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Freitag, 12. Oktober 2012

Eine Woche in Berlin

Nach dem Kretaurlaub und vor meiner Englandreise war ich eine Woche in Berlin. Es gab zwar jede Menge zu planen, aber auch ein paar Freunde, Verwandte und Bekannte habe ich in dieser Zeit getroffen. Hier das wichtigste in Kürze:

7. Oktober: Organisatorisches

8. Oktober: Kaffeetrinken bei den Großeltern

9. Oktober: Shopping am Ostbahnhof und im Ring Center

10. Oktober: Versicherungen überprüfen lassen, Shopping im Kaufpark Eiche, abends mit zwei Schulfreunden im Sixties Diner am Hackeschen Markt getroffen

11. Oktober: mit Mama und einer Bekannter meiner Großeltern in der Großbeerenstraße indisch essen gewesen, danach Spaziergang im Gleisdreieck-Park, im Bürgeramt Tempelhof-Schöneberg Wohnsitz umgemeldet, Kaffeetrinken bei anderen Großeltern

12. Oktober: Masterarbeit erneut binden lassen, Shopping im Eastgate, Spaziergang im Park Biesdorf

Samstag, 6. Oktober 2012

Kreta

Zwei Tage nach Abgabe meiner Masterarbeit war ich bereits im wohlverdienten Urlaub auf Kreta. Mein Vater und mein Bruder hatten mich und meine Siebensachen ohne Umwege aus Münster abgeholt und nach Berlin chauffiert. Am Tag darauf saßen wir inklusive meiner Mutter im Flieger nach Kreta. Nach unserer Ankunft fuhren wir bei nächtlicher Stunde mit einem Mietauto zu unserer Unterkunft. Es handelte sich hierbei um eine ursprünglich von Hirten bewohnte Steinhütte, die sich in einer Ferienanlage im südostlichen Teil der Insel in der Nähe von Analipsi befand.

Am nächsten Morgen deckten wir uns zunächst mit dem Allernötigsten ein. Abgesehen von der Tatsache, dass es Sonntag war, hatten doch einige Geschäfte geöffnet. Gegen Mittag fuhren wir zum Strand von Xerokampos an der Ostküste Kretas, um dort erstmalig in das kristallklare Mittelmeer einzutauchen. Am nächsten Tag machten wir einen kurzen Stopp am Strand von Sitia und besichtigten danach die Ausgrabungsstätte Roussolakkos, eine ehemalige minoische Siedlung. Zum Mittag aßen wir leckeren Fisch aus dem Steinofen in einem Restaurant am Strand von Chiona. Dort verweilten wir noch einen Augenblick, bevor wir unsere Position zum Palmenstrand von Vai verlagerten.

Dienstags stand uns eine lange Autofahrt zur Lassithi-Hochebene bevor. Am Rande dieser Ebene befindet sich eine Höhle namens Dikteo Andro, in der angeblich Zeus geboren wurde. Auch wenn man nicht von diesem Mythos überzeugt ist, sind die angeleuchteten Stalagmiten und Stalaktiten allemal einen Besuch wert. Auf dem Weg zum Strand von Malia, wo wir den Nachmittag verbrachten, machten wir kurz Halt bei einer alten Platane mit einem Stamm von sagenhaften 18m Durchmesser. Am Mittwoch hingegen hielten wir uns in der Nähe unseres Appartements auf, nämlich am Strand von Makrigialos und in der Schmetterlingsschlucht. Letztere durchwanderterten wir fast bis zum Ende; kleinere Kletterpartien waren auch mit dabei. Von Schmetterlingen war allerdings keine Spur zu sehen.

Am Donnerstag durchquerten wir die nächste Schlucht, das sogenannte Tal der Toten. Diese touristisch gut erschlossene Schlucht war deutlich einfacher zu begehen. Von Toten war glücklicherweise keine Spur zu sehen. Auf halben Weg, d.h. nachdem wir die Schlucht hinabgewandert sind, konnten wir uns am Strand von Kato Zakros ausruhen. Nach der Wanderung, d.h. nachdem wir wieder hinaufgewandert sind, taten wir das am Strand von Xerokampos. An unserem letzten Tag wanderten wir von unserer Steinhütte die Schlucht hinauf nach Pefki. Oberhalb des Dorfes gab es eine kleine Kapelle mit einer Glocke, die sich mein Bruder nicht nehmen konnte zu läuten. Mittags kehrten wir in Pefki in eine Taverne ein, die sich nachträglich als beste unseres Urlaubs herausstellte. Nachdem wir die Schlucht wieder herabgestiegen sind, badeten wir am Strand von Makrigialos. Dort verbrachten wir auch den Samstagvormittag, bevor es am Abend mit dem Flieger zurück nach Berlin ging.

Donnerstag, 27. September 2012

Das 10. Semester

Das letzte Semester meines Studiums stand ganz im Zeichen meiner Masterarbeit. Auch wenn ich nicht - wie es in anderen Studiengängen der Fall ist - unbedingt auf Bücher angewiesen war, arbeitete ich vorrangig in Bibliotheken. Dort hatte ich meine Ruhe und war umgeben von Gleichgesinnten. Montags und freitags hielt ich mich meist in der Bibliothek der Wirtschaftsinformatik und im Physikgebäude auf, dienstags und donnerstags in der Zentralbibliothek, und mittwochs in der Geo-Bibliothek. Zwischendurch hatte ich mehrere Treffen mit meinen beiden Prüfern am Institut für Geoinformatik und mit meinen beiden Betreuern bei 52°North.

Im April schrieb ich eine vorläufige Einleitung und die Grundlagenkapitel. Die Analyse und konzeptionellen Kapitel folgten im Mai und im Juni. Von Mitte Juni bis Ende August programmierte ich dann eine prototypische Webapplikation, die den praktischen Teil meiner Arbeit darstellte. Zwischendurch hatte ich meine mündliche Masterarbeitsverteidigung und eine Präsentation über mein Externes Semester. In den letzten beiden Augustwochen führte ich noch eine Benutzerumfrage durch, um die entwickelte Applikation zu testen. Das Fazit und den Ausblick verfasste ich im September. Abgegeben habe ich die Arbeit schließlich am 27. September.

Gewohnt habe ich während dieser Zeit in einem Studentenwohnheim an der Steinfurter Straße. Mein ehemaliges Wohnheim an der Boeselagerstraße wurde leider abgerissen, daher musste ich in dieses ausweichen. Zwar lag das neue Wohnheim näher an der Innenstadt, dafür befand es sich an einer ziemlich lauten Kreuzung. Wie schon in Zürich und Wien teilte ich mir Küche und Bad mit mehreren Mitbewohnern. Es gab 16 Leute auf dem Flur, von denen viele während des Semesters wechselten. Mit einigen hatte ich mehr, mit anderen hingegen weniger bis keinen Kontakt. In den ersten beiden Wochen nach meiner Ankunft richtete ich mir mein Zimmer so gut es ging ein und besorgte mir fehlende Einrichtungsgegenstände, wie Bettzeug, Wäscheständer und Geschirrtücher. Einen Internetanschluss bekam ich erst in der vierten Woche. Anders als bei vorherigen Anbietern hatte ich während der gesamten Zeit allerdings keinen einzigen Ausfall zu beklagen.

Zu Ostern kamen mich meine Eltern und mein Bruder besuchen. Sie brachten mir noch ein paar Sachen nach, die ich alleine nicht transportieren habe können. Am Ostersonntag fuhren wir zum Schloss Darfeld, wo wir bei schönem Wetter eine 12km lange Wanderung unternahmen. Ostermontag war das Wetter bescheidener. Dennoch besichtigten wir den Nationalpark Hohe Mark, Haltern am See und das Schloss Nordkirchen. Anderthalb Wochen später stand mein Geburtstag an. Ich feierte mit sieben Gästen in meinem Wohnheim und servierte ihnen Schweizer Spezialitäten (u.a. Rivella). Den späteren Abend ließen einer der Gäste und ich in einem Münsteraner Club ausklingen.

