Spaziergänge durch Marzahn immer wieder geholfen, einen klaren Kopf zu bekommen.

Auch die Erholungszeit nach der Klausur war sehr schön gewesen, da mich meine Eltern und mein Bruder in Münster über die Osterfeiertage besucht haben. Wir haben zwei lange Radtouren durch das Münsterland unternommen und wir waren im Teutoburger Wald - auf den Spuren von Arminius - wandern. Am letzten Tag waren wir im Rock&Pop Museum in Gronau, einer Stadt an der holländische Grenze.

Heute hat mein neues Semester angefangen. Hoffe mal, dass es nicht ganz so stressig wird wie das letzte.

Sonntag, 1. März 2009

Portes du Soleil

In meinem diesjährigen Winterurlaub verreiste ich mit dem Hochschulsport meiner Universität nach „Portes du Soleil“, einem Skigebiet an der Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich. Dort stand uns, den insgesamt 30 Teilnehmern und 3 Betreuern, eine Hütte namens „Chalet Culet“ zur Verfügung, die sich direkt an einem Skihang befindet. Die An- und Abreise dorthin mit Bus und Gondelbahn verlief dank guter Organisation recht unkompliziert. Für die Verpflegung wurde jeden Tag eine andere kleine Gruppe als Küchendienst eingeteilt, der zum Einen das Frühstück und ein warmes Abendessen vorbereitete, zum Anderen das Geschirr spülte und ein bisschen sauber machte.
Portes du Soleil

Vormittags fand Skiunterricht statt, bei dem ich einige neue Techniken, wie das Fahren mit Stockeinsatz oder auf einer Buckelpiste, dazulernte. Highlight war dabei am letzten Tag eine lange Skitour um mehrere Berge herum, wobei man an einer Stelle einen sehr schönen Ausblick auf den Genfer See hatte. An den Nachmittagen bildeten wir stets kleinere Gruppen, um individuell das große Skigebiet zu erkunden. Danach erholten wir uns an unserer Hütte und tankten unsere Energie mit Kuchen und heißer Schokolade wieder auf. Als musikalische Untermalung liefen dabei Après-Skilieder, wobei ich die fünf meist gespielten einmal aufgelistet habe:
  1. Fliegerlied (So ein schöner Tag)
  2. Jede Zelle meines Körpers ist glücklich
  3. Numero Uno (Luca Toni Song)
  4. 7 Sünden
  5. Sauerland Lied
Jeden Abend gab es ein anderes Programm in geselliger Runde. Hier ist eine chronologische Aufzählung davon: Kennenlernspiele, Herzblatt, Videoanalyse, Nachtskifahren, Mottoparty zum Thema "Helden der Kindheit", Spieleabend und Skitaufe. Detaillierte Beschreibungen zu den einzelnen Stichpunkten erfahrt Ihr auf Nachfrage bei mir persönlich.

Alles in allem war die Reise eine sehr angenehme Ablenkung vom Uni-Alltag. Das Wetter und die Schneelage waren überwiegend sehr gut. Und unsere bunt zusammengewürfelte Truppe war auch immer sehr cool drauf.

Sonntag, 15. Februar 2009

Kultur-Wochenende in Münster

Dieses Wochenende haben mich meine Eltern in Münster besucht. Sie kamen bereits am Freitagabend mit dem Zug an, aber außer, dass ich sie zu ihrem Hotel geführt habe, ist nichts weiter Weltbewegendes passiert.
Am nächsten Tag jedoch begann unser kultureller Trip damit, dass wir den Friedenssaal im Rathaus besichtigten, in dem der Frieden des 30-jährigen Krieges geschlossen wurde. Danach waren wir im Stadtmuseum, wo wir uns über andere historische Gegebenheiten Münsters informieren konnten. Nach einigen Schlendereien durch die Innenstadt, unter anderem in der großen Buchhandlung "Poertgen Herder", fanden wir uns zum Mittagessen im Restaurant "Großer Kiepenkerl" ein, wo wir westfälische Gerichte ausprobierten. Gestärkt machten wir uns nun auf den Weg entlang der Aa und der Promenade, weiter durch das Kreuzviertel mit der schönen Kreuzkirche, bishin zum Hafenviertel. Dort befindet sich nämlich ein großes Multiplex-Kino, in dem wir uns den Polit-Thriller "The International" anschauten. Den Abend dieses ereignisreichen Tages ließen wir ruhig in meiner kleinen Studentenbude ausklingen.
Am nächsten Morgen gingen wir ins Picasso-Museum, wo gerade eine Ausstellung mit Werken des Malers Marc Chagall zu sehen war. Allerdings waren wir ziemlich schnell durch, da das Museum (trotz des hohen Eintrittpreises) nicht sehr groß war. Deshalb machten wir noch eine kleine Biege zum Schloss und umrundeten den Schlossgarten. Nachdem wir unser Mittag in der Traditionsgaststätte "Kruse Baimken" gegessen hatten, mussten meine Eltern leider schon den Heimweg nach Berlin antreten und es war an der Zeit, Abschied zu nehmen.

