Montag, 30. Juli 2012

Kurztrip nach Stralsund

Während die meisten Leute im Sommerurlaub waren, musste ich weiterhin meine Masterarbeit schreiben. Ein bisschen Erholung davon gönnte ich mir jedoch an diesem Wochenende. Meine Eltern hatten sich für ein ein paar Tage ein Apartment in Stralsund gemietet, um dort ein Teil ihres Urlaubs zu verbringen. Das Apartment war groß genug, dass vier Personen darin Platz fanden. So fuhr ich mit meinem Bruder, der passenderweise gerade seine letzte Klausur überstanden hatte, nach Stralsund. Wie schon bei unserer letzten gemeinsamen Zugfahrt (siehe: Das 8. Semester) waren wir nicht unbedingt vom Glück verfolgt. Diesmal mussten wir den Wagen aufgrund einer defekten Klimaanlage wechseln. Aber auch im Ausweichabteil war es nur unwesentlich kühler als in einer Sauna.

Gut durchgekocht erreichten wir Stralsund, wo uns unsere Eltern bereits erwarteten. Dort wehte glücklicherweise ein frisches Lüftchen, sodass wir bald wieder Normaltemperatur erreichten. Am Abend gingen wir in ein Fischrestaurant essen und schlenderten noch ein wenig am Hafen entlang und durch die Stralsunder Altstadt. Während die anderen bereits in ihren Betten waren, schaute ich mir im Fernsehen die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London an. Als England-Fan war dies natürlich ein Muss. Zudem war es das erste Mal, dass ich mir eine Eröffnungsfeier in voller Länge angeschaut habe. Am nächsten Tag war ich dementsprechend müde. Es stand allerdings nichts Anstrengendes auf dem Programm. Dank schönen Wetters waren wir zuerst am Stand von Dierhagen Strand baden. Danach aßen wir in Ahrenshoop Mittag. Am Nachmittag waren wir in Prerow baden und liefen die lange Seebrücke einmal auf und ab.

Am Sonntag regnete es leider bis in den frühen Nachmittag. Wir verbrachten daher viel Zeit im Auto, schafften es aber dabei fast ganz Rügen zu umrunden. Wir fuhren über die Rügenbrücke, nahmen die Wittower Fähre und machten einen kurzen Fischbrötchen- Stopp in Lohme. Im Anschluss daran ging es nach Sellin. Dort besichtigten den Ort und die Seebrücke. Auf einem Waldweg entlang der Steilküste konnten wir einen Blick auf die berühmten Rügener Kreidefelsen werfen. Von Sellin aus machten wir uns auf den Rückweg nach Stralsund, bei dem uns sogar noch der Rasende Roland begnetete. Am Montag musste ich leider schon nach Münster zurückfahren. Vor meiner Abreise bestiegen wir noch den Kirchturm der St. Marienkirche, von dem sich ein schöner Rundumblick über Stralsund und die Umgebung bot.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Energietanken in Berlin und Vorstellungsgespräch in Darmstadt

Gleich nach der Präsentation über mein Externes Semester bin ich abends noch nach Berlin gefahren. Meine Eltern waren im Urlaub, so konnte ich mir in den heimischen vier Wänden eine kleine Verschnaufpause von meiner Masterarbeit gönnen. Ganz auf der faulen Haut gelegen habe ich nicht und habe jeden Tag ungefähr halbtags daran gearbeitet. Zwischendurch war ich beim Zahnarzt gewesen und zu Besuch bei meinen Großeltern. Am Sonntag dann habe ich mich mit einem ehemaligen Mitbewohner aus Wien getroffen. Zunächst waren wir in den Hackischen Höfen einen Kaffee trinken, anschließend sind wir zum Mauerpark gelaufen und haben uns dort Karaoke angehört.

Am Mittwoch bin ich mit dem Zug nach Darmstadt gefahren, wo mir mein erstes  Vorstellungsgespräch bevorstand. Ich übernachtete in einem Etap-Hotel nahe der Innenstadt, die ich am gleichen Abend noch auf einer kleine Runde inspizierte. Am folgenden Morgen fand das Gespräch statt, bei dem mir viele, zum Teil auch schwer beantwortbare Fragen ("Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?") gestellt wurden. Mit der Bewerbung hat es letzten Endes nicht geklappt, aber insgesamt war es eine gute Erfahrung gewesen. Bevor es mit dem Zug zurück nach Münster ging, konnte ich mir noch die Altstadt von Darmstadt anschauen, eine Pizza essen gehen und die Rosenhöhe erkunden.