Ende April fand die traditionelle Geoparty im Triptychon statt, an der ich nun zum dritten Mal teilnahm. Zum Vorglühen trafen ich mich mit einem Kommilitonen aus dem nachfolgenden Jahrgang bei einer anderen Kommilitonin. Auf der Party selbst waren jedoch nicht mehr allzu viele bekannte Gesichter zu sehen. Daher war es nicht verwunderlich, dass sich an einem Abend Ende Mai ein weiteres Treffen mit einigen Kommilitonen aus meinem Semester ergab, wo wir uns in der Ziege und im Blauen Haus über den aktuellen Stand unserer Masterarbeiten austauschten.

Um einen freien Kopf zu bekommen, ging ich alle ein bis zwei Wochen joggen. Ich hatte mir zu Beginn des Semesters neue Laufschuhe gekauft, da die alten bestimmt schon zehn Jahre auf den Sohlen hatten. Mit den neuen Schuhen gelang es mir, erstmalig die 10km Marke zu knacken. Hiervon motiviert, entschied ich mich im Juni am Leonardo-Campus-Run teilzunehmen. Ein Übungspartner aus dem ersten Semester, mit dem ich immer noch befreundet war und mit dem ich ab und zu joggen ging, hatte mich auf dieses Event hingewiesen. Ich meldete mich für eine Strecke von ebendiesen 10km an und absolvierte sie in einer Zeit von 56 Minuten. Damit lag ich zwar noch weit von den schnellsten Läufern entfernt, aber der Run mit allem Drumherum war in jedem Fall eine Erfahrung wert gewesen. Ebenfalls im Juni fand die Fußball-Europameisterschaft statt. Die Vorrundenspiele verfolgte ich per Public Viewing im Viva Sportscafé, in meinem Studentenwohnheim und in der Mensa am Aasee. Die Finalspiele schaute ich mir in Ruhe auf meinem Zimmer an.

Die englische Masterstudentin aus Zürich, die immer noch in Hamburg arbeitete, kam mich auch im Juni besuchen. Wir besichtigten gemeinsam die Innenstadt, den Saal des Westfälischen Friedens, den Markt am Domplatz, den zufällig an dem Wochenende stattfindenden Send und den Botanischen Garten. Danach fuhren wir mit dem Rad, das ich vorab von einer Kommilitonin für sie besorgt hatte, zu den Rieselfeldern. Auf dem Weg dorthin machten wir einen kurzen Zwischenstopp in einer englischen Wohnsiedlung, von der es aufgrund der Besatzungszeit nach dem zweiten Weltkrieg gleich mehrere in Münster gab. Zurück fuhren wir entlang des Dortmund-Ems-Kanals zur Mensa am Aasee und von dort zum Bahnhof.

Ansonsten kam es während des Semesters noch zu einigen kleineren Begebenheiten: Den Abend am Tag nach meiner mündlichen Masterarbeitsverteidigung zelebrierte ich mit dem oben genannten Übungspartner in der Atelier-Bar. Ein Brettspiel- und zwei Rollenspielabende kamen mit meiner ehemaligen Truppe zustande. Da ich es nicht zu ihrem Geburtstag geschafft hatte, trank ich zur Wiedergutmachung mit einer Rollenspielerin an einem Sonntagnachmittag in der Roestbar Zwo einen Kaffee. Anfang September fuhr ich mit dem Rad zur Burg Hülshoff, jener Burg, wo die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff aufgewachsen war. Hier besichtigte ich den Park und das in der Burg befindliche Museum, welches Details zu dem Leben und dem Schaffen der Dichterin preisgab.

Das war im Großem und Ganzen alles, was in Münster während meines zehnten Studiensemesters geschah. Meine Kurztrips nach Düsseldorf, Amsterdam, Berlin, Darmstadt, Stralsund, Zürich und Kiew in dieser Zeit habe ich übersichtshalber in separate Blogposts ausgelagert.

Montag, 13. August 2012

Kurztrip nach Zürich und Berlin

Nachdem klar war, dass ich meine erste Arbeit in Zürich antreten werde, habe ich mich umgehend auf die Wohnungssuche begeben. Aufgrund der Wohnungsknappheit ist es generell ein schwieriges Unterfangen. Über das Internet ist es sogar noch um einiges schwieriger, da Bewerbungsformulare bei vielen Wohnungen nur Vorort bei Besichtigungsterminen ausgegeben werden. Nichtsdestotrotz versuchte ich mein Glück und schrieb mein Wohnungsgesuch auf einer Internetseite aus. Nur ein paar Tage später meldete sich eine junge Dame, die ihre Wohnung aufgrund einer Amerikareise für 5 Monate untervermieten möchte. Da die Parameter der Wohnung soweit stimmten, schrieben wir uns ein paar Mails mit dem Ergebnis, uns in Zürich zu treffen, um dort alles weitere zu besprechen.


Acht Stunden dauerte die Zugfahrt von Münster nach Zürich. Umsteigen musste ich dabei nicht. So konnte ich entspannt an meiner Masterarbeit weiterschreiben. In Zürich holte mich meine Vermieterin in spe vom Hauptbahnhof ab und wir fuhren gemeinsam zu ihrer Wohnung. Nach einem Rundgang klärten wir alle Formalitäten und regelten Organisatorisches. Dies ging schneller als erwartet, sodass ich noch Zeit für einen kleinen Einkauf sowie einen kurzen Spaziergang entlang des Zürichsees hatte. Übernachtet habe ich bei einem Arbeitskollegen, der mir den Schlüssel für seine Wohnung gegeben hat. Am nächsten Tag machte ich noch einen kurzen Abstecher zum Grand Hotel Dolder und flog im Anschluss mit Flugzeug nach Berlin.


Für den Abend war bereits ein Abendessen bei meinen Großeltern eingeplant. Auch am folgenden Tag ging es munter weiter. Meine Cousine feierte ihren 10. Geburtstag und es gab wie üblich Kaffee und Kuchen. Fast alle meiner näheren Verwandten waren dort versammelt und es war schön, sie alle wiederzusehen. Die Zeit verging wie immer viel zu schnell. Am Nachmittag des nächsten Tages saß ich bereits wieder im Zug in Richtung Münster.

Montag, 30. Juli 2012

Kurztrip nach Stralsund

Während die meisten Leute im Sommerurlaub waren, musste ich weiterhin meine Masterarbeit schreiben. Ein bisschen Erholung davon gönnte ich mir jedoch an diesem Wochenende. Meine Eltern hatten sich für ein ein paar Tage ein Apartment in Stralsund gemietet, um dort ein Teil ihres Urlaubs zu verbringen. Das Apartment war groß genug, dass vier Personen darin Platz fanden. So fuhr ich mit meinem Bruder, der passenderweise gerade seine letzte Klausur überstanden hatte, nach Stralsund. Wie schon bei unserer letzten gemeinsamen Zugfahrt (siehe: Das 8. Semester) waren wir nicht unbedingt vom Glück verfolgt. Diesmal mussten wir den Wagen aufgrund einer defekten Klimaanlage wechseln. Aber auch im Ausweichabteil war es nur unwesentlich kühler als in einer Sauna.

Gut durchgekocht erreichten wir Stralsund, wo uns unsere Eltern bereits erwarteten. Dort wehte glücklicherweise ein frisches Lüftchen, sodass wir bald wieder Normaltemperatur erreichten. Am Abend gingen wir in ein Fischrestaurant essen und schlenderten noch ein wenig am Hafen entlang und durch die Stralsunder Altstadt. Während die anderen bereits in ihren Betten waren, schaute ich mir im Fernsehen die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London an. Als England-Fan war dies natürlich ein Muss. Zudem war es das erste Mal, dass ich mir eine Eröffnungsfeier in voller Länge angeschaut habe. Am nächsten Tag war ich dementsprechend müde. Es stand allerdings nichts Anstrengendes auf dem Programm. Dank schönen Wetters waren wir zuerst am Stand von Dierhagen Strand baden. Danach aßen wir in Ahrenshoop Mittag. Am Nachmittag waren wir in Prerow baden und liefen die lange Seebrücke einmal auf und ab.