Montag, 10. November 2008

Ein Wochenende in Berlin

Für eine kurze Verschnaufpause zwischen Semesterbeginn und Weihnachtsferien bin ich dieses Wochenende nach Berlin zu meiner Family gefahren. Gleich nachdem ich die letzte Vorlesung der Woche gehört hatte, hab ich mich in den Zug gesetzt und war schon am Freitagnachmittag vor Ort. Und das war auch gut so, denn bereits am Abend traf ich mich mit meinem besten Schulfreund, den ich seit langer Zeit nicht mehr gesehen hatte, und einigen anderen zum Bowling. Wir hatten jede Menge Spaß und ein paar Kegel haben wir nebenbei auch getroffen. Am nächsten Tag gings genauso gut weiter: ich war mit meinem Vater und Bruder im Kino und wir haben uns den neuen Bond „Ein Quantum Trost“ reingezogen. Der Film war eine Fortsetzung vom letzten Teil und hat alle Erwartungen eines typischen Bond-Streifens erfüllt. Abends sind wir bei „Wetten, dass…“ im Fernsehen hängen- geblieben, welches live aus der neuen O2-World in Berlin gesendet wurde. Der Sonntag gestaltete sich ruhig: ein kleiner Spaziergang durch Marzahn und nachmittags kamen die Großeltern zum Kaffee und Kuchen vorbei. Leider war dann auch schon das Wochenende um und ich musste am Montag, an dem ich dieses Semester keine Veranstaltungen habe, wieder zurück nach Münster. Zwischendurch und auf den Zugfahrten habe ich sogar ein wenig Zeit gefunden, um meine allwöchentlichen Arbeiten für die Uni zu erledigen.

Freitag, 10. Oktober 2008

Rieselfelder Münster

Am heutigen Nachmittag habe ich eine kleine Radtour zu den Rieselfeldern unternommen, einem Naturschutzgebiet, welches sich etwa 8km nördlich von Münster befindet. Grund war einerseits das mal zur Abwechslung schöne Wetter, andererseits musste ich von diesem Gebiet Satellitenbilder für eine Kursabschlussaufgabe auswerten. So konnte ich Vorort meine Ergebnisse überprüfen. Von einem Aussichtsturm bekam man einen guten Überblick von dem Biosphärenreservat und an zahlreichen Stationen konnte man die Vielfalt der dort lebenden Wasservögel beobachten.

Rieselfelder

Samstag, 26. Juli 2008

Nils' und Merles Hochzeit

An diesem Samstag begab es sich, dass sich zwei meiner Münsteraner Rollenspielfreunde, Nils und Merle, das Ja-Wort unter Gottes Beistand gaben. Sie hatten dazu nicht nur viele ihrer Verwandten, Freunde und Bekannten eingeladen, sondern auch ihre Rollenspieltruppen. Zunächst fanden wir uns dazu alle in der Stadtkirche von Unna ein, in der die sehr persönliche und stellenweise sehr unterhaltsame Trauung vollzogen wurde. Im Anschluss daran ging es mit einer Pferdekutsche zu dem Haus von Nils' Eltern, wo die Hochzeitsfeier stattfand. Es gab Kaffee und Kuchen sowie eine beeindruckende Hochzeitstorte. Danach wurden dem Brautpaar die Geschenke überreicht. Wir Rollenspieler hatten uns vorher zusammengetan und ihnen eine Schatztruhe, mit fünfhundert 20-Centmünzen und einen Kupferstich als Inhalt, geschenkt. Am späteren Nachmittag wurden dann mit Gas gefüllte Luftballons und daran gebundene Glückwunschkarten in den Himmel steigen gelassen. Im Laufe der nächsten Zeit sollen die Finder die Postkarten an das Brautpaar zurückschicken. Daraufhin folgte ein heftiger Gewitterschauer mit sintflutartigen Regenfällen, der sich schon durch die drückende Hitze im Vorfeld angekündigt hat. Dadurch war die Hochzeitsgesellschaft gezwungen, die Feier in das Festzelt und das Haus zu verlagern, was für ein wenig Konfusion beim Abendbuffet sorgte. Nichts destotrotz nahm dies der guten Stimmung keinen Abbruch und die Feier konnte in lustigen Gesprächs- und Liederrunden fortgeführt werden.

Montag, 12. Mai 2008

Eine Spreefahrt, die ist lustig

Eine Spreefahrt, die ist schön, denn da kann man Berlin von einer ganz anderen Seite sehn. Diese bekannte Melodie begleitete mich auf der gestrigen Brückenfahrt als immer wiederkehrender Ohrwurm. Das ganze Ereignis kam relativ spontan zustande, weil es ursprünglich für meinen Bruder und mich nicht vorgesehen war, mitzufahren. Da aber zwei Leute kurzfristig von der Tour abgesprungen sind, sind wir dafür eingesprungen. Initiatoren waren meine Tante und Onkel, dessen vielzählige Verwandte in Berlin zu Besuch waren. Los gings am Vormittag ab Jannowitzbrücke, wo wir unser Schiff namens Belvedere betraten. Mit diesem fuhren wir zunächst die Spree Richtung Treptow- Köpenick und bogen nach der Oberbaumbrücke in den Landwehrkanal ein. Dort schipperten wir durch den Kreuzberger Kiez, vorbei am Potsdamer Platz und Tiergarten, immer in ständiger Wachsamkeit vor niedrigen Brücken. Im Anschluss daran trafen wir wieder auf die Spree, machten einen kurzen Abstecher nach Charlottenburg und fuhren dann zurück zu unserem Ausgangspunkt durch die Innenstadt. Alles in allem waren wir 3 3/4 Stunden unterwegs, denn an drei Schleusen mussten einen kleinen Halt zum Absenken und Anheben machen. Insgesamt sollen wir laut unserer Kommentatorin durch 66 Brücken gefahren sein. Das Wetter zeigte sich dabei von seiner besten Seite, sodass es ein sehr schöner Ausflug war, vor allem dadurch bedingt, dass wir durch Gegenden kamen, die man selbst als Urberliner noch nicht zu Gesicht bekommen hatte.