Samstag, 12. Mai 2012

Blumen aus Amsterdam

An diesem Samstag bin ich ungewöhnlich früh aufgestanden. Auf dem Tagesplan stand nämlich ein Kurztrip nach Amsterdam. Dort wollte ich mich mit dem englischen Mädchen, das ich in der Schweiz kennengelernt hatte, zum Sightseeing treffen. Als kleines Kind war ich auf einem Hollandurlaub mit meinen Eltern schon einmal in Amsterdam gewesen; konnte mich aber nur noch an die vielen Grachten und Fahrradfahrer erinnern. Also machte ich mich mit dem Zug, besser gesagt mit den Zügen, da ich zweimal umsteigen musste, auf in Richtung Amsterdam. Die Fahrt dauerte zwar über drei Stunden, dafür war die Bahnfahrkarte sehr günstig gewesen.

Auf dem Hauptbahnhof in Amsterdam angekommen, wartete meine englische Bekanntschaft bereits. Sie war aus Leiden angereist, einer niederländischen Stadt in der Nähe von Amsterdam, wo sie anderthalb Wochen im Rahmen ihres Masterstudiums verbrachte. Eine deutsche Doktorandin aus ihrer Forschungsabteilung begleitete sie. Mit uns waren an diesem Tag viele andere Touristen in Amsterdam unterwegs. Vom Bahnhofsplatz liefen wir zunächst zur Oude Kerk und danach zum Dam Square, wo sich der Königspalast und die Nieuwe Kerk befindet. Wir schauten kurz ins Shoppingcenter Magna Plaza hinein und holten uns ein Sandwich beim benachbarten Albert Heijn Supermarkt. Unsere Mittagspause verbrachten wir gemütlich an der Herengracht. 

Anschließend besichtigten wir die in der Nähe befindliche Westerkerk. Danach liefen wir vorbei am Anne Frank Huis, vor dem eine lange Schlange war, zum Begijnhof, einem friedlichen Hof umgegeben von schönen Häusern. Von dort aus spazierten wir zum berühmten Blumenmarkt, wo ich eine Packung Tulpenzwiebeln anlässlich des bevorstehenden Muttertages gekauft habe. Daraufhin ruhten wir uns kurz am Rembrandtplein und an der Amstel aus. Wir schlenderten weiter über einen Antiquitätenmarkt, wo diesmal meine beiden Begleiterinnen ein paar Gegenstände erstanden. Im Anschluss daran ergatterten wir mit viel Glück eine Privatführung im Turm der Zuiderkerk, von dem man einen schönen Überblick über Amsterdam erhielt.

Zurück auf dem Erdboden liefen wir weiter zum Museumsquartier. Wir nahmen dabei einen Weg über die Keizersgracht und Prinsengracht. Beim Museumsquartier angekommen, schauten wir uns die großen Buchstaben "I am Amsterdam" sowie die davor posierenden Touristen an. Mit Straßenbahn fuhren wir zurück zum Hauptbahnhof und aßen zum Abendbrot in einer Tapas Bar. Bevor sich unsere Wege trennten, machten wir noch einen Abstecher ins berühmtberüchtigte Rotlichtviertel; natürlich ohne bestimmte Mittelchen zu erstehen oder gewisse Dienste in Anspruch zu nehmen.


Montag, 30. April 2012

Kurztrip nach Düsseldorf

Ein Vorteil beim Schreiben einer sechsmonatigen Masterarbeit ist, dass man sich seine Zeit frei einteilen kann. Ich versuchte allerdings so weit es ging, den üblichen Arbeitsrhythmus von meinem Praktikum, also unter der Woche zu arbeiten und das Wochenende dann frei zu haben, beizubehalten. Im ersten Monat war dieser Rhythmus - bedingt durch meine Anreise, Ostern und meinen Geburtstag - jedoch um einen Tag nach hinten verschoben.