Am Sonntag regnete es leider bis in den frühen Nachmittag. Wir verbrachten daher viel Zeit im Auto, schafften es aber dabei fast ganz Rügen zu umrunden. Wir fuhren über die Rügenbrücke, nahmen die Wittower Fähre und machten einen kurzen Fischbrötchen- Stopp in Lohme. Im Anschluss daran ging es nach Sellin. Dort besichtigten den Ort und die Seebrücke. Auf einem Waldweg entlang der Steilküste konnten wir einen Blick auf die berühmten Rügener Kreidefelsen werfen. Von Sellin aus machten wir uns auf den Rückweg nach Stralsund, bei dem uns sogar noch der Rasende Roland begnetete. Am Montag musste ich leider schon nach Münster zurückfahren. Vor meiner Abreise bestiegen wir noch den Kirchturm der St. Marienkirche, von dem sich ein schöner Rundumblick über Stralsund und die Umgebung bot.

Montag, 30. April 2012

Kurztrip nach Düsseldorf

Ein Vorteil beim Schreiben einer sechsmonatigen Masterarbeit ist, dass man sich seine Zeit frei einteilen kann. Ich versuchte allerdings so weit es ging, den üblichen Arbeitsrhythmus von meinem Praktikum, also unter der Woche zu arbeiten und das Wochenende dann frei zu haben, beizubehalten. Im ersten Monat war dieser Rhythmus - bedingt durch meine Anreise, Ostern und meinen Geburtstag - jedoch um einen Tag nach hinten verschoben.

So fuhr ich am Nachmittag des letzten Samstags im April nach Düsseldorf, um dort meinen Bruder zu besuchen. Meine Mutter, die durch den 1. Mai in den Genuss eines verlängerten Wochenendes kam, war auch dort. Wir beide übernachteten in einem Hotel in der Nähe des Wohnheims von meinem Bruder. Nach einigem Überlegen entschieden wir uns am nächsten Tag, einen Ausflug in den nordöstlichen Teil Düsseldorfs zu machen. Dort schauten wir uns zunächst ein paar Tiere im Wildpark Grafenberg an. Weiter ging es durch den Aper Wald zur Haltestelle Oberrath, wo wir in ein Restaurant einkehrten. Nach unserer Mahlzeit durchquerten wir Oberrath und liefen vorbei an einer Strafvollzugsanstalt zum Silbersee. Von dort aus spazierten wir zum benachbarten Grünen See und in den Erholungspark Volkardey. Schließlich fuhren wir mit der Straßenbahn wieder zurück zum Wohnheim meines Bruders.


Am Montagvormittag ging ich mit meiner Mutter in der Düsseldorfer Innenstadt shoppen. Meinen Bruder hatten wir bereits verabschiedet, da er vorlesungsbedingt in der Uni zugegen sein musste. Der Vormittag verging relativ schnell, sodass sich nach einem kleinen Mittagessen auch die Wege meiner Mutter und mir bald trennten. Sie fuhr mit dem Zug nach Berlin zurück und ich in Richtung Münster.

Samstag, 31. März 2012

Milder März

Nach dem Winterurlaub verbrachte ich vier Wochen in Berlin. Einen Tag nach unserer Rückkehr stand gleich der Geburtstag meiner Mutter an, bei dem sich wie üblich die Verwandtschaft bei uns versammelte. Mein Bruder war auch mit von der Partie, sodass es während der vier Wochen eigentlich nie wirklich langweilig wurde. 

Den größten Teil meiner Zeit in Berlin schrieb ich an einem wissenschaftlichen Artikel, der die Erkenntnisse meines Praktikums in Zürich zusammenfasste. Diesen konnte ich sowohl in mein Studium einbringen als auch bei einer Konferenz einreichen. Nebenbei begann ich, erste Literatur für meine Masterarbeit zu sammeln, die mein letztes Studiensemester ausfüllen sollte. Als Hobbyprojekt baute ich mir einen Server zusammen und richtete ihn ein. Darüberhinaus behob ich bei beiden meiner Großeltern Computerprobleme und passte eine Nacht auf meinen Opa auf, da meine Oma ausnahmsweise außer Haus war.

An den Wochenenden traf ich mich mit meinen Schulfreunden: Einen Abend verbrachte ich mit meinem besten Schulfreund und seiner Freundin in einem American Diner, einer Sushi Bar, einem Irish Pub und zuletzt im Flamingo Club. Mit drei Schulfreunden von meinem ersten Gymnasium habe ich mich zum Kaffeetrinken im Friedrichs 106 getroffen. An einem weiteren Abend schlürften mein bester Schulfreund, ein Schulfreund von meinem letzten Gymnasium und ich ein paar Cocktails im Aarti und im benachbarten Que Pasa. 

Die englische Masterstudentin, die ich in Zürich kennengelernt hatte, kam mich ebenfalls an einem Wochenende in Berlin besuchen. Vom Hauptbahnhof liefen wir entlang des Bundeskanzleramts, des Reichstags, des Brandenburger Tors und des Holocaust-Mahnmals zum Potsdamer Platz, ließen uns dort mit dem Panorama-Lift in luftige Höhen befördern, schlenderten durch das Sony-Center und über den Gendarmenmarkt, aßen dort ein Sandwich von der Friedrichstraße, kreierten eine Schokolade in der Rittersport-Welt, passierten die Prachtstraße Unter den Linden, besichtigten den Berliner Dom und die Nikolaikirche, spazierten über den Alexanderplatz und fuhren mit dem 100er Bus bis zum Zoo. Von dort ging es mit der S-Bahn zurück zum Hauptbahnhof.

Samstag, 3. März 2012

Winterurlaub in Davos

Den diesjährigen Winterurlaub verbrachten wir zum ersten Mal komplett in der Schweiz. Vor drei Jahren hatte ich bereits einige Pistenkilometer auf der Schweizer Seite des Skigebiet "Portes du Soleil" gesammelt. Für die anderen - meinen Bruder, meinen Vater, sein Studienkollegen, dessen Tochter und deren Freund - waren die Schweizer Pisten hingegen Neuland. Nur einen Tag nach Ende meines Praktikum holten mich mein Vater und mein Bruder aus Zürich ab, sodass sich meine Anfahrtszeit in den Urlaub auf rekordverdächtige anderthalb Stunden belief.

Das Gesamtskigebiet von Davos-Klosters ist zwar relativ groß, allerdings ist es in sechs kleinere Skigebiete unterteilt. In unserer Urlaubswoche schafften wir immerhin fünf von ihnen zu befahren: Parsenn, Jakobshorn, Pischa, Madrisa und die Schatzalp (in chronologischer Reihenfolge). Die einzelnen Skigebiete lassen sich gut untereinander mit dem Skibus und sogar mit der Eisenbahn erreichen. Auffallend ist die große Anzahl an Schleppliften, die bei meinem Vater stets Unbehagen verursachen. Um in eines der Teilskigebiete zu gelangen, muss man sich zunächst mit einer Berg- oder Gondelbahn an die 500 bis 1000 Höhenmeter hinaufliften lassen. Da wir abseits der Ferienzeit gefahren sind, waren die Pisten dementsprechend leer.

An unserem ersten Tag hatten wir Schnee und Nebel. Danach schien nur noch die Sonne - teilweise erreichten die Temperaturen im Tal die 20°C Marke. Die Schneeverhältnisse waren trotzdem noch recht akzeptabel, wenn man nicht gerade auf Südhängen oder in den unteren Lagen unterwegs war. Meine ausgeliehenen Skiern fuhren sich ausgesprochen schnell - alles in allem bewegten wir uns doch eher gemütlich fort. Abends fanden unsere üblichen Spielerunden statt. Spiel der Woche war die sogenannte Schweinerei, bei der man versucht, mit zwei Schweinchen-Spielfiguren möglichst ausgefallene Positionen zu erwürfeln. Unsere gemietete Ferienwohnung bot ausreichend Platz für uns sechs. Zudem hatten wir eine schöne Aussicht aufs Jakobshorn. Aufgrund des hohen Preisniveaus verpflegten wir uns ausschließlich selbst.

Detaillierte Berichte unseres Skiurlaubs lassen sich auf dem Schneehöhen-Blog nachlesen. Verfasser der Beiträge sind der Freund und die Tochter des Arbeitskollegen meines Vaters, die hierfür Fünftages-Skipässe, T-Shirts und ein Maskottchen gesponsert bekommen haben.

