Dienstag, 20. Oktober 2009

Mein neuer Stundenplan (5)

Damit alle sehen können, dass ich als Erasmus-Student auch ein bisschen studiere, gibt es hier meinen neuen Stundenplan:

Hinzu kommen noch eine Übung in Computergraphik 1 (2h) und ein Projektpraktikum (4h), deren Zeiten ich mir selbst einteilen kann. Des Weiteren findet an einem Wochenende im November eine als Blockkurs abgehaltene Vorlesung zu Projektmanagement statt.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Die letzte Woche

In den vergangenen Woche ist zwar nicht so viel passiert wie in den ersten drei Tagen, trotzdem sollte sie nicht vegessen werden.

Freitag, 2. Oktober:
zur Erasmus Welcome Party in der TU gegangen, danach im Clubschiff am Donaukanal weitergefeiert

Samstag, 3. Oktober:
Spaziergang über das Messe-Gelände und durch Prater

Sonntag, 4. Oktober:
Spaziergang auf der Donauinsel und am Stadion vorbei

Montag, 5. Oktober:
Vorlesungsbeginn - erstes Seminar gehabt

Dienstag, 6. Oktober:
Büro des Reinigungspersonals im Wohnheim aufgesucht, dort Inventarliste abgegeben und Waschkarte besorgt

Mittwoch, 7. Oktober:
vormittags Shopping in der Mariahilferstraße,
abends geführte Erasmus Citytour mitgemacht

Donnerstag, 8. Oktober:
Erasmus-Videoabend: "L'auberge espagnole" und "Wiedersehen in St. Petersburg" geguckt

Freitag, 9. Oktober:
österr. Studenten-Bankkonto angelegt,
im Wohnheim Waschmaschinen und Trockner ausprobiert

Samstag, 10. Oktober:
Spaziergang in ehemaliger Wohngegend meines Vaters,
abends Oktoberfest-Party im Wohnheim

Sonntag, 11. Oktober:
Spaziergang im Augarten

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Die drei ersten Tage in Wien

Hier sind die Notizen zu meinen drei ersten, ereignisreichen Tagen in Wien:

Tag 1:
  • von Berlin nach Wien geflogen - eine Stunde Flugzeit
  • im Etap-Hotel eingecheckt - dieses befand sich leider an einer sehr lauten Hauptstraße
  • erstes Mittagessen in Mensa - das Menü kostet 5€ und schmeckt ziemlich fad
  • Erasmus-Orientation-Session - Anmeldeformalitäten erklärt bekommen
  • im Internet-Café cookie gesurft - zum Preis eines Getränks
  • in Billa (österr. Supermarkt) und Bipa (österr. Drogerie) eingekauft - Latella, Topfengolatschen, Almdudler, ...
  • ORF (österr. Fernsehsender) Nachrichten geguckt - ZIB (Zeit im Bild)
Tag 2:
  • vorläufigen Studentenausweis besorgt - das Büro, in dem ich hierfür war, hat eher an einen Bankschalter erinnert
  • Wien-Stadtplan gekauft - Pflichtlektüre für einen Geoinformatiker
  • für den Internet-Zugang an der Uni registriert - sehr lustig dies an Computern ohne Sonderzeichen zu machen, besonders wenn man eine E-Mail-Adresse angeben möchte
  • Kurse im Online-System angemeldet - durch Glück noch in einen zuvor ausgebuchten Kurs hineingerutscht
  • mit Prof. Frank (dem Leiter des hiesigen Geoinformatik-Instituts) getroffen - um ein von ihm betreutes Projekt zu besprechen
  • Semesterticket gekauft - macht echt Spaß in Wien mit der U-Bahn zu fahren
  • organisatorische Dinge für die Uni erledigt - Hörsäle raussuchen, Literatur sichten, ...
Tag 3:
  • Schlüssel bei Wohnraumverwaltung abgeholt - 1 1/2 Stunden gewartet
  • ins Wohnheim eingezogen - Zimmer gut ausgestattet, alles in allem ok
  • beim Meldeamt die Wohnung angemeldet - 3/4 Stunde gewartet
  • zwei Bescheinigungen in einem Copy-Shop in der Millenium City (Wiener Shoppingcenter) ausgedrucken lassen - 3€ dafür bezahlt, und das war schon runter gehandelt
  • in einem anderen Meldeamt einen Antrag zur Aufenthaltsgenehmigung eingereicht - wieder eine 3/4 Stunde gewartet
  • neue Mitbewohner kennengelernt - ein Engländer, ein Italiener und ein Deutscher, alle drei ganz nett
  • zusammen mit noch anderen Wohnheimbewohnern Einstand gefeiert - in der Salzbar, nähe Schwedenplatz