So fuhr ich am Nachmittag des letzten Samstags im April nach Düsseldorf, um dort meinen Bruder zu besuchen. Meine Mutter, die durch den 1. Mai in den Genuss eines verlängerten Wochenendes kam, war auch dort. Wir beide übernachteten in einem Hotel in der Nähe des Wohnheims von meinem Bruder. Nach einigem Überlegen entschieden wir uns am nächsten Tag, einen Ausflug in den nordöstlichen Teil Düsseldorfs zu machen. Dort schauten wir uns zunächst ein paar Tiere im Wildpark Grafenberg an. Weiter ging es durch den Aper Wald zur Haltestelle Oberrath, wo wir in ein Restaurant einkehrten. Nach unserer Mahlzeit durchquerten wir Oberrath und liefen vorbei an einer Strafvollzugsanstalt zum Silbersee. Von dort aus spazierten wir zum benachbarten Grünen See und in den Erholungspark Volkardey. Schließlich fuhren wir mit der Straßenbahn wieder zurück zum Wohnheim meines Bruders.


Am Montagvormittag ging ich mit meiner Mutter in der Düsseldorfer Innenstadt shoppen. Meinen Bruder hatten wir bereits verabschiedet, da er vorlesungsbedingt in der Uni zugegen sein musste. Der Vormittag verging relativ schnell, sodass sich nach einem kleinen Mittagessen auch die Wege meiner Mutter und mir bald trennten. Sie fuhr mit dem Zug nach Berlin zurück und ich in Richtung Münster.

Samstag, 31. März 2012

Milder März

Nach dem Winterurlaub verbrachte ich vier Wochen in Berlin. Einen Tag nach unserer Rückkehr stand gleich der Geburtstag meiner Mutter an, bei dem sich wie üblich die Verwandtschaft bei uns versammelte. Mein Bruder war auch mit von der Partie, sodass es während der vier Wochen eigentlich nie wirklich langweilig wurde. 

Den größten Teil meiner Zeit in Berlin schrieb ich an einem wissenschaftlichen Artikel, der die Erkenntnisse meines Praktikums in Zürich zusammenfasste. Diesen konnte ich sowohl in mein Studium einbringen als auch bei einer Konferenz einreichen. Nebenbei begann ich, erste Literatur für meine Masterarbeit zu sammeln, die mein letztes Studiensemester ausfüllen sollte. Als Hobbyprojekt baute ich mir einen Server zusammen und richtete ihn ein. Darüberhinaus behob ich bei beiden meiner Großeltern Computerprobleme und passte eine Nacht auf meinen Opa auf, da meine Oma ausnahmsweise außer Haus war.

An den Wochenenden traf ich mich mit meinen Schulfreunden: Einen Abend verbrachte ich mit meinem besten Schulfreund und seiner Freundin in einem American Diner, einer Sushi Bar, einem Irish Pub und zuletzt im Flamingo Club. Mit drei Schulfreunden von meinem ersten Gymnasium habe ich mich zum Kaffeetrinken im Friedrichs 106 getroffen. An einem weiteren Abend schlürften mein bester Schulfreund, ein Schulfreund von meinem letzten Gymnasium und ich ein paar Cocktails im Aarti und im benachbarten Que Pasa. 

Die englische Masterstudentin, die ich in Zürich kennengelernt hatte, kam mich ebenfalls an einem Wochenende in Berlin besuchen. Vom Hauptbahnhof liefen wir entlang des Bundeskanzleramts, des Reichstags, des Brandenburger Tors und des Holocaust-Mahnmals zum Potsdamer Platz, ließen uns dort mit dem Panorama-Lift in luftige Höhen befördern, schlenderten durch das Sony-Center und über den Gendarmenmarkt, aßen dort ein Sandwich von der Friedrichstraße, kreierten eine Schokolade in der Rittersport-Welt, passierten die Prachtstraße Unter den Linden, besichtigten den Berliner Dom und die Nikolaikirche, spazierten über den Alexanderplatz und fuhren mit dem 100er Bus bis zum Zoo. Von dort ging es mit der S-Bahn zurück zum Hauptbahnhof.