Freitag, 6. Januar 2012

Weihnachtsurlaub in Berlin

22. Dezember: Ankunft in Berlin

23. Dezember: vorweihnachtliche Besorgungen (z.B. Currywurst von Konnopke abholen), abends Kino

24. Dezember: mittags Tante, Onkel und Cousinen Geschenke vorbeigebracht, nachmittags mit Eltern Weihnachten zu Hause gefeiert

25. Dezember: mittags Entenbraten, nachmittags Kaffeetrinken mit Großtante und Cousine meiner Mutter

26. Dezember: mittags Gans im Restaurant "Bechsteins" in Erkner gegessen, nachmittags Kaffeetrinken bei Großeltern

27. Dezember: Carcassonne- und Black Stories-Spielerunde

28. Dezember: vormittags Opa zu Besuch, nachmittags kleinere Besorgungen im Eastgate

29. Dezember: Shopping in den Schönhauser Allee Arcaden

30. Dezember: Shopping in Eiche

31. Dezember: Silvester zusammen mit Großeltern und Onkel und Tante gefeiert

1. Januar: Geburtstagsfeier meiner Oma

2. Januar: in der Stadt mit ehemaligem Mitbewohner vom Freiwilligendienst getroffen

3. Januar: Schulfreundin besucht

4. Januar: Opa besucht

5. Januar: kleinere Erledigungen am Springpfuhl (z.B. bei der Sparkasse)

6. Januar: Rückflug nach Zürich

Montag, 31. Oktober 2011

Goldener Oktober

Der Oktober in Zürich gestaltete sich in vielerlei Hinsicht goldig. Den Anfang machten warme Temperaturen und ungewöhnlich schönes Herbstwetter. Ich erinnere mich gerne zurück, wie ich im T-Shirt, mit Sonnenbrille und einem guten Buch in der Hand auf einer Parkbank am Zürichsee mich von der Sonne bescheinen lassen habe. Da der Altweibersommer bekanntlich im September stattfindet, musste es sich hierbei wohl um den Altherrensommer handeln.


Ich habe allerdings nicht nur herumgesessen, sondern war auch viel unterwegs . Zum Beispiel habe ich einen längeren herbstlichen Spaziergang nach Weinegg und Seefeld unternommen, vorbei am Dolder Grand Hotel. Bei diesem muss man bestimmt einige Goldreserven besitzen, um dort abzusteigen. Auch meine Museumstour habe ich fortgesetzt. So war ich im focusTerra - dem Museum der Erdwissenschaften - sowie im Völkerkundemuseum. Bei ersterem waren sogar echtes Gold und weitere Edelsteine als auch ein bisschen Mondstaub ausgestellt, den Astronauten auf einer Apollo-Mission eingesammelt haben. Weniger spektakulär, aber dennoch für eine Abwechslung gut waren das Stadtarchiv - mit einem großen Stadtmodell von Zürich um 1800 - und die Archäologische Sammlung.


Mitte Oktober kamen mich meine Eltern für ein Wochenende besuchen. Ausgerechnet in dieser Zeit fielen die Temperaturen in einen herbstlich-winterlichen Bereich. Dafür blieb es aber trocken, sodass wir trotzdem unser geplantes Programm in die Tat umsetzen konnten. Am Vormittag des ersten Tages machten wir zunächst einen kleinen Rundgang durch die Stadt. Nachmittags ging es dann auf den Uetliberg und von dort aus weiter in Richtung Hotel meiner Eltern. Am folgenden Tag liehen wir uns Räder aus und fuhren damit nach Baden. Baden ist ein kleines, mittelalterliches Städtchen ungefähr 20km von Zürich entfernt, welches man bequem die Limmat abwärts erreichen kann. Dort angekommen schauten wir uns ein bisschen in der Stadt um, guckten uns die Therme an und stiegen auf eine alte Burgruine. Rückzu nahmen wir eine alternative Route, die uns mehr durch das Land führte. Am Abend hieß es dann schon Abschied zu nehmen, da meine Eltern meinem Bruder in Düsseldorf auch noch einen Besuch abstatten wollten.


Auf Arbeit lief alles seinen gewohnten Gang. Ich beschäftigte mich weitesgehend mit Kartengeometrien und Metadaten. Frischen Wind in unsere Arbeitsgruppe brachte eine Doktorandin aus Tschechien, die für einen Monat Forschung - größtenteils Literaturstudium - für ihre Dissertation nachging. In diesem Zusammenhang nahm mein Projektleiter sie und mich zu einer Professorin an der Universität nach Irchel mit, bei der einerseits ihre Doktorarbeit, andererseits unser Projekt besprochen wurde. An einem Abend in der Woche ergab sich ein nettes Treffen mit Arbeitskollegen aus einer anderen Arbeitsgruppe in einem Züricher Café. Ansonsten bekam ich noch von der ETH eine kostenlose Grippeimpfung spendiert. Im Gegenzug hatte ich eine Woche zuvor Blut gespendet (mein zweites Mal).


Am letzten Oktoberwochenende habe ich mich auf den Weg nach Einsiedeln gemacht. Dort gibt es ein Kloster zu besichtigen, dessen Innengestaltung wahrscheinlich schon den ein oder anderen Besucher zum Christentum übertreten ließ. Als ich ankam, fand gerade eine Messe statt, was diesen Eindruck noch verstärkte. Nach einer Stunde des göttlichen Segens fand ich schließlich doch den Ausgang und schaute mich noch ein wenig in der Umgebung um. Zum einen waren da die angrenzenden Stallungen, ein Denkmal für den heiligen Benedikt und ein kleiner Klosterladen. In der Stadt selbst war ich auf Anraten meines Projektleiters in einer Lebkuchen-Bäckerei, welche schon über Generationen hinweg Pilger mit Wegzehrung ausstattet. Ein Museum im hinteren Teil der Bäckerei dokumentierte dies. Auch ich habe mir eine Kleinigkeit für meine anschließende Wanderung mitgenommen. Und zwar ging es auf dem Jakobsweg - allerdings in umgekehrter Richtung - nach Pfäffikon am Zürichsee. Den ganzen Weg über boten sich wunderschöne Motive, die sich mit Worten nicht beschreiben lassen, deshalb möchte ich den Post mit einem Verweis auf das obige Fotoalbum beenden.

Sonntag, 28. August 2011

Die ersten zwei Wochen in Zürich

Für mein drittes Semester in meinem Masterstudium ist ein sechsmonatiges Praktikum vorgesehen. Laut Studienordnung können wir dieses an einer beliebigen Universität oder einem beliebigen Unternehmen absolvieren. Seit längerem habe ich mit dem Gedanken gespielt, die Gelegenheit für ein Auslandssemester in der Schweiz zu nutzen. Zum einen bin ich großer Fan der Berge und zum anderen ist die Schweiz für mich eine Art Mutterland der Geoinformatik.

Wie es der Zufall wollte, kam im Februar diesen Jahres eine E-Mail mit einer Stellenausschreibung von der ETH über unseren Institutsverteiler. Diese war zwar für erfahrene Softwareentwickler gedacht - wie ich nachher erfuhr, aber einen Praktikanten konnten sie auch noch gebrauchen. So bin ich also in Zürich gelandet. Die Wohnungssuche gestaltete sich im Endeffekt relativ unkompliziert, da ich einen Platz in einem Studentenwohnheim ergattern konnte. Dem voraus gingen aber mehrere Bewerbungen, die ich aufgrund der frühen Zusage wohl zu einem günstigen Zeitpunkt abschickt habe.