Sonntag, 27. September 2009

Semesterferien in Berlin und Münster

Nach meinem Urlaub auf La Palma verbrachte ich meine Semesterferien in Berlin. Dort standen einige Routine-Checks bei Ärzten auf dem Programm. Heraus kam dabei glücklicherweise nichts Weltbewegendes, außer dass ich mir eine neue Brille anfertigen lassen musste. Natürlich habe ich mich auch wieder mit vielen Verwandten und Freunden getroffen, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Es kam zu einer großen Rollenspielrunde, bei der dieses Mal alle dabei gewesen waren. Wir hatten sogar kurzzeitig noch einen Gast zu Besuch. An anderen Tagen habe mich mit Leuten verabredet, die ich zu unterschiedlichen Abschnitten meines Lebens kennengelernt habe: zuerst mit meinem Zimmernachbarn beim Freiwilligendienst, danach mit einem Kumpel aus der Grundschule und zum Abschluss mit meinem besten Freund vom Gymnasium. Den größten Teil meiner Zeit habe ich aber für mein Institut gearbeitet und für meine letzte Klausur gelernt. Für diese war ich noch eine Woche in Münster gewesen. Nachdem ich sie absolviert hatte, konnte ich mich noch in Ruhe von meinen Kommilitonen, Mitarbeitern vom Institut und meinen Freunden in Münster verabschieden. Im Anschluss daran hat mich mein Vater mit dem Auto abgeholt, womit wir den restlichen Kram meiner Bude nach Berlin befördert haben. Dort angekommen gab es noch einige kleinere Dinge zu erledigen und einige Vorbereitungen für Wien zu treffen.

Dienstag, 22. September 2009

Ich bin Münster

Nach zwei Jahren meines Lebens in Münster ist mir die Stadt doch ein bisschen ans Herz gewachsen. Deshalb habe ich nun zwei Top 5 Listen an Orten zusammengestellt, bei denen ich eine besonders enge Verbindung zu der Stadt gespürt habe. Jedem, der einmal in Münster gewohnt oder studiert hat, sind diese Dinge bestimmt auch schon einmal (unterbewusst) aufgefallen. Allen anderen stehe ich natürlich für weiterführende Erklärungen gerne zur Verfügung.
So, here we go:

Ich bin Münster, wenn ich...
  1. mit dem Fahrrad unterwegs bin. Egal ob über die Kreuzung an der Aegidiistraße, um den Ludgerikreisel oder die Promenade, Münster ist die Fahrradstadt Nr. 1. Wo sonst muss man an hochfrequentierten Plätzen teilweise minutenlang nach einem geeigneten Stellplatz suchen und befürchten, dass man anschließend sein Rad nicht mehr wiederfindet?
  2. um den Aasee jogge. Am liebsten nachmittags, wenn es nicht zu warm oder kalt bzw. zu hell oder dunkel ist.
  3. vorne in einen Bus einsteige und beim nach hinten Durchlaufen feststelle, dass das Alter der Fahrgäste immer weiter abnimmt.
  4. von einer plötzlich auftauchenden Kirche überrascht werde, die sich besonders gerne in den innenstadtnahen Vierteln hinter gründerzeitlicher Bausubstanz versteckt.
  5. eingeregnet werde. Vom kurzen Schauer bis zum drei Tage am Stück anhaltenden Regen, vom leichten Nieselregen bis zum tropischen Monsunregen ist alles dabei; und das meist nicht zu knapp.
Ich bin Student in Münster, wenn ich...
  1. im Freihandmagazin im Untergeschoss der ULB nach einem Buch suche. Erlaubtes Hilfsmittel: Kleiner Zettel, auf dem die Signatur des Buches steht.
  2. in der Mensa am Aasee esse. Alle Auszeichnungen sind berechtigt: das Essen schmeckt sehr lecker und die Atmosphäre ist sehr angenehm.
  3. über den großen Platz vorm Schloss fahre und das Glockenspiel erklingt. Ich meine sogar einmal ein Lied von Scooter herausgehört zu haben.
  4. beim Betreten des CIP-Pools in der Informatik von der stickigen Luft erschlagen werde und davor die Leute bemitleidet habe, die auf der Brücke Mathe-Übungszettel rechnen müssen.
  5. mich entscheide, statt des ruckelnden Fahrstuhls im Hüfferstift doch lieber die Treppe zu nehmen.