Sonntag, 18. November 2007

Meine 17,5m²

"Ein Bild sagt mehr als tausende Worte." Für alle, die wissen wollen, wie meine kleine Wohnung aussieht, klickt einfach auf das Foto-Album:
Meine "vier Wände"

Donnerstag, 1. November 2007

Bei Marci in Bielefeld

Am heutigen Feiertag Allerheiligen, den ich zum ersten Mal in meinem Leben auch wirklich frei hatte, bin ich mit dem Zug über Hamm nach Bielefeld gefahren. Für die Fahrt dorthin musste ich dank meines Semestertickets keinen Cent bezahlen. Auf einem Bahnsteigs des Bielefelder Hauptbahnhofs erwartete mich bereits mein Großcousin Marcus, der hier seinen Zivildienst als Hausmeistergehilfe in einem Altenheim absolvierte. Auch dabei war seine Freundin Anne, die sich beim Evengelischen Johanneswerk, einem der größten diakonischen Träger Europas mit Sitz in Bielefeld, ausbilden ließ. Gemeinsam fuhren wir zu Annes Wohnheim, von wo wir zu Fuß aus zu einem Burger King marschierten, für den Marcus preisgünstige Gutscheine besaß. Gefüllt mit Burgern, Fritten und Cola machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt, in der aufgrund des Feiertages nicht viel los war. Daher erklommen wir einen Hügel, auf dessen Spitze die Sparrenburg stand. Von dort oben hatten wir eine schöne Aussicht auf die Stadt und den umliegenden Teutoburger Wald. Außerdem konnte man zwei andere Dinge erkennen, für die Bielefeld sich auszeichnete. Dies waren einerseits der Firmensitz von Dr. Oetker, andererseits die Von Bodelschwinghsche Anstalten Bethel, einer kirchenlichen Einrichtung zur Betreuung von behinderten Menschen. Durch die Fußgängerzonen und das neue Bahnhofsviertel ging es zurück zu Marcus‘ Auto, mit dem wir zu seiner Wohnung am Stadtrand fuhren. Dort spielten wir ein kleines Pokerturnier, welches ich in einem spannenden Headsup mit Marcus mit viel Glück beim letzten Blatt gewinnen konnte. Dann aßen wir noch selbstgefüllte Blätterteigtaschen zum Abendbrot und danach wurde es auch schon Zeit, mich auf den Rückweg nach Münster zu begeben.

Montag, 29. Oktober 2007

Mein Stundenplan (1)

Mein Stundenplan besteht aus vier verschiedenen Fächern. In Mathematik und Informatik finden jede Woche je zwei Vorlesungen statt, in Geoinformatik und General Studies jeweils eine. In Mathe behandeln wir Analysis, in Informatik beschäftigen wir uns mit Programmiersprachen, in Geoinformatik werden uns deren Grundlagen näher gebracht und in General Studies lernen wir Studien- und Arbeitstechniken für Geowissenschaftler kennen. Für jedes Fach müssen Übungsaufgaben bearbeitet werden, die Woche für Woche eingesammelt und bewertet werden. Bei der Anfertigung kann man sich in Übungsgruppen, bestehend aus zwei bis drei Leuten, zusammenfinden, um zu versuchen die ziemlich zeitaufwendigen und umfangreichen Aufgaben gemeinsam zu lösen. Die abgegebenen Aufgaben werden von einem Übungsleiter, einem Studenten eines höheren Semesters, kontrolliert und in der Übung ausgewertet.

Die Zeitangaben sind alle c.t. (cum tempore = mit Zeit), zum Beispiel bedeutet 8 - 10 Uhr eigentlich 8.15 - 9.45 Uhr. Dass eine Veranstaltung s.t. (sine tempore = ohne Zeit) angefangen hat, also genau pünktlich ist bei mir noch nicht vorgekommen. Trotz meiner lediglich 20 Stunden in der Woche kommen genauso noch mal so viele drauf, um die Übungsaufgaben zu lösen und die Vorlesungen nach- und vorzubereiten. In der Mathevorlesung sind um die 200 Teilnehmer, in Informatik ca. 400, in Geoinformatik weniger als 40 und in General Studies schätzungsweise 100. In den Übungsgruppen sind im Schnitt 20 bis 25 Leute.