Bevor es aber mit dem Praktikum losging, habe ich erstmal Urlaub in Zürich gemacht. Dies kann ich nur jedem empfehlen, der ähnliches vorhat. So kann man einerseits die Gegend kennenlernen und andererseits organisatorische Dinge erledigen (wie die Wohnung anzumelden oder ein Bankkonto zu eröffnen). In der folgenden Auflistung, die meine ersten zwei erlebnisreichen Wochen in Zürich repräsentieren soll, habe ich mich jedoch nur auf ersteres beschränkt. Man kann sagen, dass ich jeden Tag etwas anderes unternommen habe:

Freitag, 12. August:
- Spaziergang durch Innenstadt zum Zürichsee

Samstag, 13. August:
- Wanderung auf den Käferberg (562m)
- Streetparade

Sonntag, 14. August:
- Landesmuseum Zürich besucht
- im Limmat geschwommen

Montag, 15. August:
- "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Teil 2" im Kino geguckt

Dienstag, 16. August:
- Wanderung auf den Zürichberg (676m)
- Kunsthaus Zürich besucht

Mittwoch, 17. August:
- Radtour um den Zürichsee (75km)

Donnerstag, 18. August:
- am Zürichhorn gelegen und gebadet

Freitag, 19. August:
- Wanderung auf den Adlisberg (701m)

Samstag, 20. August:
- Spaziergang zum Irchelpark

Sonntag, 21. August:
- mit dem Rad zur ETH-Hönggerberg gefahren

Montag, 22. August:
- Stadtrundgang mit meinem Bruder, der eine Woche zu Besuch kam

Dienstag, 23. August:
- Wanderung auf den Uetliberg (869m) und entlang des Planetenwegs

Mittwoch, 24. August:
- Zoologisch-Paläontologisches Museum besucht

Donnerstag, 25. August:
- Fahrradtour zum Zuger See (80km)

Freitag, 26. August:
- am Arboretum gelegen und gebadet
- Botanischen Garten besucht

Samstag, 27. August:
- Ausflug nach Winterthur

Sonntag, 28. August:
- Fahrradtour zum Greifensee (35km)

Da mein Vater mir seinen Fotoapparat ausgeliehen hat, gibt es endlich wieder ein paar Fotos zu sehen:

Freitag, 12. August 2011

Kurzer Aufenthalt in Berlin

Zwischen Semesterende in Münster und Praktikumsbeginn in Zürich verblieben mir noch drei Tage in Berlin. Viel ist während dieser kurzen Zeit allerdings nicht passiert. Bei meiner Ankunft habe ich einen Teil meiner Sachen bei meinen Großeltern ausgelagert, die mir dafür freundlicherweise eine Ecke in ihrem Keller zur Verfügung gestellt haben. Da die Behörden in Münster nichts mit meiner Wohnungsummeldung zu tun haben wollten, musste ich diese Formalität zwangsläufig in Berlin erledigen. Trotz angekündigter langer Wartezeiten auf den Bürgerämtern kam ich doch relativ zügig an die Reihe. Am selben Tag war ich noch bei meinem Hausarzt die Tetanus-Impfung auffrischen. Kurioserweise musste ich mir hierfür den Impfstoff selbst aus der Apotheke besorgen. Am Donnerstag war ich mit meiner Mutter im Lindencenter noch ein paar neue Sachen kaufen. Und am Freitag ging's dann schon ab nach Zürich.

Montag, 8. August 2011

Das 8. Semester

Im Gegensatz zum vorangegangen, eher theorielastigen Semester, war mein achtes Semester mehr praktischer Natur. Ich hatte zwei Studienprojekte am Start, drei Seminare, eine Vorlesung sowie eine Vorlesungsreihe. Zudem war ich Tutor im Kurs Referenzsysteme, den ich im Vorjahr besucht hatte. Alles zusammen füllte meine Woche gut aus. Sehr angenehm war dabei der Umstand, dass ich meistens bis 9 Uhr (aus)schlafen konnte, da die frühesten Kurse erst um 10 Uhr begannen.

Während des Semesters war abseits der Uni natürlich auch einiges los. So fanden sich gleich am Montag in der zweiten Woche alle Masterstudenten zum Grillen am Aasee ein. Meinen Geburtstag feierte ich am Samstag in derselben Woche im kleinen Rahmen in meiner Wohnung. Am Tag darauf besann ich mich, meine Laufschuhe wieder aus dem Schrank zu holen und mit dem Joggen zu beginnen. Dies machte ich mir daraufhin zu meiner wöchentlichen Gewohnheit und konnte mich so von anfänglichen 4 km auf bis zu 9,6 km steigern. Das Wetter war diesen Frühling und Frühsommer für Münsteraner Verhältnisse ausgesprochen gut, was diese sportliche Aktivität zusätzlich förderte. Auch mit dem Fahrrad konnte ich einige schöne Touren in der Umgebung Münsters unternehmen. Gerne hätte ich dabei das ein oder andere Motiv aufgenommen, doch durch den Verlust meines Smartphones im Winterurlaub war dies mir leider nicht vergönnt gewesen.

Über die vier Osterfeiertage fuhr ich zu meiner Familie nach Berlin. Auf der Hinfahrt habe ich mich mit meinem Bruder getroffen. Der Zug, den wir nahmen, hatte am Ende aufgrund von Bauarbeiten und eines "Personenschadens" sage und schreibe drei Stunden Verspätung. Nichtsdestotrotz traf ich mich am gleichen Abend mit drei Schulfreunden aus meinem ehemaligen Mathe-LK und wir ließen die Nacht gemütlich in einer Bar und einem Klub am Hackischen Markt ausklingen. Meinen Bruder hatte es leider nicht ganz so gut erwischt und musste die Feiertage krank im Bett verbringen. Da Ostern ziemlich spät in diesem Jahr lag, ergab sich endlich wieder die Gelegenheit, einen Geburtstag innerhalb der Familie mitzufeiern, und zwar den der Cousine meiner Mutter. Hier fand sich die gesamte nähere Verwandtschaft zusammen, sodass ich einige lang nicht mehr gesehene Gesichter wiedersah und die neuesten Neuigkeiten erfuhr. Meinen Osteraufenhalt rundete ich mit meiner Mutter in den "Gärten der Welt" ab, welche seit meinem letzten Besuch den ein oder anderen Garten hinzubekommen hatten.

Zu Himmelfahrt war es dann umgekehrt: Meine Eltern kamen zu Besuch nach Nordrhein-Westfalen.
Zuerst schauten sie gemeinsam mit meinem Bruder die Loreley am Rhein an. Einen Tag später trafen wir uns alle in Dortmund, wo wir uns ein Mietauto mieteten. Mit dem machten wir uns auf ins sagenumwobene Sauerland. Sagenumwoben deshalb, da schon in meiner Humangeografie-Vorlesung im dritten Semester immer ein leichtes Raunen durch den Saal ging, als der Professor das Sauerland erwähnte. Scheinbar sehen es hier viele Leute als eine Art grünes Paradies - im Gegensatz zum grauen Pott. Die Landschaft ist zwar recht nett anzuschauen, so mein persönlicher Eindruck, allerdings konnte ich mit den dortigen Erhebungen nicht so richtig identifizieren. Für Hügel (wie in England) sind sie zu groß und für Berge (wie in den Alpen) sind sie zu klein. Auf der Autobahnfahrt dorthin kamen sie mir zudem ziemlich gestaucht vor. Trotz alledem war der Aufenthalt, wenn auch nur kurz, eine willkommene Abwechslung zum Studienalltag. Am Nachmittag spazierten wir auf die Nordhelle, abends liefen wir entlang des angestauten Biggesees. Am nächsten Tag wanderten wir auf die Hohe Bracht. Die Nacht verbrachten wir in einer Hotelpension in Attendorn.

In den Pfingstferien war ich wiederum in Berlin. Mein Bruder hatte, obwohl er im selben Bundesland wie ich studiert, komischerweise keine Ferien. Daher musste ich mich wohl oder übel alleine auf den Weg machen. Im Zug (der diesmal sogar überpünktlich ankam) stand noch nicht wirklich fest, was ich in der mir zur Verfügung stehenden Zeit machen werde. Bald jedoch musste ich feststellen, dass dies die ereignisreichsten Pfingstferien meines Studiums werden sollten. Angefangen hat es mit einem Bowlingabend mit meinem besten Schulfreund und dessen Freundin in der Nähe vom Nollendorfplatz. Am Tag darauf waren meine Eltern und ich mit einer Arbeitskollegin meiner Mutter und deren Mann in Bernau Spargel essen. Zur besseren Verdauung spazierten wir noch an der Stadtmauer entlang, landeten aber letztendlich an unserer Ausgangsposition in einem Café. Die aufgenommenen Kalorien strampelten wir uns am nächsten Tag auf einer 40 km langen Radtour ab. Wir sind in die Stadt hinein bis zur Warschauer Straße gefahren, danach durch den Treptower Park und entlang des Teltowkanals bis nach Adlershof und von dort aus wieder zurück. Am Montag fand dann die fast schon zum Standardrepertoire meiner Ferien gehörende Rollenspielrunde statt. Allerdings gehörte sie mit vier Mitspielern eher zu einer der kleineren. Dienstag musste ich mich verstärkt mit Unikram auseinandersetzen, da auf diesen Tag die Deadline für einen vorläufigen Bericht fiel. Am Mittwochabend war ich kurz mit meinem Vater bei meinem Opa zu Besuch. Donnerstag war ich wiederum mit meinen anderen Großeltern verabredet. Wir waren zuerst in Neu Helgoland essen und haben danach eine kleine Schiffsrundfahrt über den Müggelsee unternommen. Am Freitagabend habe mich mit einem guten Schulfreund getroffen, den es arbeitsbedingt nach München verschlug. Da ich in Sachen Umzug in eine andere Stadt schon einige Erfahrungen gesammelt hatte, konnte ich ihm den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg geben. Samstag wären noch zwei weitere Treffen möglich gewesen. Ich habe mich jedoch dafür entschieden, vor meiner Rückreise noch ein wenig Energie zu tanken. So habe ich den Tag in Ruhe zu Hause verbracht.

Das war auch gut so, denn die finalen vier Wochen des Semesters standen bevor. In diesen musste soviele Präsentationen halten wie noch nie, und zwar gleich fünf an der Zahl. Dafür war nur eine Klausur fällig, die wahrscheinlich auch letzte meines Studiums. Des Weiteren musste ich noch zwei je fünfseitige Abschlussberichte verfassen sowie zwei Studienprojekte inklusive Dokumentation fertigstellen. Letzteres geschah allerdings in der dreiwöchigen "Nachstudienzeit" des Semesters. Nebenbei hatte ich es gewagt, zum ersten Mal Blut zu spenden. Ich war natürlich vorher ein wenig aufgeregt. Da ich mich aber im Vorfeld umfassend informiert habe und das Praxisteam sehr routiniert zu Werke ging, lief alles reibungslos ab. Ich hoffe, dass ich so einem Menschen helfen konnte und denke, dass ich zu gegebener Zeit wieder gehen werde.

An den letzten Wochenenden standen dann diverse Abschiedsfeiern an. Die erste war von einer Geografiestudentin, die es nach Dänemark zog, und drei ihrer Mitbewohnerinnen organisiert. Wie Mädchen nun mal sind, verließ keiner der vielen Gäste die Feier durstig oder gar hungrig. Mit meinem Informatik-Übungspartner aus dem ersten Semester war ich noch einmal abschließend joggen und anschließend in einem Münsteraner Club namens "Cuba Nova" das Tanzbein schwingen. Ich selbst habe meine Abschiedsfeier im BARzillus gefeiert. Ich muss sagen, dass es einer der nettesten Abend war, die ich in Münster verbracht habe. Den fünf Anwesenden sei dafür herzlich gedankt. Am folgenden Tag hieß es dann Koffer packen - allerdings sehr gemütlich, sodass am Nachmittag noch ein Kinobesuch drin war. Während des Semesters hatte ich es nur ein einziges Mal ins Kino geschafft. Meine Eltern kamen am nächsten Tag mit dem Auto, welches wir nun nach und nach randvoll beluden. Mein Bruder war auch kurzzeitig da und nahm ein paar Sachen für sich mit. Wie auch schon vor zwei Jahren hieß es nun Münster Lebewohl zu sagen. Bei meiner Abfahrt hatte ich allerdings das Gefühl, dass es wohl nicht das letzte Mal gewesen war.

Sonntag, 3. April 2011

Schwarz-gelbe Semesterferien

Nach dem anstrengenden siebten Semester war auch in den sich anschließenden Semesterferien von Erholung zunächst keine Spur. Es waren für zwei Kurse noch längere Abschlussarbeiten zu verfassen sowie eine Klausur und eine mündliche Prüfung zu bestreiten. Das bedeutete für die ersten drei Ferienwochen etwa mit dreiviertel der Arbeitsleistung wie während eines Semsters weiterzuarbeiten. Immerhin konnte ich das verbleibende Viertel nutzen, um einmal ins Kino, Schwimmen und Eislaufen zu gehen. An einem Nachmittag gab ich zudem einem Freund ein wenig Mathenachhilfe.

Ein ganz besonderes Highlight während dieser ersten Zeit war live bei einem Bundesligaspiel meines Lieblingsvereins, Borussia Dortmund, dabei zu sein. Schon seit meiner Schulzeit bin ich ein Fan der Schwarz-Gelben und habe ihnen in guten wie auch schlechten Zeiten die Daumen gedrückt. Aus den frühen Jahren resultiert auch ein Dortmund-Schal und eine Mütze (beides Geburtstagsgeschenke meiner Tante), die bei dem Spiel erstmalig aktiv zum Einsatz kamen. Sowieso war es das erste Spiel überhaupt, in dem ich in einem Stadion war. Dabei begleitet hat mich mein Bruder, ebenso ein Dortmund-Fan wie ich. Als gegnerisches Team war der 1. FC St. Pauli zu Gast. Bis auf eine Szene ging aber keine Gefahr von ihnen aus, sodass Dortmund das Spiel kontrollieren und einen klaren 2:0 Sieg erspielen konnte. Da die Tore in unterschiedlichen Halbzeiten fielen, konnten wir, in der Nordtribüne sitzend, eines direkt vor unseren Augen erleben. Die Stimmung war dementsprechend gut und es machte umso mehr Spaß, den noch verrückteren Fans auf der Südtribüne zuzuschauen. Nach Abpfiff des Spiels haben wir den Tag gemütlich in einer Pizzeria ausklingen lassen.

Weiter ging es in der vierten Woche mit einem Blockkurs über mobile Geodatenerfassung, in dem wir mit GPS-Geräten ausgestattet ausgewählte Objekte in Münster kartiert haben. Danach schloss sich mein Winterurlaub und eine Woche Aufenthalt in Berlin an. Bei letzterem gab es jede Menge an kleineren Dingen zu erledigen - wie die üblichen Kontrolluntersuchungen bei Ärzten, sodass sich nichts weiter Aufregedendes ereignet hat. Immerhin waren meine beiden Großeltern zu Besuch und ich habe meiner Mutter ihren Geburtstagwunsch erfüllt, mit ihr Shoppen zu gehen.

Zurück in Münster stand auch gleich der nächste Blockkurs vor der Tür. Diesmal ging es um die Verarbeitung, Speicherung und Darstellung von geographischen Daten. Am anschließenden Wochenende war Frühlingsputz angesagt, bei dem ich mein Fahrrad und Fenster vom Schmutz befreite, der sich über den Winter angesammelt hatte. Die letzte Woche wurde fast ausschließlich von der Vorbereitung eines Studienprojekts ausgefüllt. Über die gesamten acht Wochen der Ferien hin war das Wetter meist erstaunlicherweise gut. So konnte ich am letzten Wochenende vor Semesterbeginn noch eine 30km lange "Rund um Münster Tour" mit dem Fahrrad unternehmen.

Sonntag, 6. März 2011

Skifahren mit Stil

Dieses Jahr ging es zum Skifahren in das zweitkleinste Bundesland Österreichs, nach Vorarlberg. Genauer gesagt in das Örtchen Lech, welches Teil der Skiregion Arlberg ist. Dabei handelt es sich beim Arlberg jedoch nicht um einen Berg in dem Sinne, sondern um einen (laut Wikipedia) verkehrstechnisch wichtigen Pass. Weitere Orte mit diesem Zusatz und in diesem Skigebiet sind Zürs, St. Christoph, St. Anton und Stuben. Insgesamt zählt das Gebiet mit über 250 Pistenkilometern zu einem der größten in Österreich.