Freitag, 19. Oktober 2007

Ersti-Wochenende in Drübberholz

Nachdem in der ersten Woche des Semesters lediglich vier Vorlesungen stattgefunden hatten, wäre am Wochenende sowieso nicht allzu viel zu tun gewesen, daher stellte dieser Umstand einen guten Zeitpunkt dar, um einen zweitägigen Ausflug zu unternehmen, damit man besser seine Kommilitonen (=Mitstudierenden) kennenlernt. Insgesamt 70 Erstsemester und noch circa 30 Leute von den Fachschaften haben sich Freitagmittag getroffen und sind mit zwei Reisebussen zum Tagungs- und Spielezentrum Drübberholz gefahren, welches ungefähr 70km vor Bremen liegt. Nach 4-stündiger Fahrt dort angekommen, wiesen die Fachschaftler uns ein und wir durften unsere Zimmer beziehen. Bald wurde uns klar, warum diese jugendherbergsähnliche Einrichtung als Spielezentrum ausgewiesen wurde: der Besitzer soll angeblich ein Spieletester gewesen sein und es standen hunderte von Brettspielen in den Regalen, zudem gab es einen Tischtennis- und Kickerraum. So probierten wir erst einmal einige Spiele aus. Am Abend begaben wir uns in die Aula, wo alle einen persönlichen Gegenstand vorstellen mussten, die Fachschaftler eine kurze Theateraufführung zum Besten gaben und die Erstsemester, eingeteilt in verschiedenen Gruppen, Spiele sich ausgedacht und vorgeführt haben. Am nächsten Tag gab es eine GIS-Rallye für alle anwesenden Geoinformatiker, bei der unterschiedliche Stationen in einem Wald abgelaufen und dort diverse Aufgaben gelöst werden mussten. Als Bestrafung oder Belohnung musste man einen „Mümmelmann“ trinken, einen kleinen Kräuterlikör. Daher verbarg sich hinter der Abkürzung GIS nicht etwa Geo-Informationssystem, sondern „geh intensiv saufen“. In eben diesem Wald fand abends auch eine Art Nachtwanderung statt, wo 7er-Teams – alle Mitglieder waren dabei mit einer Schnur durch die Jackenärmel verbunden – im Stockfinsterem unheimlichen Gestalten begegneten und für diese kleine Aufgaben bestehen mussten. Einzige Orientierungsmöglichkeit waren Kerzen, die alle paar 100 Meter aufgestellt waren. Wieder in Sicherheit, klang der Tag mit gemütlichen Zusammensein und Gesang am Lagerfeuer aus. Am Sonntagvormittag wurde aufgeräumt und geputzt, danach ging es zurück nach Münster.

Montag, 8. Oktober 2007

Orientierungswoche für Erstis

Montags wie ein Huhn durch die Gegend zu flattern, dienstags mit selbst gefalteten Piratenhüten aus Zeitungspapier verziert mit Kastanienblättern durch die Stadt zu laufen, mittwochs schwarz-gelbe Walkie-Talkie ähnliche Geräte mit ausgestrecktem Arm durch die Gegend zu tragen, donnerstags einen viel zu schnellen Vortrag über die AEGEE („Ähjäh“) zu hören und freitags auf einem alten Sofa im Fachschaftsraum zu sitzen, so ungefähr sah meine Einführungswoche als Erstsemester in Geoinformatik aus. Das ganze wurde von verschiedenen Fachschaften, bestehend aus älteren Semestern, organisiert und veranstaltet, was dem eine aufgelockerte Atmosphäre verlieh. Außer dem oben genannten, gab es während der Woche einige kurze Referate mit wichtigen Informationen rund ums Studium, vorgetragen von Professoren und Studenten. Am Montag lernte man sich spielerisch besser kennen und bekam die verschiedenen Institute und Mensen gezeigt. Am Dienstag brunchte man gemütlich in einem Seminarraum und im Anschluss fand eine Stadtrallye statt, bei der man diverse Aufgaben zu erledigen hatte. Am Mittwoch erfolgte ein GPS-Rennen à la Geocaching und am Freitag war eine Fragestunde bei meiner Fachschaft angesagt. Alles in allem war es ein gelungener Start ins Studium und hat viel Spaß gemacht.