Doch nun genug der Allgemeinbildung, denn bevor es überhaupt nach Lech ging, war ein Zwischenstopp in Ulm angesagt. Dort habe ich mich mit meinen Eltern getroffen, die beide mit dem Auto aus Berlin kamen. Ich hingegen habe den Zug aus Münster genommen. In Ulm haben wir in einem kleinen Hotel übernachtet, doch zuvor haben wir uns natürlich noch ein bisschen in der Stadt umgeschaut. Denn in Ulm befindet sich der höchste Kirchturm der Welt. Von diesem soll bekanntlich auch ein gewisser Schneider einige Flugversuche unternommen haben. Wir sind allerdings auf dem Boden der Tatsachen geblieben und waren schon mit der Aussicht von dort oben zufrieden. Einige Wendeltreppen später waren wir noch entlang der Donau spazieren, haben einen Abstecher nach Neu-Ulm gemacht und waren abends noch in einem indischen Restaurant essen. Am nächsten Tag machte sich meine Mutter arbeitsbedingt mit dem Zug nach Berlin auf, mein Vater und ich fuhren mit dem Auto weiter in Richtung Alpen.

In Lech angekommen, gingen wir den fast schon zur Routine gewordenen Tätigkeiten nach: Skier ausleihen, Skipässe besorgen und einkaufen. Zum Mittagessen gab es einen außergewöhnlich guten Topfenstrudel aus einer Bäckerei. Abends trafen dann auch der Studienfreund meines Vaters sowie ein Bekannter von ihm ein, mit denen wir gemeinsam die Woche verbrachten. Beide hatten in der Nacht zuvor mit einer Lebensmittelvergiftung gekämpft, nachdem sie in einem ägyptischen Restaurant essen waren. Glücklicherweise ging es dem einen gleich und dem anderen nach einem Tag wieder besser.  Beherbergt waren wir vier in der Pension Widderstein. Sowohl unser Zimmer als auch unsere Wirtsleute waren hier sehr nett. Insgesamt handelt es sich bei Lech um einen recht nobles Örtchen, was sich vor allem in den Restaurantpreisen und den Schaufensterauslagen widerspiegelt. Da wir uns im Vorfeld mehr auf das Skigebiet konzentriert hatten, fiel uns dies erst nach und nach auf. Zur Mittagsjause ließen wir daher die Bauden (bis auf deren Bänke) links liegen und verpflegten uns selbst. Unser Vorgehen wurde durch das Wetter unterstützt, welches nahezu optimal war. Wir hatten 5 Tage Sonnenschein, es war nicht zu heiß und auch nicht zu kalt. Trotz guten Wetters wurde mein Skifahrvergnügen ein wenig getrübt, da ich gleich am ersten Tag mein neues Smartphone verloren habe. Bei einer Bergstation ist es mir wohl beim Skischuhe zu machen aus der Tasche gerutscht und hat so wahrscheinlich den Besitzer gewechselt. Aus unerklärlichen Gründen muss ihm die Schutzhülle nicht gefallen haben, denn diese tauchte am nächsten Tag an der Talstation wieder auf. Im Skigebiet selbst sind wir alle im ersten Abschnitt erwähnten Orte erlaufen. Teilweise nahmen wir dazu die kleinen Skibusse, z.B. um über Zürs nach Alpe Rauz zu fahren. Vormittags war der Schnee meist sehr gut, nachmittags sollten die Südhänge allerdings umfahren werden.

Abschließend ein paar Fotos unseres stilvollen Urlaubs:

Freitag, 4. Februar 2011

Semester No. 7

Das siebte Semester - oder besser gesagt mein erstes Semester im Masterstudiengang - hatte es echt in sich. Mir persönlich kam es vor wie eine Mischung aus meinem erstem und fünftem Semester. Dies lag vermutlich daran, dass wieder einmal eine Fülle an Vorlesungsinhalten zu bewältigen war, in Kombination mit ziemlich zeitintensiven Übungen. Dafür konnte ich auch einiges dazulernen, wie z.B. neue Programmiersprachen und nützliche Geoinformatik-Tools. Was aber sonst noch so alles neben dem Studium passiert ist, ist nachfolgend beschrieben.

Noch vor Beginn der Vorlesungen habe ich mich mit einem ehemaligen Informatik-Übungspartner getroffen, den ich im ersten Semester kennengelernt habe. Er hatte noch an einer Klausur zu knabbern, daher gab ich ihm - so gut ich konnte - ein wenig Klausurnachhilfe. Am Wochenende danach kamen meine Eltern zu Besuch, die zuvor meinen Bruder in Düsseldorf besucht hatten. Gemeinsam sind wir in die Baumberge, einem Höhenzug in der Nähe von Münster, gefahren, wo wir zunächst gut gespeist und dann eine Rundwanderung zum Longinusturm (siehe Foto) unternommen haben. Ende Oktober stand ein erstes Treffen für alle Masterstudenten in Geoinformatik an, wo wir in einer Bar namens Cavete einen netten Abend verbracht haben. Insgesamt sind wir 10 Leute in unserem Jahrgang, davon 6, die ihren Bachelor in Münster gemacht haben, und 4, die von anderswo herkommen.

Zu Allerheiligen habe ich mich mit meinem Bruder in Oberhausen getroffen. Zuerst waren wir dort gut in einem griechischem Restaurant essen. Danach haben wir uns in einem ehemaligen Gasometer eine Ausstellung über das Weltall angeschaut. Weiterhin im November war ein netter Spieleabend im Wohnheim einer befreundeten Studentin. Anfang Dezember bekam ich offiziell mein Bachelorzeugnis überreicht. Die dazugehörigen Feierlichkeiten hielten sich jedoch in Grenzen und waren nicht ansatzweise mit dem Abiball zu vergleichen. Zwei Wochen darauf habe ich seit langem einige meiner Münsteraner Rollenspielfreunde wiedergesehen. Zu einer Rollenspielrunde kam es allerdings nicht, dafür gab es genügend anderes zu erzählen. Vor den Weihnachtsferien ließ ich natürlich die alljährlich von unserer Fachschaft organisierte Weihnachtsfeier, die traditionell in einem unserer Hörsäle stattfindet, nicht aus.

Zu Weihnachten ging es dann nach Berlin. Aufgrund von massivem Schneefall und teilweise Eisregen verzögerte sich meine Anreise um fast zwei Stunden. Mein Bruder hatte jedoch ein schwereres Los gezogen. Er kam mit einem halben Tag Verspätung an und verpasste dadurch Heiligabend, den wir bei meiner Tante feierten. Zu den beiden Weihnachtsfeiertagen waren wir aber dann alle wieder vereint und verbrachten diese - wie gewöhnlich - bei unseren Großeltern. Zweimal während der Ferien kam eine Rollenspielrunde zustande, was aufgrund der verschiedenen Terminkalender aller Beteiligten nicht allzu  selbstverständlich ist. Daher freuten wir uns umso mehr, als wir dieses Kunststück vollbracht hatten. Bei einer Mitspielerin, einer ehemaligen Klassenkameradin von mir und übrigens einer sehr guten Gastgeberin, feierte ich in das neue Jahr hinein. Für eine Überraschung während meiner zwei Wochen in Berlin sorgte die Firma, bei dem mein Vater meinen Laptop zur Reparatur abgeben hatte. Nach über vier Monaten hatten sie ihn tatsächlich wieder zum Laufen gebracht. Grund war nicht wie zuerst vermutet der Monitor oder die Grafikkarte, sondern lediglich ein defekter Anschluss auf dem Mainboard.

Dafür hatte ich, zurück in Münster, wieder einmal Pech mit dem Internet. Innerhalb eines halben Jahres ist es  zum vierten Mal komplett ausgefallen. Da hatte selbst die Betreiberfirma Mitleid und gab mir eine kleine Gutschrift als Entschädigung. Insgesamt war der Januar recht trostlos und ereignisarm. Neben zwei Klausuren in der letzten Woche des Semesters waren zuvor noch drei Abschlusspräsentationen fällig, sodass meine Wochenenden größtenteils aus deren Vorbereitung und Lernen bestanden. Daher war ich recht froh, als das Semester endlich vorbei war.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Semesterferien (Part III) – Düsseldorf

Die letzte Woche meiner Semesterferien verbrachte ich in Düsseldorf. Mein Bruder hat dort mit seinem Studium begonnen und ist - wie ich vor drei Jahren - in eine neue Wohnung gezogen. Bekannterweise gibt es hierbei jede Menge zu erledigen, zum Beispiel müssen allerlei neue Einrichtungsgegenstände besorgt werden. Daher sind meine Eltern und ich angereist, um ihn dabei tatkräftig zu unterstützen. Unsere gemeinsame Einkaufstour durch verschiedene Geschäfte nahm gleich einen ganzen Tag in Anspruch.

Am folgenden Tag mussten meine Eltern arbeitsbedingt schon abreisen, sodass wir leider außer einem kleinen Stadtrundgang nichts weiter unternehmen konnten. Ich hingegen blieb noch vier Tage länger, um Düsseldorf und die umliegenden Städte näher zu erkunden. Da ich in dem Sinne noch keinen richtigen Urlaub gehabt hatte, war dies ein schöner Ausklang meiner Semesterferien. Nachfolgend sind die interessantesten Sehenswürdigkeiten aufgelistet, die ich in den jeweiligen Städten innerhalb des angegebenen Zeitraums besichtigt habe. In dem Fotoalbum gibt es die dazu passenden Fotos.

Düsseldorf

Düsseldorf (2 Tage): Königsallee, Rheinuferpromenade, Rheinturm, Medienhafen, Altstadt, Heinrich-Heine-Haus, Schloss Benrath
Ratingen (1/2 Tag): Blauer See, Stinkenberg, Poensgenpark, Stadtzentrum
Köln (1 Tag): Dom, Römisch-Germanisches Museum, Altstadt, diverse Kirchen und Römerbauten, RTL Zentrale, Rheinbrücke
Wuppertal (1/2 Tag): Stadtzentrum, Schwebebahn, Zoo

Freitag, 1. Oktober 2010

Semesterferien (Part II) – Berlin

Nach abgeschlossener Bachelorarbeit verblieben mir noch fünf weitere Ferienwochen. Eigentlich hatte ich für diese Zeit ein kleines Praktikum vorgesehen. Dieses hat sich jedoch aufgrund von zeitlichen Regelungen des Unternehmens nicht ergeben. Im Nachhinein betrachtet war dies vielleicht auch besser, sodass ich mir eine Erholungspause zwischen Bachelor- und Masterstudium gönnen konnte. Also fuhr ich einen Tag nach Abgabe der Bachelorarbeit zu meinen Eltern nach Berlin.


Es sollte sich herausstellen, dass die Highlights gleich zu Beginn meines Aufenthalts stattfinden sollten. Zum einen habe ich einen der schönsten Clubabende mit meinem besten Schulfreund im Kosmos erlebt. Hier hat fast alles gestimmt, vor allem aber die Musik und die Stimmung. Zum anderen war ich mit meinem Bruder auf der Internationalen Funkausstellung, der IFA. Dort haben wir die neueste 3D-Technik begutachtet und allerlei Häppchen abgestaubt.


Ansonsten stand das übliche Ferienprogamm auf der Tagesordnung: Besuche bei den Großeltern, Kino, Shopping, Frisör und ein bisschen Sport. Da das Wetter bis auf ein paar Ausnahmen recht annehmbar war, konnte ich auch einige Spaziergänge und Radtouren (durch Marzahn, Hellersdorf und Köpenick)  unternehmen. In den letzten beiden Wochen habe ich mich mit zwei Freunden getroffen, die ich während meines Freiwilligendiensts in England kennengelernt habe. In schönen Erinnerungen schwelgend sind wir durch die Stadt gezogen und haben uns Sehenswürdigkeiten Berlins angeschaut. Eine Rollenspielrunde kam dagegen leider nicht zustande. Dafür habe ich ein kleines Programm für Smartphones mit dem Betriebssystem Android geschrieben und endlich einen Schrank mit ehemaligen Spielsachen in meinem Zimmer ausgeräumt.

Samstag, 31. Juli 2010

Das sechste Semester

Vor diesem Semester dachte ich, mir stünde angesichts des schönen Stundenplans ein insgesamt entspanntes halbes Jahr bevor. Doch bald musste ich feststellen, dass dem leider nicht so war. Fast bei jedem Kurs wurden die durch die Credit Points vorgebenen Zeitvorgaben deutlich überschritten. Dies geschah einerseits durch zeitintensive Übungsaufgaben, andererseits mussten für zwei Kurse nahezu in jeder Woche längere, wissenschaftliche Texte gelesen werden. Hinzu kamen durchschnittlich zwei bis drei Projekt-, Übungs- oder Arbeitsgruppentreffen, welche meist nicht gerade zur Produktivität beitrugen. Es gab aber auch eine positive Seite des Semesters: So waren am Ende lediglich zwei kleinere Klausuren und zwei abschließende Berichte zu schreiben. In diese Zeit fiel auch die Bewerbung für den Master, bei der es wieder einmal jede Menge (bürokratische) Formalitäten zu erledigen gab.

Ein bisschen Abwechslung von dem Semester verschaffte mir glücklicherweise die Fußball-WM. Wie viele andere war auch ich überrascht, wie sich die deutsche Nationalelf zum dritten Platz spielte. Drei der Spiele habe ich an unterschiedlichen Public-Viewing Plätzen in Münster gesehen, die anderen vier sowie die der anderen Mannschaften in Ruhe von zu Hause. Am letzten Juni-Wochenende war ich noch einmal kurz in Berlin. Mein Bruder hatte seinen Abiball, zu dem ich natürlich gerne angereist bin. Zum einen hatte mein Bruder ein recht gutes Zeugnis vorzuweisen, zum anderen ich die Gelegenheit, seinen Schulfreunden, von denen ich einige von früher kannte, alles Gute zu wünschen. Zufällig habe ich auch Leute aus meinem Jahrgang getroffen, die so wie ich ihre Geschwister begleiteten. Nach diesem Ereignis folgte ein kurze Phase sehr hoher Temperaturen, die sich später als Sommer herausstellen sollte. In dieser heißen Zeit war ich zweimal Schwimmen, da andere sportliche Betätigungen nicht in Frage kamen. Dafür eignete sich das Wetter davor und danach hervorragend fürs Joggen, sodass ich meine Langstreckenfähigkeiten gut ausbauen konnte. Vielleicht hat aber auch mein neues Smartphone einiges dazu beigetragen, bei dem ich nun Route, Geschwindigkeitsverlauf, Entfernung und Zeit verfolgen kann.

Montag, 31. Mai 2010

Thiesi reiste jüngst zu Pfingsten

… wieder einmal nach Berlin. Und hat sich genau wie Bolle, ganz köstlich amüsiert. Allerdings kam es dabei zu keinerlei Schlägereien, sondern zu jenen Aktivitäten, die man schon fast als feste Standards betrachten könnte. So begann alles am Donnerstag mit einem Kinobesuch, wo ich mir gemeinsam mit meinem Bruder den zweiten Teil von Ironman angeschaut habe. Seinem Vorgänger steht dieser Film in nichts nach, vor allem war die Hintergrundmusik an einigen Stellen sehr passend. Am Freitagabend hat sich spontan ein Treffen mit ein paar meiner alten Schulfreunde in einer Bar in der Warschauer Straße ergeben. Es war ein ziemlich hochprozentiger und entsprechend lustiger Abend, die Stimmung wurde jedoch leider ein wenig von der überaus unfreundlichen Bedienung getrübt. Am Pfingstsonntag fand eine kleine, aber feine Rollenspielrunde statt, nach der ich endlich wieder einmal das Gefühl hatte, ein bisschen mehr als gewöhnlich geschafft zu haben. Der geplante Familienspaziergang um den Malchower See fiel am Pfingstmontag sprichwörtlich ins Wasser. Petrus meinte es nicht gut mit uns und ließ es, eine Minute nachdem wir aus dem Auto gestiegen waren, aus allen Kübeln schütten. An den folgenden Tagen war das Wetter aber annehmbarer, sodass ich in aller Ruhe meine Großeltern zu Kaffee und Kuchen besuchen konnte. Mein Bruder, der seine letzte Abiprüfung hinter sich gebracht hatte, war beidermals auch mit. Aus einem Gefühl heraus machte mich nicht - wie gewohnt - am Sonntag, sondern bereits am Samstag auf die Rückfahrt nach Münster. Und das war auch gut so, um dem nicht vorhersehbaren Lena-Hype in Hannover, einer Zwischenstation meines Zuges, am Folgetag zu entgehen.